Insidious - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Insidious| Kritik 6/10

Kinostart
21.07.2011



Handlung

Neues Haus, neues Glück: Für den Lehrer Josh Lambert (Patrick Wilson), seine Frau Renai (Rose Byrne) und ihre drei Kinder ist der Umzug die Erfüllung eines lange gehegten Wunschtraums. Die Freude währt indes nur kurz: Schnell wird der Familie bewusst, dass ihr neues Heim von düsteren Geistern heimgesucht wird. Nach einem mysteriösen Unfall fällt ihr Sohn Dalton (Ty Simpkins) in ein Koma, das selbst die besten Ärzte vor ein Rätsel stellt. Mit einem erneuten Umzug wollen die Lamberts ihren Sohn retten und dem unablässigen Terror entfliehen. Doch dann müssen sie feststellen, dass es nicht das Haus war, auf das die Dämonen es abgesehen haben.


Filmkritik | Insidious

„Insidious“ bedeutet grob ins Deutsche übersetzt etwa „heimtückisch“ und dieser Titel ist in James Wans (Regie, bekannt durch die Saw-Reihe) Film ohne große Zweifel eindeutig durch und durch erschreckendes Programm. Aber erschreckendes Kino ist gleichermaßen oft auch gelungenes Kino. Doch wie sieht es bei Wans neuem Schockerstreich aus?

In „Insidious“ geht es wahrhaftig von der ersten bis zur letzten Filmminute heimtückisch und hinterlistig zu. Immer wieder fährt der Film den Zuschauer in konfusen und doch klaren Bildern in emotionale Sackgassen und lässt diesen mit dem Gefühl der blanken Beklemmung zurück, die sich nicht selten schnell in ebenso blanke Angst verwandelt. Anders als in „Saw“, wo die Gefahren von menschlicher – wenn auch nicht weniger beängstigender – Natur waren, steht dies bei „Insidious“ oft in Zweifel. Handelt es sich wirklich um einen bösen Geist, der es auf die Protagonisten des Films abgesehen hat? Diese Frage stellen sich nicht nur die Zuschauer immer wieder, sondern auch Patrick Wilson (bekannt durch „Das A-Team - der Film“) als leidgeplagter Josh Lambert, Rose Byrne („28 Weeks Later“ und „Brautalarm“) als dessen Ehefrau Renai und nicht zuletzt auch Lin Shaye („Dark Moon Rising“ und „Beim Leben meiner Schwester“) als Schlüsselfigur Elise Rainier.

Das Cast spielt recht passabel, auch wenn es trotzdem nicht wirklich möglich ist, sich mit den wenig durchdachten Charakteren „anzufreunden“. Die Szenenführung und Bilder wirken hingegen untermalend kühl – wenn auch manchmal etwas zu kühl. Die zahlreichen Schockmomente im Film sind dabei äußerst gut positioniert und reißen das Publikum regelrecht im Sekundentakt aus den Sitzen. Scheinbar hat man sich aber so sehr auf diese fixiert, dass keine Zeit mehr für einen gelungenen Plot blieb. Die Story wirkt an mancher Filmstelle durchsichtiger als jeder Geist und bereitet deshalb beim genaueren Hinsehen nur wenig Freude. Ob man, aufgrund der starken Schockrate, aber überhaupt Zeit hätte sich auf eine ernsthafte Story zu konzentrieren, bleibt fraglich. Trotzdem hat man es von Wan allerdings schon soviel besser gesehen.

Wans „Insidious“ ist genau der richtige Film für diejenigen, die auf der Suche nach einem möglichst schreckgefüllten und nervenaufreibenden Horrorfilm sind. Einen Film, der einem nicht nur manchmal das Blut in den Adern gefrieren lässt, sondern immer und immer wieder. Abgekaute Nägel, blanke Nerven und kalte Schweißausbrüche sind bei „Insidious“ tatsächlich selbst bei etwas hartgesottenen Genrefans vorprogrammiert. Aber auch das dürfte nicht überraschen, wenn man sich bereits mit Wans Werken beschäftigt hat. Etwas empfindlichere Zuschauer, oder die, die sehr großen Wert auf eine durchdachte Story legen, sollten sich den Gang ins Kino aber besser zweimal überlegen.


Filmkritik von Gastautor

Sag es weiter



Bilder / Fotos

Insidious

© Central Film Verleih GmbH

Kommentare


Markus
27.11.2012, 04:29:00
Ein richtig guter Grusel-Horrorfilm. Die Schockeffekte sind in der Tat recht zahlreich und gut platziert. Acting akzeptabel, Story zumindest noch nicht total ausgelutscht(Astralprojektion), schön gemeines Ende, nett designter Vorspann, summa summarum hat der Film mich gut unterhalten und ich kann ihn definitiv weiterempfehlen. Wer Filme wie The Others oder Darkness mag, kommt hier auf seine Kosten.
Und wer meint, Filme nach der 1. halben Stunde abschließend beurteilen zu können, hat schlicht keine Ahnung und sollte das Posten von Kommentaren unterlassen(@Darth Maul).
Anjeli
06.12.2011, 20:36:45
Als ich den Film gesehen habe dachte ich mir das ich den Film kenne.
Ich habe den Film schon gesehen allerdings vor ca 2 bis 3 Jahren in der spanischen form (ich denke das ist der Original Film)
Ist nicht schlecht awa genau gemacht wie das Original :-(
Hans
31.07.2011, 18:50:02
Schaus dir im Kino an!
Darth Maul
20.07.2011, 01:29:26
Die Rezension ließe darauf schließen das man es bei Insidious mit einem Meisterwerk des Horrorgenres zu tun hätte aber ... weit gefehlt. Wans Machmerk ist nichts anderes als ein schlechter Poltergeistklon. Schreckeffekte sind so gut wie fast nie vorhanden da der Horrorfilmfan von heute so ziemliche jede Szene schon im Vorhinein in und Auswendig kennt. Zudem tauchen im weiteren Verlauf schlecht geschminkte Idiotendämonen auf (wie zb. der Darth Maul Geist bruahahaha). Ich kann wie üblich die guten Rezensionen dieses wirklich übel schlechten Filmes einfach nicht nachvollziehen. Ich habe nach gut einer Stunde abgeschalten weil ich mich tierisch gelangweilt habe. 1 von 10 Punkten

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 8 * 7 - 11 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.



Trailer abspielen
Trailer zu Insidious abspielen

Steckbrief
Regie
James Wan

Darsteller
Andrew Astor, Angus Sampson, Barbara Hershey, J. LaRose, Johnny Yong Bosch, Josh Feldman, Leigh Whannell, Lin Shaye, Patrick Wilson, Rose Byrne, Ty Simpkins

Genre
Fantasy, Horror, Thriller

Tags
Geisterhaus
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA




Benutzername

Passwort

Anzeige