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Inglourious Basterds| Kritik 7/10

Kinostart
20.08.2009



Handlung

Während des zweiten Weltkrieges hat eine Gruppe jüdisch-amerikanischer Soldaten, auch bekannt als "The Basterds", die undankbare Aufgabe durch das deutsche Reich zu reisen und auf möglichst brutale und Aufsehen erregende Weise viele Nazis zu ermorden. Der Weg führt die Gruppe in ein Filmtheater in Paris. Die Besitzerin, eine Jüdin mit dem Namen Shosanna, dessen Familie von den Nazis ermordet wurde, plant eine Vorstellung für Hitler und Goebbels zu veranstalten. Ihre Chance, zusammen mit den Basterds, dem treiben der Nazis ein Ende zu bereiten.

Für 2009 hat Kult-Regisseur Quentin Tarantino seinen Kinofilm "Inglourious Basterds" angekündigt. Das Kriegsdrama soll mit einer Starbesetzung aufwarten. Die Hauptrolle des Lt. Aldo Raine wird von Brad Pitt verkörpert. Die Theaterbesitzerin von der jungen Französin Mélanie Laurent. In weiteren Rollen: Diane Kruger, Daniel Brühl und Til Schweiger. Neben einigen Szenen in Paris, wird ein großer Teil des Films in Deutschland gedreht. Drehorte sind Gebiete in Sachsen, Berlin und Brandenburg, sowie das Filmstudio Babelsberg.


Filmkritik | Inglourious Basterds

Jeder wünscht sich wohl, den grausamen Adolf Hitler und seine brutalen Helfershelfer von Kugeln durchsiebt sterben zu sehen. Mit dieser Genugtuung und einer gewissen Befriedigung seiner Rachegelüste könnte dann jeder Kinobesucher ganz erleichtert nach Hause gehen.

Und in der Tat gibt der 46 Jahre alte Regisseur Quentin Tarantino gerne zu, dass es ihm beim Dreh von „Inglorious Basterds“ um Rache an den Nazis ging. Das Drehbuch zu seinem Rache-Film entstand in Anlehnung an einen früheren Film von Enzo Castellari aus dem Jahr 1978, „Ein Haufen verwegener Hunde“.

Wie in allen seinen Filmen, gelingt es Quentin Tarantino, auf kunstvolle Art und Weise mehrere nebeneinander herlaufende Handlungen miteinander zu verknüpfen. Im Grunde dreht sich der Filminhalt dennoch die ganzen 155 Minuten lang um Rache und Vergeltung. Auge um Auge wird auf Gewalt mit Gegengewalt reagiert.
Brad Pitt, der von seinem Können her sicher zu sehr viel anspruchsvolleren Rollen fähig ist, stellt den Anführer einer Gruppe amerikanisch-jüdischer Soldaten dar, mit denen er hinter den feindlichen Linien im besetzten Frankreich Skalps von Nazis sammelt. Und dies tun die „unrühmlichen Bastarde“ im wahrsten Sinne des Wortes.

Das Spiel des amerikanischen Hollywoodstars ergänzen eine ganze Reihe namhafter deutscher Schauspieler. So mimt Daniel Brühl einen in eine jüdische Kinobesitzerin verliebten NS-Kriegsheld, der sich damit auseinandersetzen muss, dass sein Objekt der Begierde ihn lieber tot als lebendig sehen würde. Silvester Groth spielt erneut, nach seinem Auftritt in Dani Levys Filmkomödie „Mein Führer“, die Rolle von Joseph Goebbels. Martin Wuttke stellt Hitler dar und Til Schweiger übernahm den Part eines fanatischen deutschen Nazi-Jägers.
it geradezu dämonischer Intensität ist aber der österreichische Schauspieler Christoph Waltz in Tarrantinos Film präsent. Er stellt einen einerseits weltgewandten, andererseits aber überaus sadistischen SS-Standartenführer dar. Bei seinem grausigen Spiel laufen einem ständig unangenehme Schauer über den Rücken und obwohl man die im Film verkörperte Rolle hasst, so wurde Waltz doch bei den Filmfestspielen in Cannes als bester Schauspieler ausgezeichnet.

Tarantinohat sich mit dem in Babelsberg gedrehten Film einen persönlichen Traum erfüllt und balanciert doch ständig zwischen Abenteuer und Trash, Action und cowboymässiger Lässigkeit hin und her.

Der 155 Minuten dauernde Film ist wegen seiner brutalen Szenen zwar ab 16 Jahren freigegeben, sollte aber besser erst ab 18 Jahren zu sehen sein. Es ist eben ein typischer „Tarantino-Film“, den Fans des Regisseurs sicher mit einem "sehr gut" bewerten werden. Der normale, durchschnittliche Kinobesucher würde „Inglorious Basterds“ aber doch wohl eher mit einem "gut" bewerten.


Filmkritik von Gastautor

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Inglourious Basterds

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