Handlung
In einer Zukunft, in der Zeit buchstäblich Geld bedeutet und das Altern mit 25 Jahren beendet ist, besteht die einzige Möglichkeit zu überleben darin, sich mehr Zeit zu verdienen, sie zu stehlen oder zu erben. Will Salas (Justin Timberlake) lebt von Minute zu Minute, bis ein unerwarteter Gewinn an Zeit ihm die Türen zur Welt der Reichen öffnet, wo er sich mit einer hübschen jungen Erbin (Amanda Seyfried) zusammentut, um das korrupte System zur Strecke zu bringen.
Filmkritik | In Time - Deine Zeit läuft ab
Der Film "In Time" basiert auf der einfachen Frage: Was ist das Wertvollste, das wir als Individuum besitzen? Die Antwort hier ist Lebenszeit! Und je älter wir werden, desto mehr wird uns diese Tatsache bewusst.
In Anlehnung an diese Frage erschafft Andrew Niccol eine Sci-Fi Welt, in der die Lebenszeit unsere monetäre Währung ersetzt hat. Bezahlt wird alles in Lebenszeit und ein Großteil der Bevölkerung lebt an der Grenze zum Tod. Als Tagelöhner in einer rauhen Welt, die letztlich unserer eigenen gar nicht so unähnlich ist.
Hauptdarsteller Justin Timberlake und seine Filmfreundin Amanda Seyfried dominieren den Film von Anfang bis Ende. Alle anderen Darsteller sind lediglich Dekoration. Aalglatt und ohne viele schauspielerische Herausforderungen hetzen die Protagonisten ihren Zielen hinterher. Meist Kurzfristigen - geht es schlicht um das Überleben, da sich die die Lebenszeit wieder dem Ende zuneigt.
Besondere schauspielerische Leistungen sind in Andrew Niccols Film jedoch gar nicht vorgesehen. Dafür ist der Plot zu simpel. Tatsächlich ist "In Time" einfach ein Actionthriller - gewiss mit etwas Drama - welcher in einen Sci-Fi Plot verpackt wurde. Ein wenig Gesellschafts- und Kapitalismuskritik schimmert hier und da hervor, aber nichts was dem Zuschauer sonderlich zu denken gibt. Bestenfalls bleibt der schale Beigeschmack: Unsere Zeit ist vergänglich - wir sollten sie nicht vergeuden.
Trotz all der obigen Kritik ist "In Time" jedoch kein schlechter Film. Schlicht und einfach deswegen, weil er spannend ist. Ein Thriller bei dei Protagonisten immer in Lebensgefahr schweben. Die Uhr am Unterarm, welche beständig die verbleibende Lebenszeit anzeigt, führt zu einem ständigen Gefühl der Bedrohung.
Am ehesten lässt sich "In Time" noch mit "Equilibrium" vergleichen. Beide Filme zeigen ein düsteres Zukunftsszenario - eine dystopische Welt (das Gegenteil von Utopie) - mit einer Herrscherklasse und einer Unterdrückten freundlosen Gesellschaft. Sogar die einfachen Kulissen beider Filme sind in gewisser Weise ähnlich. Aber "In Time" fehlt der "coolness" Faktor der "Eqillibrium" zum Kultfilm gemacht hat.
Als Fazit kann ich "In Time" jedem Action und Sci-Fi Fan empfehlen. Der Film macht Spaß und ist kurzweilig. Einzig: Er ist auch genauso schnell wieder vergessen.
Filmkritik von rom
Ändert man das Wort "Zeit" in "Geld", steht alles in einem anderen Licht. Dieser Film gibt ein Szenario vor, wie es in 20 Jahren sein kann. Die "Elite" wohlhabend und sicher hinter ihren Mauern, sowie die "Arbeiter", die von Tag zu Tag leben müssen. Von Sci-Fi ist hier nichts zu sehen. Und die Action kommt einem ZDF-Krimi gleich, was keine Kritik ist.