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In meinem Himmel| Kritik 5/10

Kinostart
18.02.2010



Handlung

Nach ihrem Tod beobachtet die 14-jährigen Susie Salmon (Saoirse Ronan) aus dem Jenseits - einer Art Zwischenwelt - wie ihre Familie mit dem Verlust umzugehen lernt. Susie war von einem Nachbarn vergewaltigt und ermordet worden, ihre Leiche bleibt jedoch für immer verschwunden. Die Polizei kann nur erahnen, was mit ihr geschehen ist, und auch die Eltern müssen schließlich akzeptieren, dass sie ihre Tochter für immer verloren haben. Doch wie ist es zu erklären, dass Susies kleiner Bruder Buckley (Christian Thomas Ashdale) meint, seine Schwester gesehen zu haben? Und wieso ist sich ihr Vater (Mark Wahlberg) so sicher, ihre Anwesenheit zu spüren?


Filmkritik | In meinem Himmel

Zunächst ist dem Zuschauer bei „In meinem Himmel“ nicht ganz klar, in welches Genre er den gesehenen Film denn nun einsortieren soll, denn es ist nicht leicht, hierfür die richtige Schublade zu finden – und eigentlich gibt es auch nicht nur eine. Der Film wechselt zwischen einem Drama, in dem es um die Verarbeitung der Hinterbliebenentrauer geht über Fantasy - denn Susie, dargestellt von Saoirse Ronan, mischt die reale Welt auch aus der Zwischenwelt, in der sie sich befindet, immer noch auf - und einem wie ein Thriller anmutenden Teil, der die Aufklärung des gewaltsamen Todes behandelt.

Suzie ist noch unterwegs in den richtigen Himmel, kann aber ihr Erdenleben irgendwie nicht loslassen, weil sie will, dass ihre Leiche gefunden wird. Und trotzdem spürt man Suzies Angst, dass ihre Familie die Trauer nicht bewältigen kann und ihre Schwester sich sogar auf die Suche nach dem Mörder machen will und sich dadurch in Gefahr begibt.

Der Film lebt also von den unterschiedlichsten Emotionen und hierbei bleibt nicht einmal der heitere Aspekt außen vor, als Oma Susan Sarandon als kettenrauchende Alkoholabhängige der Familie zur Seite stehen soll, diese aber stattdessen in ein noch größeres Chaos stürzt.
Und all diese Emotionen – die Trauer, die Angst, die unangemessen wirkende Heiterkeit, das Sich-Lösen und das Vergessen halten nicht immer eine gute Balance im Laufe des Films.
Das mag vielleicht daran liegen, dass drei Drehbuchautoren mit unterschiedlichen Anlagen die literarische Vorgabe von Alice Sebold bearbeitet haben.

Der Regisseur Peter Jackson hat dem Film auf jeden Fall mit seiner etwas unruhigen Kameraführung und den entsprechenden Soundfiles zwar reichlich Dynamik eingehaucht, aber bei den Bildern von Suzies Aufenthaltsort – der sogenannten Zwischenwelt – wird oft hoffnungslos übertrieben und der Film wirkt dadurch kitschiger, als es eigentlich erforderlich gewesen wäre. Zumindest aber erreichen diese Bilder die persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema und die eigenen Empfindungen und Emotionen, die beim Zuschauer frei werden, sind sicherlich durch die persönliche Vorstellung des Lebens nach dem Tod beeinflusst.

Seltsam ist auch der englische Originaltitel, der von „schönen Knochen“ spricht. Da passt die Definition des Himmels, aus dem die Darstellerin zu den Zuschauern spricht und von dem aus sie agiert wesentlich besser zum Inhalt des Films.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

In meinem Himmel

© Paramount Pictures International Germany GmbH

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Steckbrief
Regie
Peter Jackson

Darsteller
Christian Thomas Ashdale, Jake Abel, Mark Wahlberg, Michael Imperioli, Rachel Weisz, Rose Mciver, Saoirse Ronan, Stanley Tucci, Susan Sarandon

Genre
Drama, Fantasy, Krimi, Thriller
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
Großbritannien, Neuseeland, USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Lovely Bones




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