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Illuminati| Kritik 7/10

Kinostart
13.05.2009



Handlung

Der Vatikan ist einer unbeschreiblichen Bedrohung ausgesetzt. Eine Gruppe mit dem Namen "Die Illuminati", der Erzfeind der katholischen Kirche, holt zum finalen Schlag aus. Tatsächlich hat es die konspirative Gruppe geschafft, eine Bombe in die heilige Stadt zu schmuggeln, gerade zu dem Zeitpunkt, als ein neuer Papst gewählt wird. Das vatikanisches Konzil auf dem Präsentierteller von Terroristen? Robert Langdon (Tom Hanks), Professor an der Harvard University, scheint dies beweisen zu können, und macht sich auf den Weg nach Europa. Zusammen mit Vittoria Vetra (Ayelet Zurer), einer italienischen Wissenschaftlerin, begibt sich Langdon auf eine gefährliche Reise durch die Geschichte der geheimnisvollsten Stadt der Welt...


Filmkritik | Illuminati

Im Gegensatz zur ersten Dan Brown-Verfilmung löst sich "Illuminati" ein wenig von seiner Buchvorlage. So werden beispielsweise einige Namen der Charaktere verändert und sogar der Attentäter ist im Film nicht arabischer, sondern europäischer Herkunft.

Trotz dieser Veränderungen gelingt es dem Film gut, den Roman auf die Leinwand zu übertragen. Im Gegensatz zu "The Da Vinci Code", in dem eine Reise um den ganzen Globus dargestellt wurde, konzentriert sich "Illuminati" praktisch auf einen Ort, nämlich Rom, was die Geschichte kompakter wirken lässt. Durch die Ausgangssituation der Geschichte und dem damit verbundenen Zeitdruck vermag es der Film, ein grundsätzlich hohes Tempo zu erzeugen und dadurch eine ordentliche Portion Spannung aufzubauen.

Durch diese Spannung wird der Film also zu kaum einer Sekunde langweilig - selbst für die Leute nicht, die die Romanvorlage kennen. Ein paar der zu konstruiert wirkenden Überraschungen des Buches wurden außen vorgelassen, so dass die Geschichte ein wenig mehr Glaubwürdigkeit erhält. Dennoch: wirklich logisch oder gar nachvollziehbar ist das auf der Leinwand gezeigte nur selten, was man aber dem Film nicht wirklich ankreiden kann.

Mehr Tiefgang wäre allerdings durchaus wünschenswert gewesen. Vor allem die Hauptfiguren hätte man etwas eingehender charakterisieren können. Natürlich zieht das Argument, dass angesichts des hohen Tempos und Zeitdrucks eine nähere Beleuchtung der Charaktere nicht notwendig ist, doch wenn die Hauptfigur, die prinzipiell als Sympathieträger des Films dienen sollte, viel zu eindimensional bleibt, dann hinterlässt das einen schalen Beigeschmack. Durch diese Tatsache bleibt auch der Hauptdarsteller Tom Hanks eher blass; er kann seiner Figur nicht seinen eigenen Stempel aufdrücken und erledigt seine Aufgabe sehr routiniert und durchschnittlich - enttäuschend für einen Schauspieler seiner Klasse. Die anderen Darsteller vermögen durchaus zu überzeugen. Zwar dient die Figur der Vittoria Vetra, dargestellt von Ayelet Zurer, in erster Linie optischen Zwecken, sie kann aber dennoch überzeugen, was auch für Nebendarsteller wie Ewan McGregor oder Armin-Müller Stahl gilt.

Die Inszenierung vermag zu überzeugen. Score und Kameraarbeit bewegen sich auf einem hohen Niveau. Man merkt dem Film allerdings an, dass er nicht an den Originalschauplätzen entstand, was der Authentizität abträglich ist.

Insgesamt ist "Illuminati" ein spannender Blockbuster, der trotz einiger Schwächen sehenswert ist.


Filmkritik von Gastautor

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Illuminati

© Sony Pictures Releasing GmbH

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Auf illuminati-derfilm.de ist die deutschsprachige Webseite zu "Illuminati", dem Nachfolgefilm von "The Da Vinci Code" online gegangen.
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