Handlung
Der kleine Mann Jan Dite (Ivan Barnev) aus der tschechischen Provinz träumt davon, Karriere zu Reichtum zu machen, von Frauen geliebt und von ihnen und der Gesellschaft verehrt zu werden. Aber schon am Anfang der Geschichte kommt ihm mit der Liebe zu Liza (Julia Jentsch) das Schicksal in die Quere. Jan liebt Liza, sie ihn und gleichzeitig schwärmt sie für Hitler wodurch Jan seinen Beruf verliert. Mehrere Male wird sich noch sein Schicksal wenden. Als die Nazis in Prag einmarschieren, steht er mit Liza auf der richtigen Seite, Ruhm und Ehre sind die Folge. Nach dem Krieg kommt er zu einem viele Millionen zählenden Vermögen. Aber die Kommunisten sind inzwischen an der Macht und Jan verschwindet für jede Million seines Vermögens ein Jahr lang ins Gefängnis. Als er entlassen wird, ist er ein alter Mann und was ihm geblieben ist, ist zwar ein Reichtum, aber nicht der, den er sich erträumt hat. Seine zahlreichen Erinnerungen sind die "guten alten Zeiten" die einen komödialen Charakter in der Rückschau haben.
Filmkritik | Ich habe den englischen König bedient
Der Film I Served the King of England ist eine herzerfrischend gemachte Komödie nach der Romanvorlage mit dem gleichen Titel von Bohumil Hrabal. Der Regisseur zeichnet sich augenfällig aus durch die gute Auswahl der Darsteller, mit dem smarten Blondschopf Ivan Bernev als Hauptdarsteller an der Spitze. In ihm findet sich der Zuschauer als Träumer im Leben gut vertreten und man folgt ihm gerne mit dem heimlichen Wunsch nach Erfüllung seiner eigenen Illusionen.
Der Regisseur Jirí Menzel steht mit seiner Inszenierung in der guten Tradition, die dem Film eine schweyksche Leichtigkeit gibt. Jeder der Darsteller ist ein Komödiant in seiner Rolle, wobei der Hauptdarsteller das mit Niveau schauspielerisch bestens gekünstelt gespielte Verhalten der Gesellschaft und ihre Handlung Jan gegenüber durch flottes Kömodiantentum und der schwierigen Materie der Clownerie umsetzt. Durch die Einstreuung der zeitgeschichtlichen Filmdokumente bekommt der Film eine hohe Authentizität mit der Erkenntnis, dass der Krieg den Krieg ernähren muss, man immer wieder überlegen muss, wie es weitergeht!?
Zuschauer befragt, wie der Film auf sie gewirkt habe, sprachen von einer Unterhaltung im besten Sinne. Auch mit einer anderen Meinung stehe ich nicht alleine, man ist erfreut, dass nach der gesellschaftlichen Neuorientierung solche Filme in Tschechien weiterhin möglich sind.
Filmkritik von Gastautor