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Ich bin Nummer Vier| Kritik 4/10

Kinostart
17.03.2011



Handlung

John (Alex Pettyfer) ist kein gewöhnlicher Teenager: Kurz nach seiner Geburt wurde sein Heimatplanet zerstört. Mit acht weiteren Kindern, die die Katastrophe überlebten, konnte er auf der Erde in Sicherheit gebracht werden. Seitdem ist John, begleitet von seinem Beschützer Henri (Timothy Olyphant), auf der Flucht. Unter ständig wechselnden Identitäten ziehen sie von Stadt zu Stadt – ohne Familie, ohne Freunde, ohne Vergangenheit. Als sie sich in Paradise, einer kleinen Stadt in Ohio niederlassen, überschlagen sich die Ereignisse: John, mittlerweile ein junger Mann, entdeckt, dass er über erstaunliche, übernatürliche Kräfte verfügt, die zunehmend an Stärke gewinnen. Als er sich in die hübsche Sarah (Dianna Agron) verliebt, will er zum ersten Mal in seinem Leben nicht mehr auf der Flucht sein. Doch die skrupellosen Feinde, die hinter den Überlebenden her sind, haben ihn aufgespürt und greifen an. John muss sich seinem Schicksal stellen. Drei sind bereits tot. Er ist Nummer vier...


Filmkritik | Ich bin Nummer Vier

Action und Mystery gepaart mit einer Liebesgeschichte sind gerade recht aktuell in den Kinos - spätestens seitdem Edward und Bella in "Twilight" über den Screen huschten. Doch natürlich geht "Ich bin Nummer Vier" nicht direkt in diese Richtung, immerhin spielen in dem Streifen von D.J. Caruso keine Vampire die Hauptrolle, sondern auf der Erde gestrandete Außerirdische. Und dennoch ist der Film in seiner längsten Phase in der Tat eher eine Romanze zwischen Dianna Agorn in der Rolle der Erdenbürgerin Sarah und Alex Pettyfer als Außerirdischer John. Von daher erinnert der eher verhaltene und langsame Start des Streifens an Carusos "Disturbia", der ebenfalls eher verhalten und teils durchaus langweilig startete. Man fühlt sich als Zuschauer irgendwie fehl am Platz, denn vom versprochenen Mystery-Element ist nicht viel zu sehen. Stattdessen fühlt man sich eher in eine Teenie-Romanze wie "High School Musical" versetzt und fragt sich, ob man sich im Kinosaal geirrt hat.

Doch langsam kommt die Geschichte in Fahrt, was jedoch erst nach gut 90 Minuten interessant wird und in einem durchaus schicken Finale gipfelt. Hierbei merkt man dann, dass Michael Bay ebenfalls seine Finger mit im Spiel hatte. Dieser sorgte bereits bei "Transformers" dafür, dass man mit einem gut 20 Minuten dauernden Finale optisch absolut verwöhnt wurde. In eine ähnliche Richtung entwickelt sich dann auch "Ich bin Nummer Vier", wenngleich man dies am Anfang nicht unbedingt erwartet hätte. Michael Bay spielt dabei seine komplette Erfahrung aus und überzeugt mit schnellen Schnitten, effektvollen Kameraschwenks und gelungenen Trick-Effekten. Ein derart langes Finale mag in gewisser Weise ungewöhnlich sein, entschädigt aber zumindest zum Teil für den eher langatmigen Anfang des Films, bei der man sich offenbar auch nicht entscheiden kann, in welche Richtung sich der Streifen wirklich entwickeln soll.

Das ist vor allem deswegen schade, weil "Ich bin Nummer Vier" von der Ausgangssituation her einiges an Potenzial birgt. Doch man hat leider seitens der Drehbuchautoren verpasst hier eine gewisse Individualität ins Spiel zu bringen. Die Hintergründe über die Zerstörung des Heimatplaneten fehlt aber leider genauso wie die tiefere Entwicklung der einzelnen Charaktere. Stattdessen plätschert der Streifen belanglos vor sich hin, wobei die Protagonisten austauschbar erscheinen und die Dialoge platt sind. Da kann im weiteren Verlauf des Streifens auch die attraktive Teresa Palmer nicht mehr viel ändern, die zum Finale hin ein optisches Highlight darstellt. "Ich bin Nummer Vier" ist somit ein ziemlich belangloser Genre-Mix mit einem gelungenen Finale, auf den man insgesamt gesehen jedoch verzichten kann.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Ich bin Nummer Vier

© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

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Steckbrief
Regie
D.J. Caruso

Darsteller
Alex Pettyfer, Beau Mirchoff, Brian Howe, Callan McAuliffe, Dianna Agron, Greg Townley, Jake Abel, Kevin Durand, Patrick Sebes, Teresa Palmer, Timothy Olyphant

Genre
Action, Sci-Fi
Gastkritiken
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Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
I am Number 4




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