Honey 2 - Lass keinen Move aus - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Honey 2 - Lass keinen Move aus| Kritik 2/10

Kinostart
23.06.2011



Handlung

Das Erbe der legendären Tänzerin und Choreographin Honey Daniels lebt weiter – in der willensstarken 17-jährigen Maria Bennett (Katerina Graham). Frisch aus der Jugendhaft entlassen,  kehrt Maria in ihr Viertel, die gefährliche Bronx, zurück – mit ein paar Bewährungsauflagen und der innigen Hoffnung, ihr Leben noch einmal neu beginnen zu können. Im Gepäck hat sie außerdem ihr unglaubliches Streetdance-Talent und den unbeirrbaren Willen zu zeigen, was in ihr steckt. Welcher Ort könnte dafür besser geeignet sein als genau das Freizeitcenter, in dem sie sich früher so lebendig gefühlt und unter der Anleitung von Honey Daniels ihre Leidenschaft fürs Tanzen entdeckt hat? Der Weg in ihr neues Leben bedeutet aber auch, dass sie unter der Vormundschaft von Honeys Mutter Connie Daniels (Lonette McKee) wohnen und sich mit zwei Jobs über Wasser halten muss. Doch als sie – was selten genug ist – abends ausgeht, gibt ihr das die Chance, endlich wieder mal loszulassen und sich mit einer fast vergessenen Freude und Energie ganz dem Rhythmus und Tanz hinzugeben.


Filmkritik | Honey 2 - Lass keinen Move aus

Wer erinnert sich nicht an den vor allem in der Tanz- und Teenieszene gefeierten Streifen „Honey“, der zwar storytechnisch wenig anspruchsvoll war, aber dennoch das gewisse Etwas vorweisen konnte: Sei es auch nur Hauptdarstellerin Jessica Alba. An diesen Erfolg versucht Regisseur Bille Woodruff nun mit dem zweiten Teil „Honey 2“ anzuknüpfen – leider nur mit mäßigem Erfolg.

In die Hauptrolle schlüpft dieses Mal die schöne Katerina Graham (bekannt aus der TV-Serie „Vampire Diaries“) – ansonsten wirkt „Honey 2“ weniger wie eine Fortsetzung des Erfolgfilms, sondern eher wie eine sehr schwache Neuauflage. Die Hintergründe von Tanzass Maria (gespielt von Graham) sind zwar bei Weitem drastischer als die von Honey (Alba im ersten Teil), aber nicht wirklich tragischer. Denn wo Alba mit nachvollziehbaren und wenigstens teilweise kniffligen Vorurteilen, ihrer Vergangenheit und ihrem gesellschaftlichen Stand zu kämpfen hatte, hat Graham eher eine allzu filmtypische Problemvergangenheit zu bewältigen. Und natürlich tut sie auch dieses mittelst dem Tanz, der in „Honey 2“ einen noch größeren Schwerpunkt einnimmt, als er es im ersten Teil bereits getan hat. Somit wirkt die eh schon sehr dünn geformte Story noch schwächer, als sie es eigentlich ist. Dazu bei tragen eine ganze Handvoll farbloser Darsteller, die trübe und wenig ausgereifte Charaktere spielen, die man bereits vergessen hat, wenn sie die Szenerie wieder verlassen.

Allerdings ist „Honey 2“ prall gefüllt mit guter Musik, erstklassigen Tänzern, hochgradigem Sexappeal und mitreißend schnellen und fiebrigen Kameraführungen. Man ertappt sich nicht selten dabei, wie man auf dem Kinositz mitzappelt und im Sitzen mittanzen möchte. Trotzdem ändert das nichts daran, dass der Film an sich von so schwacher Sorte ist, dass er nicht einmal ansatzweise versucht zu überzeugen. Es wurde viel zu viel Wert und Gewicht auf die ausgeklügelten Tanzszenen gelegt, sodass man sich eigentlich übergreifend fragt, ob man gerade einer auf Kinoleinwand gebannten Casting-Show beiwohnt oder doch einem Kinofilm. Die Einzige, die wirklich überzeugt ist Graham. Allerdings ist ihre Rolle von so oberflächlicher und durchschaubarer Natur, dass das kein großes Kunststück darstellt und nur sehr wenig zu begeistern vermag.

Leider ist die Fortsetzung des genremäßig eh schon sehr spezifischen ersten Teils nicht mehr nur dünn, sondern durchsichtig – sodass wahrscheinlich sogar große Musik- und Musikfilmfans sich nicht durch und durch begeistern lassen werden. Fans des ersten Teils werden sich über die Cameos vieler Darsteller aus dem ersten Teil freuen – ob das aber für einen hochgradigen Filmgenuss reicht, bleibt fraglich. Wahrscheinlich bleibt man lieber beim Altbewährten und schaut sich „Honey“ an, denn der versuchte wenigstens ab und an ernsthaft zu unterhalten.


Filmkritik von Gastautor

Sag es weiter



Bilder / Fotos

Honey 2 - Lass keinen Move aus

© Universal Pictures International

Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 62 + 70 - 14 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.



Trailer abspielen
Trailer zu Honey 2 - Lass keinen Move aus abspielen

Steckbrief
Regie
Bille Woodruff

Darsteller
Brittany Perry-Russell, Christopher Martinez, Gerry Bednob, Katerina Graham, Lonette Mckee, Melissa Molinaro, Randy Wayne, Seychelle Gabriel, Tyler Nelson

Genre
Drama, Komödie, Tanzfilm

Tags
Musik
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA




Benutzername

Passwort

Anzeige