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Hinter Kaifeck| Kritik 7/10

Kinostart
12.03.2009



Handlung

Fotograf Marc (Benno Fürmann) und sein Sohn Tyll (Henry Stange) machen in einem kleinen, bayrischen Dorf einen Abstecher und stoßen dabei auf verborgene Spuren eines uralten, mysteriösen Verbrechens. Seid ihrer Ankunft quälen Marc jede Nacht schrecklich Albträume über diesen verlassenen Hof im Wald. Doch niemand im Dorf scheint etwas über diesen Ort zu wissen, oder versucht dem Thema aus dem Weg zu gehen. Es scheint, als wenn die Dorfgemeinschaft ein dunkles Geheimnis im Verborgenen behalten will und je intensiver Marc in der Vergangenheit des Dorfes gräbt, desto gefährlicher wird es für ihn und seinem Sohn. Bei seinen Recherchen stößt Marc auf die junge Dorfbewohnerin Juliana (Alexandra Maria Lara), die als einzige sich ihm anschließt. Schon bald entdecken die beiden einen Zusammenhang zwischen Marcs Albträumen und dem dunklen Geheimnis dieses Dorfes.


Filmkritik | Hinter Kaifeck

Der geneigte Kinofreund ist ja etwas skeptisch, wenn es darum geht wahre Begebenheiten möglichst kinogetreu auf die Leinwand zu bringen, ohne die dort dargestellten Ereignisse und Situationen stark zu verfälschen. Wer sich vor dem Kinobesuch von "Hinter Kaifeck" einmal mit dem historischen Tatablauf, den Ermittlungen sowie dem ganzen Geheimnis um die mysteriöse Tat beschäftigt hat, wird deshalb auch enttäuscht sein, mit welch geringer Seriösität diesem Verbrechen hier Respekt gezollt wird. Vielmehr schien es der Regisseurin Esther Gronenborn darum zu gehen, einen möglichst effektvollen und auch durchaus spannenden Kriminalfilm auf die Leinwand zu zaubern, der nur in ein reales Szenario längst vergangener Zeiten eingebunden werden sollte.

Und abgesehen von dem mühsamen Versuch, eine der wohl spektakulärsten Kriminaltaten in Deutschland als Motiv für die eigene Erzählung zu nehmen und dabei leider an manchen Stellen zu scheitern, ist "Hinter Kaifeck" ein durchaus sehenswerter, für deutsche Verhältnisse sogar sehr gut gemachter Kriminalthriller. Die trotz ihrer ernsten Rolle auch dieses Mal wieder bezaubernde Alexandra Maria Lara und - im Grunde als Gegenstück - der wie sonst auch hartgesotten wirkende Benno Fürmann sorgen mit der Umsetzung ihrer beiden Hauptrollen für eine Vielzahl von spannenden und dramatischen Momenten. In wenigen Momenten hat man als Kinozuschauer zwar den Eindruck, im dargestellten Szenario des Reisenden, der in einem geheimnisvollen Gasthof absteigt und ihr Schritt für Schritt dem Grauen des Ortes näher gebracht wird, irgendwo zwischen "Psycho" und "Texas Chainsaw Masacre" zu landen. Doch Gronenborn bekommt immer wieder die Kurve, setzt immer wieder neue Impulse und vor allem das äußerst spannende Ende perfekt in Szene. Die wahren Begebenheiten des Ortes Hinterkaifeck hätte die Regisseurin von "Hinter Kaifeck" also gerne als Inspiration nehmen können, um so eine gänzlich fiktive Story zu entwickeln, die - wie der Film zeigt - handwerklich perfekt präsentiert wird. Lediglich der mühsam hergestellte, reale Bezug schmerzt hier und da.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Hinter Kaifeck

© Kinowelt Filmverleih GmbH

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Steckbrief
Regie
Esther Gronenborn

Darsteller
Alexandra Maria Lara, Benno Fürmann, Erni Mangold, Henry Stange, Manfred Moeck, Michael Gwisdek, Monika Hansen, Waldemar Kobus

Genre
Mystery, Thriller
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
Deutschland

Alternativ- bzw. Originaltitel
Kaifeck Murder




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