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Hilde| Kritik 9/10

Kinostart
12.03.2009



Handlung

"Hilde", der neue Film mit Heike Makatsch über das deutsche Fräulein-Wunder Hildegard Knef kommt in die Kinos und beansprucht eine neue Sichtweise auf die wandlungsfähige Film-Ikone der 50er-Jahre. Der Film verwendet als Ausgangspunkt das Konzert von Knef in der Berliner Philharmonie, bei dem sie wieder zu einer Stadt zurückkam, in der sie gefeiert und verlästert worden war.

Rückblenden unterbrechen den Ablauf der Ereignisse und so ist der Zuschauer bald im Jahre 1943, als die 17-jährige Hildegard Knef (Heike Makatsch) sich um einen Job in den Babelsberger Studios bemüht. Durch ein Schreiben des Propaganda-Ministers Joseph Goebbels kommt Knef voran und verliebt sich in das Film-Reich des Top-Managers Ewald von Demandowsky (Anian Zollner). Nach dem Krieg wird aber dann der Filmproduzent Erich Pommer (gewohnt souverän gespielt von Hanns Zischler) ihr väterlicher Freund. Frau Knef macht schnell Karriere mit dem Film "Mörder sind unter uns" und wird auch die Protagonisten des Riesenskandals über ihren nackten Busen im Film "Die Sünderin".


Filmkritik | Hilde

"Hilde" ist die Version der Schauspielerin Heike Makatsch, die Frau Knef nicht nur wahnsinnig ähnlich sieht, sondern auch sämtliche Musikstücke von Knef selbst überzeugend singen kann. In der Rolle ihres Lebens wird die Schauspielerin Heike Makatsch selbst zu einem Star, der in quasi müheloser Weise uns Hildegard Knef näher bringt. Es gelingt Heike Makatsch den berühmten Moment richtig zu zitieren und sie gibt uns ein Gefühl der Möglichkeit, einen neuen Weg zur Hilde zu finden. Heike macht die Ambivalenzen deutlich, die zwischen der Vor- und der Nachkriegsgeschichte Deutschlands liegen und wie sehr die Kino-Kultur der 50er-Jahre noch vom Nazi-Flair der Babelsberger Studios geprägt war.

Heike Makatsch gelingt auch eine überzeugende Angleichung an die Knef gemäße Whisky- und Zigaretten Stimme. Der Film zeigt deutlich, wie die Karriere von Hildegard Knef durch Up-and-Downs geprägt war, vor allem wenn man nachvollziehen kann, wie sie mit einigen Männern ihr unbestrittenes Talent entwickelt hat. Dazu gehört der US-Leutnant Kurt Hirsch (gespielt von Trystan Wyn Puetter), den sie heiratet und der sie nach Hollywood mitnimmt, wo der berühmte David O. Selznick ihr einen Vertrag anbietet. Doch Schauspieler David Cameron (gespielt von Dan Stevens) bringt sie zurück nach Europa, wo sie schließlich eine literarische Karriere beginnt.

Was fehlt ist eine ganz reale Demonstration von Frau Knef bei der Arbeit. Der Film verbleibt allzu leicht bei den Höhe- und Wendepunkten ihrer Karriere und zeigt nicht auf, wie viel an Mühsalen der Ebene bei einer solchen Entwicklung zu leisten ist. Trotzdem kann man (auch wegen der Leistung der Heike Makatsch) dem Film eine sehr gute Bewertung geben.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Hilde

© Warner Bros. Pictures Germany

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News

10.03.2009
In Form einer Filmkritik berichtet SPIEGEL online über den Kinofilm "Hilde".
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Steckbrief
Regie
Kai Wessel

Darsteller
Anian Zollner, Dan Stevens, Hanns Zischler, Harry Prinz, Heike Makatsch, Hildegard Knef, Johanna Gastdorf, Monica Bleibtreu, Roger Cicero, Trystan Pütter, Trystan Wyn Puetter

Genre
Biografie, Deutscher Film, Drama
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Herstellungsland
Deutschland




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