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Helen| Kritik 7/10

Kinostart
26.11.2009



Handlung

Helen (Ashley Judd) ist eine Frau Ende dreißig, die mit ihrem Ehemann, ihrer pubertierenden Tochter und dank hoher beruflicher Anerkennung als Dozentin an einer Universität, eigentlich auf einer glücklichen und sicheren Seite des Lebens stehen sollte. Doch immer stärker wird Helen von einer Krankheit eingenommen, die sie zunehmend von ihrer Familie, ihren Beruf, ihren Freunde und vom allgemeinen Leben distanziert - die Depression. In ihrem traurigen und unmotivierten Alltag findet die emotionslose Frau lediglich in einer Studentin namens Mathilda (Lauren Lee Smith) eine liebevolle Ansprechpartnerin, welche selbst an Depressionen litt und die Krankheit erfolgreich überwinden konnte. Zusammen versuchen sie Helens schweres Leiden zu bekämpfen.


Filmkritik | Helen

Wer sich "Helen" im Kino anschaut und dabei vorher noch nie mit Depressionen bei sich selbst oder im Freundes- und Bekanntenkreis in Kontakt gekommen ist, wird nur schwierig einen Zugang zum Film finden können. Gerade dies könnte man jedoch als Stärke der Regisseurin Sandra Nettelbeck auslegen, die mit "Helen" einen Film geschaffen hat, der sich fernab von üblichen Klischees bewegt, die man mit einer Depression verbinden kann.

Das Krankheitsbild herrscht von Anfang an über die Hauptperson, die von Ashley Judd mehr als glaubhaft verkörpert wird, und auch wenn im Laufe des Plots ein Spannungsbogen durch die zunehmende Schwere der Krankheit entsteht, ist dem Film ein unnötig starker Spannungsbogen abzusprechen. Genau so, wie Helen ihre Umwelt zunehmend erleben dürfte, nämlich desinteressiert und kalt, begleitet man auch als Zuschauer die Protagonistin in ihrer Schwäche und später in ihrem verzweifelten Kampf um Ehe und Familie. Für einen Film, der ein psychologisches Thema behandelt, bleibt "Helen" dabei überraschend stark an der Oberfläche, so dass man Judd eher als äußerer Beobachter durch ihr Leben begleitet, als ernsthaft an dem teilhaben kann, was sich in manchen Szenen in ihr abspielt. Dies mag so von der Regisseurin gewollt sein, nimmt dem Film aber an manchen Stellen doch den gewünschten Tiefgang.

Trotz des stark psychologisierten Themas ist der Film eher als Liebestragödie zu sehen, da Nettelbeck immer wieder den Fokus auf die Beziehung zwischen Helen und ihrem Mann David (Goran Visnjic) legt, um die Auswirkungen der Krankheit unmittelbar auf eine Partnerschaft zu zeigen. Die Mischung zwischen Liebe und Abhängigkeit auf der einen Seite und dem ständigen Willen Helens, sich mit ihrer Krankheit von allen Menschen zu distanzieren, ist der eigentliche Spannungsbogen dieses Filmes, den die Regisseurin gut umsetzt und so die Dauer des Spielfilms trotz eines eher ruhigen Plots immer wieder spannend hält. Eine gute Umsetzung des Themas Depression ohne Klischees, aber manchmal leider auch ohne den gewünschten Tiefgang.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Helen

© Warner Bros. Pictures Germany

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Steckbrief
Regie
Sandra Nettelbeck

Darsteller
Alberta Watson, Alexia Fast, Ali Liebert, Ashley Judd, David Hewlett, David Nykl, Goran Visnjic, Lauren Lee Smith

Genre
Drama

Tags
Depression, Familie
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA, Großbritannien, Deutschland, Kanada




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