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Harry Potter und die Kammer des Schreckens| Kritik

Kinostart
2002



Handlung

Die Sommerferien bei den Dursleys entwickeln sich für Harry (Daniel Radcliffe) mal wieder zur Katastrophe. Zum ungünstigsten Zeitpunkt, den man sich nur vorstellen kann, bekommt er ungebetenen Besuch von Dobby, dem Hauselfen, der ihn anfleht, nicht nach Hogwarts zurückzukehren, weil dort alsbald schreckliche Dinge geschehen werden. Zum Glück eilen Ron (Rupert Grint) und seine Brüder Harry zu Hilfe, so dass er noch ein paar Tage mit seinen Freunden verbringen kann, bevor das Schuljahr wieder anfängt. Nach Hogwarts zu kommen gestaltet sich in diesem Jahr jedoch schwieriger als erwartet, und die beiden Freunde schrammen so gerade eben an einem Rausschmiss vorbei, sehr zum Leidwesen von Professor Snape (Alan Rickman), der nur zu gern ein Exempel statuiert hätte.

Ein Unglück kommt bekanntlich selten allein, und bald passieren merkwürdige Dinge im Schloss. Alles fängt damit an, dass Mrs. Norris, die Katze des Hausmeisters Filch, versteinert von der Decke hängt, daneben hat jemand mit Blut an die Wand geschmiert: "Die Kammer des Schreckens ist geöffnet worden." Und das ist erst der Anfang...


Filmkritik | Harry Potter und die Kammer des Schreckens

Die Verfilmung des zweiten Harry Potter-Buches sollte die Erwartungen all jener, denen der erste Teil gefallen hat, genauso erfüllen. Das Skript hält sich in allen wesentlichen Teilen ans Buch, auch wenn natürlich nicht sämtliche Dialoge Wort für Wort im Film auftauchen und ein paar Konzessionen gemacht werden müssen. Ein Buch lässt sich nun einmal nicht 1:1 auf die Leinwand übertragen, obwohl Columbus auch schon vorgeworfen wurde, seine beiden Potter-Verfilmungen seien "blutleer", weil sie sich allzu sklavisch an die Vorlage hielten. Die Optik ist diesmal sogar besser geraten als bei Teil 1, was vor allem bei dem (unvermeidlichen) Quidditchspiel auffällt, das um einiges "echter" wirkt als beim letzten Mal. Die "Stammbesetzung" ist im Großen und Ganzen dieselbe wie bei Harry Potter und der Stein der Weisen, es gibt jedoch genau wie im Buch ein paar neue Gesichter, denen wir zum ersten und unter Umständen auch zum letzten Mal begegnen.

Wer die Bücher gelesen hat weiß, dass ein gewisser "Verschleiß" an Lehrern für die Verteidigung gegen die Dunklen Künste besteht – Quirrels Nachfolger, Professor Lockhart, wird von Kenneth Branagh verkörpert, dem es ganz offensichtlich nicht schwer fällt, statt in die Rolle des Hamlet in die des in sich selbst verliebten, von seiner eigenen Großartigkeit nur allzu überzeugten Lehrers zu schlüpfen, der die ansonsten etwas düstere Atmosphäre des Films mit seinen Eigentoren etwas auflockert und (normalerweise) unfreiwillig für Heiterkeitsausbrüche bei den Zuschauern sorgt. Wer geduldig genug ist, kann ganz zum Schluss des Abspanns noch einen letzten Blick auf ihn werfen – der allerdings kein besonders schmeichelhaftes Licht auf ihn wirft.

Alles in allem hat mir auch dieser zweite Teil ausnehmend gut gefallen, mit allen Abstrichen, die ich vielleicht trotzdem dabei mache. Nicht einmal die ziemlich unerträgliche deutsche Synchronisation hat mir ernsthaft den Spaß verderben können, nachdem ich den Film zunächst zweimal im Original gesehen hatte. Wer die Gelegenheit dazu hat, sollte die Atmosphäre der Originalstimmen und –dialoge auf sich wirken lassen – die Stimme ist eines der wichtigsten Ausdrucksmittel eines Schauspielers, und wer Alan Rickman als Severus Snape noch nicht im Original gehört hat, der hat meiner Meinung nach ganz eindeutig etwas verpasst.


Filmkritik von Monika Hübner

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Filmfacts
Herstellungsland
USA, Großbritannien, Deutschland

Alternativ- bzw. Originaltitel
Harry Potter and the Chamber of Secrets

Budget
100 Mio. US-Dollar

Einspielergebnis
878 Mio. US-Dollar (weltweit)

Filmreihe


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