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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2| Kritik 9/10

Kinostart
14.07.2011



Handlung

Im epischen Finale weitet sich der Kampf Gut gegen Böse in der Welt der Zauberer zu einem regelrechten Krieg aus. Niemals stand derart viel auf dem Spiel – niemand ist mehr sicher. Die entscheidende Auseinandersetzung mit Lord Voldemort scheint unausweichlich, und es sieht fast so aus, als ob Harry Potter sich opfern muss.


Filmkritik | Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2

Ein Buch, zwei Filme und eine monatelange Kluft, die zwischen ihnen lag. Part 1 des Finales musste einige Kritik einstecken, die größtenteils aus dem Umstand entsprang, dass der Film fast nur aus Exposition für den großen Showdown bestand. Kritik, für die der Film im Grunde nichts konnte. Um begangenes Unrecht vielleicht zu relativieren, soll es diese Kritik den beiden gesplitteten Filmteilen gleich tun und aus zwei Kritikhälften ein Ganzes bilden. Die Kritik zu „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1“ lässt sich hier nachlesen.

Nach den dramatischen Ereignissen im erzwungenen Showdown von Part 1 gilt es sich nun die Wunden zu lecken. Aber nicht länger als nötig, schließlich warten die Buchkenner sehnsüchtigst auf einen gewissen Einbruch und alle Nichtkenner harren ohnehin gespannt der Dinge, die nun kommen werden. Regisseur David Yates liebte es seit jeher im Fundus der vergangenen Harry Potter-Filme zu kramen und mit Hilfe von Flashbacks die kindlichen Figuren von damals ihren gereiften Alter Egos aus der Gegenwart gegenüberzustellen, was die schauspielerische Entwicklung aller Beteiligten umso mehr betont. Yates ist sich der gereiften Qualität seiner Darsteller bewusst und verlangt nun seinen Schauspielern nicht weniger ab als J.K. Rowlings ihren Figuren.

[Auszug aus der Rezension von Part 1] „Der Score von Alexandre Desplat erzeugt einen sehr dichten Klangteppich, aber klingt zu keiner Zeit nach einem echten Harry Potter-Soundtrack. „Der Goldene Kompass“, „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ oder „Der bunte Schleier“, Desplats Harry Potter-Partitur erinnert an vieles, aber die originalen Themen von John Williams müssen mit der Lupe gesucht werden.“

Vielleicht nahm sich Desplat dies zu Herzen, vielleicht war sich Yates dessen bewusst oder vielleicht war es auch Absicht. Wie auch immer, sämtliche Kritikpunkte die Filmmusik betreffend, wurden nun hinweggewischt. Zum ersten Mal seit Jahren erklingt wieder das originale Harry Potter-Thema in seinem ursprünglichen Arrangement wie es John Williams vor genau zehn Jahren komponierte und somit schließt sich der Kreis nicht nur musikalisch, sondern auch an allen anderen Fronten, was den Zuschauer nur umso wehmütiger werden lässt.

[Auszug aus der Rezension von Part 1] „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1“ wird durch seine Beschneidung in zwei Teile daran gehindert, ein hervorragender Film zu sein. Seine Spannungskurve kennt nach dem vielversprechenden Anfang nur eine Richtung: nach unten. Was bleibt ist ein unvollständiges, beschnittenes Werk [...] Losgelöst und für sich betrachtet, muss der Film enorme Abzüge hinnehmen. Es hätte eine dreieinhalbstündige Achterbahnfahrt werden können. Intensiv, zermürbend und überwältigend. Dem Finale eines Harry Potters würdig.“

Es hat einige Zeit gedauert, doch mit Part 2 wird die ernüchternde Kritik von damals zur begeisterten Gewissheit von heute: Intensiv, zermürbend und überwältigend. Wo Part 1 noch vorlagenbedingten Stillstand enthielt, werden nun sämtliche dramaturgischen Register gezogen und lässt dem Zuschauer nicht zu Atem kommen. Diejenigen, die sich bis heute den Büchern verweigerten, erwartet eine doppelte emotionale Tour de Force. Die Buchkenner können sich diesem wehmütigen und tränenreichen Abschied ohnehin nicht entziehen. Alle alten Bekannten bekommen nochmals einen Auftritt spendiert, allen voran das gute, alte Hogwarts. „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Part 2“ ist nicht frei von Kritik, doch diese resultiert größtenteils aus J.K. Rowlings Vorlage, deren inhaltlichen Schwächen bebildert nun vollends zu Tage treten. Dessen ungeachtet werden sich nur wenige dem Tränen- und Gänsehautpotential dieses Finales entziehen können. Es ist eine außergewöhnliche Filmreihe, auf die wir nun zurückblicken können und viel zu selten passiert ein solcher Rückblick mit solch einer Befriedigung wie beim ehemaligen Zauberlehrling. Harry, wir werden dich und deine Freunde vermissen!


Filmkritik von Orlindo Frick

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Bilder / Fotos

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2

© Warner Bros. Pictures

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