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Happy New Year| Kritik 5/10

Kinostart
08.12.2011



Handlung

In „Happy New Year“ geht es um die berauschendste Nacht des Jahres – um Liebe, Hoffnung, Vergebung, zweite Chancen und Neuanfänge in miteinander verwobenden Geschichten über Paare und Singles vor dem  Panorama der pulsierenden Metropole New York City.


Filmkritik | Happy New Year

Wenn ein Rezept für einen Film erfolgreich war, wird es in vielen Fällen binnen kurzer Zeit noch einmal wiederholt. So ist es beispielsweise auch im Fall von "Valentinstag", mit dem 2010 dem Regisseur von "Pretty Woman", Garry Marshall , ein überraschender Erfolg an den Kinokassen gelungen war. Zusammen mit Drehbuchautorin Katherine Fugate konstruierte er somit eine neue Geschichte, in der möglichst viele kleine Episoden zu einer großen Geschichte zusammengefügt wurden. Silvester als Ereignis wirkt dabei deutlich glaubwürdiger und liefert dem Film immerhin so etwas wie einen roten Faden. Die einzelnen Episoden sind abwechslungsreicher und versprühen mehr Leben als in "Valentinstag". Das bedeutet allerdings noch lange nicht, dass man es bei "Happy New Year" mit einem gelungenen Streifen zu tun hat.

Die Idee mit dem Episodenfilm ist nicht mehr wirklich neu. Gerade deswegen hätte man in vielen Szenen einfach mehr aus der Grundidee holen müssen. Stattdessen schwankt Marshall zu schnell zwischen Komödie, Romanze und Drama hin und her, ohne dem Ganze ein wenig Substanz verleihen zu können. Sein Aufgebot an Stars aus Hollywood kann dabei kaum noch etwas retten. Als Beispiel dient hier allen voran Robert De Niro. Normalerweise würde der erfahrene Haudegen jeden seiner Kollegen an die Wand spielen. In der Rolle des todkranken Sam wird seine Geschichte aber nur so kurz in Szene gesetzt, dass wirkliches Mitgefühl mit seinem Schicksal kaum aufkommen kann. Eingefasst in teils komödiantische Einlagen wirkt seine Szene auch leicht deplatziert. Das ist bitter, denn hier wäre deutlich mehr Potenzial vorhanden gewesen. Andere Episoden sind dagegen deutlich übertrieben und wirken aus diesem Grund beinahe schon peinlich. Das Duell um die erste Geburt in einem anderen Flügel des Krankenhauses beispielsweise krankt an seinem überspitzten Klamauk und Dialogen ohne Niveau. Dass Til Schweiger dankbar die kleine Rolle in Hollywood angenommen hat, mag noch nachvollziehbar sein. Warum sich aber auch "Desperate Housewives"-Beauty Eva Longoria dazu hat hinreißen lassen, ist ein Rätsel.

Offenbar war Marshall der Meinung, dass "Happy New Year" mit einem noch größeren Aufgebot an Stars und Sternchen aus Hollywood als bei "Valentinstag" schon irgendwie funktionieren wird. Und es gibt tatsächlich einige wenige Momente, in denen der Film überzeugt. Wenn High School Musical-Star Zac Efron mit Michelle Pfeiffer als Fahrradkurier und graue Vorzimmerdame spielen und er dabei hilft ihre lange gehegten Wünsche wahr werden zu lassen, blitzen ein paar Funken Genialität auf. In diesen Momenten kann Marshall das Publikum auch fesseln und vermittelt Emotionen. Allzu oft bleibt der Streifen aber hinter den Erwartungen zurück und wirkt viel oft vorhersehbar.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Happy New Year

© Warner Bros. Pictures

Kommentare


ottokar
12.12.2011, 14:09:16
Happy New Year
Mit diesem Kitsch-as-Kitsch-Can-Movie ins neue Jahr starten, ist mehr als nur ein schlechtes Omen für die kommenden Filme im Jahr 2012. Dass sich so viele mehr oder weniger gute SchauspielerInnen
für dieses Machwerk opferten, ist ein weiteres Hollywood-Defizit, das zum Nachdenken Anlass gibt. Bleibt vielleicht der Trost: In spätestens 20 Jahren gehört der klassische Kinofilm der Vergangenheit an.

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