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Happy-Go-Lucky| Kritik

Kinostart
03.07.2008



Handlung

Poppy (Sally Hawkins) arbeitet als Grundschullehrerin. Und man mag meinen, das es keinen besseren Beruf für sie geben könne, denn durch ihre unbändige Lebenslust begeistert die 30 jährige ihre Umwelt und kümmert sich aufopferungsvoll um die Nöte der Kleinen, deren Probleme sie mit einem Lachen bekämpft. Energiegeladen und immer an das Gute glaubend, mag man sie mit einer herangewachsenen Pipi Langstrumpf vergleichen. Regisseur Mike Leigh zelebriert seine wunderbare Darstellerin durch den mühevollen Alltag, welcher jedoch vieles Buntes in sich birgt. In der Discothek beim munteren Lästern mit ihren Freundinnen und auch in der Fahrschule, welche ihr einen aufdringlichen und leicht paranoiden Fahrlehrer (Eddie Marsan) beschert, der sich zu aller Tragik auch noch in Poppy verliebt. Zum guten Schluss findet sie dann auch noch die Liebe ihres Lebens. Die Welt ist schön solange man daran glaubt.


Filmkritik | Happy-Go-Lucky

Happy-Go-Lucky ist einer der schönsten Filme dieses Sommers. In seiner Wirkung mag man ihn zurecht mit einer Batterie vergleichen, die die eigene vom Alltag geschundene Seele wieder aufbaut und sensibler macht für den Umgang mit der eigenen Umwelt. 118 nie langweilige Minuten als Wellness für die Sinne.
Sally Hawkins spielt nicht nur die Rolle der Poppy. Man hat den Eindruck, sie wäre es tatsächlich und der Spielfilm eine Dokumentation. In jeder Facette ihrer Mimik und Gestik weiß sie mitzureißen.
Im wesentlichen hat dieser Film keine Handlung. Er besteht aus vielen kleinen Szenen und verbindet lediglich diese gelebten Momente zu einem Gerüst. Der rote Faden jedoch ist in jeder Minute klar erkennbar. Glaub an dich. Glaub an das Leben und an all das Positive was sich selbst im Dunkel verbirgt. Dieser Film in Pillenform wäre die Heilung für jeden Depressiven. Happy-Go-Lucky braucht keine Handlung. Er trägt seine Message in den Gesichtern der Darsteller. Und genau das unterscheidet ihn von zig anderen Filmen, deren Botschaft teils mühsam in endlosen Filmminuten erklärt werden muss.

Regisseur Mike Leigh gilt wohl gemeinhin als bekanntester Vertreter der britischen Filmindustrie. In seinen zahlreichen Filmen nahm er sich ein ums andere Mal den sozialen Misständen an, welche grad in England reichhaltig vertreten sind. Dieses aber stets mit einem trockenen, englischen Humor, der in Kombination mit der sozialen Thematik, jedwedes Lachen im Munde gefrieren lässt.

Es ist mehr als eine kleine Überraschung, das grade dieser Mike Leigh einen derart positiven Film auf die Leinwand zaubert. Man sollte ihm dafür danken.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Happy-Go-Lucky

© Tobis Film

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News

06.07.2008
Auf SPIEGEL online gibt es einen Artikel über Mike Leigh neue Sommerkomödie "Happy-Go-Lucky".
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Trailer zu Happy-Go-Lucky abspielen

Steckbrief
Regie
Mike Leigh

Darsteller
Alexis Zegerman, Andrea Riseborough, Caroline Martin, Kate O Flynn, Sally Hawkins, Samuel Roukin, Sarah Niles, Sinead Matthews

Genre
Drama, Komödie

Tags
England, Glueck
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Herstellungsland
Großbritannien




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