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Happy Feet 2| Kritik 8/10

Kinostart
01.12.2011



Handlung

Mumble, der Meister des Stepptanzes, hat ein Problem: Sein winziger Sohn Erik leidet unter Choreophobie. Weil er nicht tanzen will, reißt er aus und begegnet Sven dem Großen – einem Pinguin, der fliegen kann! Mit diesem neuen charismatischen Vorbild kann Mumble natürlich nicht konkurrieren. Doch es kommt noch schlimmer, als die Welt durch ungeahnte Kräfte aus den Angeln gehoben wird.


Filmkritik | Happy Feet 2

Bereits 2006 konnte der australische Regisseur George Miller mit dem Animationsfilm auf ganzer Linie überzeugen. Hinter dem auf den ersten Blick niedlichen Film für Kinder versteckte sich ein grandioses Musical mit dramatischen Szenen und einer ernsten Message, bei der aber auch der Humor nicht zu kurz kam. Von daher durfte man gespannt sein, wie er das Sequel umsetzen würde. Rein von der Story her wagt man dabei nur wenige Experimente und bringt natürlich das Tanzen erneut als zentrales Element des Films in den Mittelpunkt. Doch auch diesmal wird wieder Wert auf eine Moral gelegt, die auch die kleinen Zuschauer verstehen. Man macht es dabei allerdings nicht wie Disney, indem man mit erhobenem Zeigefinger den Zuschauer mahnt.

Stattdessen verpackt man alles in teils sehr hintergründige Dialoge, die in erster Linie an die erwachsenen Zuschauer gerichtet sind. Das gilt auch für einige Anspielungen und ironische Bemerkungen, die allerdings immer gut sitzen und das besondere Flair des Streifens ausmachen. Natürlich ist es dabei so, dass man auch in gewisser Weise Zugeständnisse an die jungen Kinobesucher machen musste. So ist die Geschichte zwar für die Kleinen spannend, Erwachsene ahnen aber natürlich schon, dass jede noch so bedrohliche Situation am Ende eben doch gemeistert wird. Und dennoch ist "Happy Feet 2" nicht direkt mit seinen Genrekollegen vergleichbar. Wenn beispielsweise ein Seelöwe mit gefletschten Zähnen einen Pinguin durch das Wasser jagt, dann kommt wirkliche Bedrohung auf. Wo andere Filme hier immer wieder Witze und Slapstickeinlagen einbauen, bleibt "Happy Feet 2" realistisch und zeigt die Gefahr, wie sie wirklich ist.

Auch in Sachen Technik kann sich der Film sehen lassen. In erster Linie sind dabei die Animationen zu nennen, die extrem authentisch wirken. Die Pinguine werden auf der Leinwand quasi zum Leben erweckt und sehen noch einmal ein Stück besser, als das im ohnehin schon starken Vorgänger der Fall war. In "Happy Feet 2" gibt es zudem zwei Charaktere, die in ihren Szenen alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen und auch nach dem Ende der Credits noch lange im Gedächtnis bleiben. Die beiden Krills mit den passenden Namen Bill und Will. Ihre tiefsinnigen Dialoge über Verantwortung und individualistische Lebensweisen sind ein absolutes Highlight und blitzen nur so vor Tiefsinn. Hinzu kommt, dass die Optik der teils transparenten, teils fluoreszierenden Wesen absolut gelungen ist. Tolle 3D-Effekte, die nicht nur ihrer selbst wegen existieren, sondern den Film bereichern, runden "Happy Feet 2" ab.

"Happy Feet 2" ist ein würdiges Sequel mit toller Musik, starken Choreographien und sensationeller Technik, das Jung und Alt begeistern dürfte.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Happy Feet 2

© Warner Bros. Pictures

Kommentare


Yvonne
21.12.2011, 18:34:46
Grottenschlecht der Film.Ich war mit 5 Kids drin und keiner von denen hat verstanden worum es wirklich ging! Die Musik ist klasse aber sonst ...daumenrunter!
Alex
03.12.2011, 23:56:37
Happy Feet 2 ist auf jeden Fall ein sehr schöner film für jung und alt. die erwachsenen können sich zum teil mit mumble selbst indentifizieren, die vater-sohn beziehung dürfte vielen Vätern bekannt sein, und die kleinen kinobesucher freuen sich über die tanzenden, süßen pinguine. Optisch eine Sensation, wenn CGI effekte mit den real gedrehten menschenszenen praktisch verschmelzen.
Jedoch leidet der film sehr unter der Synchronisation. Durch das übersetzen der Lieder klingen diese nicht mehr ansprechend, und die dialoge sind zum Teil fehlerhaft übersetzt, sodass viel des Humors einfach verloren geht. Wer den film in vollem umfang genießen möchte, sollte ihn sich in OV anschauen, auch wenn dies mit kindern kaum möglich ist.
Will und bill sind, obwohl eigentlich nur als Nebenstory gedacht, die eigentlichen Helden des films, die durch den Individualisuss, der sehr viele zuschauer zum schmunzeln bringen dürfte, auch beweisen, das selbst die kleinsten dinge großes bewirken können.

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Steckbrief
Regie
George Miller

Genre
Animation, Komödie, Musikfilm

Tags
CGI, Pinguine
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Herstellungsland
Australien




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