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Hangover| Kritik 8/10

Kinostart
23.07.2009



Handlung

Zwei Tage vor seiner Hochzeit fährt Doug (Justin Bartha) mit seinen Freunden Phil und Stu (Bradley Cooper und Ed Helms) und seinem zukünftigen Schwager Alan (Zach Galifianakis) nach Las Vegas, um richtig einen draufzumachen: Diese Junggesellenparty wollen sie ihr Leben lang nicht vergessen. Doch als die drei Trauzeugen am nächsten Morgen mit dröhnenden Schädeln aufwachen, erinnern sie sich an nichts mehr. Ihre Luxussuite ist ein Trümmerfeld und der Bräutigam spurlos verschwunden. Weil die drei einen totalen Filmriss haben und die Zeit knapp wird, versuchen sie die fatalen Ereignisse der vergangenen Nacht zu rekonstruieren. Irgendetwas ist fürchterlich schief gelaufen. Jedenfalls muss Doug schleunigst zurück nach L.A., wenn der Hochzeitstermin nicht platzen soll. Doch mit jedem Puzzleteil, das sie finden, wird deutlicher, wie tief sie wirklich im Schlamassel stecken.


Filmkritik | Hangover

Hangover“ ist ganz sicher ein Anwärter auf die heißeste Kinokomödie in diesem Sommer. Leicht, schräg und abgefahren hat Regisseur Todd Phillips das muntere Verwirrspiel um eine aus allen Fugen geratene Junggesellenparty in der Glitzermetropole Las Vegas inszeniert. Hier wird die gemeinsame Rekonstruktion eines kollektiven Filmrisses zum zündenden Feuerwerk brillant getimter Gags. Der Zuschauer weiß ebenso wenig wie die ziemlich derangierten Hauptakteure wohin die Reise geht. Wieso steht eigentlich ein Tiger im Badezimmer ihres Luxusappartements, warum fehlt Stu ein Zahn, war Phil wirklich im Krankenhaus und wieso haben eine ganze Reihe von Leuten mit den Protagonisten noch ein Hühnchen zu rupfen?

Puzzleteil für Puzzleteil ordnet sich in 90 kurzweiligen Spielfilmminuten das Chaos eines aus dem Ruder gelaufenen Junggesellenabschiedes. Die zwerchfellerschütternde Auflösung der nicht enden wollenden grotesken bis surrealen Situationen macht einen Großteil des Charmes dieses Spielfilms aus. Er ist in den Vereinigten Staaten zum Überraschungserfolg der Saison geworden. Das liegt sicherlich auch an der für eine Filmkomödie ungewöhnlich realistischen und für Viele nachvollziehbaren Grundkonstellation.

Dass Todd Phillpps ein Meister seines Faches ist, hatte er zuvor schon mit „Road Trip“ (2000) und „Old School“ (2003), beide im Fahrwasser der legendären „America Pie“-Reihe, unter Beweis gestellt. Die Steilvorlage für „Hangover“ haben Scott Moore und Jon Lucas („Der Womanizer - Die Nacht der Ex-Freundinnen“) mit ihrem ausgefeilten Drehbuch geliefert, das nur zum Ende hin ein wenig durchhängt. „Hangover“ lebt als Film aber auch von seinem brillanten Ensemblespiel. Die hierzulande kaum bis gar nicht bekannten Schauspieler sind in ihrer Heimat allesamt als TV-Comedians serienerprobt. In „Hangover“ geben sie dem Affen Zucker und sorgen gleichzeitig für ein bemerkenswert nuanciertes Spiel. Herausragend ist Zacharius Knight „Zach“ Galifianakis. Dieser 1969 geborene Schauspieler mit griechischen Wurzeln zeigt in der Rolle des notorischen Einzelgängers Alan eine fabelhafte Präsenz und Stimmigkeit.

Hangover“ ist ganz sicher ein Männerfilm, der im Kino im Kollektiv genossen sein will. Noch besser lässt er sich dann im Freilichtkino mit einem Sixpack auf dem Schoß goutieren. Ganz Ungeduldige, die gewöhnlich das Kino schon vor dem Abspann verlassen, seien an dieser Stelle gewarnt – da tut sich noch was. „Hangover“ ist eine schräge Kinokomödie mit schrillen Gags und Tiefgang. Ihr perfektes Timing und ein erstklassiges Darstellerensemble lassen diesen Streifen aus dem Gros der am Fließband hergestellten Produktionen herausragen. Zum Wermutstropfen wird das etwas schale Ende. Todd Phillips „Hangover“ hat dennoch das Zeug zum Kultfilm.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Hangover

© Warner Bros. Pictures Germany

Kommentare


Battlegamer
02.01.2013, 21:14:37
Der ist einfach legen- es kommt gleich: Där!

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Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Hangover

Budget
35 Mio. US-Dollar


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