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Green Lantern| Kritik 5/10

Kinostart
28.07.2011



Handlung

Im ebenso endlosen wie geheimnisvollen Universum existiert seit Jahrhunderten eine kleine, aber schlagkräftige Einheit, die für Gesetz und Gerechtigkeit eintritt: das Green Lantern Corps. Jeder Green Lantern wird durch einen Eid auf die Bruderschaft der Krieger dazu verpflichtet, in der Galaxis Recht und Ordnung aufrecht zu erhalten, alle tragen einen Ring, der ihnen übernatürliche Kräfte verleiht. Doch als ein neuer Gegner namens Parallax das Gleichgewicht der Kräfte im Universum auszuhebeln droht, liegt das Schicksal der Green Lanterns und der gesamten Erde in der Hand ihres jüngsten Rekruten: Er ist der erste Mensch, der in ihre Reihen aufgenommen wurde – Hal Jordan (Ryan Reynolds). Hal ist zwar ein begabter und ziemlich großspuriger Testpilot, doch die Green Lanterns haben für Menschen wenig übrig. Dennoch ist Hal ganz offensichtlich das fehlende Teil im Puzzle, denn neben seiner Hartnäckigkeit und Willensstärke ist er den anderen Mitgliedern des Corps in einem Aspekt überlegen: in seiner Menschlichkeit. Mit Unterstützung seiner Pilotenkollegin und Sandkastenfreundin Carol Ferris (Blake Lively) könnte Hal eine Schlüsselrolle im Kampf gegen Parallax einnehmen...


Filmkritik | Green Lantern

Comic-Verfilmungen können großartige Kinofilme sein. Sie können, müssen aber nicht und Green Lantern ist so viele Lichtjahre an einem originellen Film vorbeigesegelt, dass man ihn am besten nur in Kinos auf Oa, dem Heimatplaneten der grünen Weltraumpolizei gezeigt hätte. Streckenweise keimt auch im vorher nichts ahnenden Comic-Neuling unter den Kinobesuchern der Verdacht, dass Regisseur Martin Campbell eine Parodie auf die ganzen Superhelden abliefern wollte, die zurzeit in die Kinos drängen. Leider bestätigt sich der Verdacht nicht, Green Lantern ist durchaus ernst gemeint - leider.

Es liegt nicht einmal daran, dass Ryan Reynolds als zukünftiger Held in Grün das übliche Trauma mit sich herumschleppt und auch sonst nicht der Idealkandidat für einen Green Lantern ist. Das Problem haben viele Superhelden und mit einem originellen Drehbuch und einem inspirierten Regisseur entstehen gewöhnlich Filme wie Batman oder Iron Man. Schon die kommentierte Einführung der ganzen Green-Lantern-Organisation versteht es nicht, den Zuschauer zu fesseln, eher durch zu viel Grün und Gelb zu irritieren. Besondere sprachliche Perlen sind auch im Rest des Films nicht zu erwarten. Dabei ist er gut besetzt und alle Beteiligten könnten ja, wenn man sie denn ließe. Doch Drehbuch und Regisseur haben sich anders entschlossen. Während sich die Schauspieler von einem klischeebeladenen Dialog zum nächsten kämpfen, grübelt der Kinobesucher über die neuesten Erkenntnisse der Farbenlehre frei nach DC Comics, wonach grün = Wille und gut besser als gelb = Angst und böse ist. Ein bisschen Lila vom früh versterbenden Abin Sur rundet das farbenfrohe Ergebnis noch ab.

Aber es gibt auch Lichtblicke. Dazu gehört noch nicht die Turbo-Ausbildung Hal Jordans auf Oa, die aber zumindest schon mal andeutet, welche Spezialeffekte noch zu erwarten sind. Das kommt erst, wenn es richtig zur Sache geht und alle Kräfte geballt aufeinandertreffen. Dann macht es Spaß, besonders weil Hal in der Wahl seiner Energiegebilde erfrischend unkonventionell ist. Neben diesen Momenten sind es auch die kleinen Szenen, die nicht gänzlich dafür sorgen, dass Green Lantern zur Enttäuschung wird. Wer sich schon immer gewundert hat, warum niemand Clark Kent in seinem Superman-Outfit erkennt, wird den Auftritt von Ryan Reynolds in voller Montur auf dem Balkon seiner Angebeteten lieben. Sie braucht vielleicht zwanzig Sekunden, um ihn hinter der albern kleinen Augenmaske zu erkennen. Batman wäre das nicht passiert, aber der hat ja auch ein schöneres Kostüm und vor allen Dingen ist er nicht so grün. Es bleibt nur abzuwarten, was in der angedrohten Fortsetzung passiert.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Green Lantern

© Warner Bros. Pictures

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Steckbrief
Regie
Martin Campbell

Darsteller
Blake Lively, Dylan James, Jenna Craig, Jon Tenney, Leanne Cochran, Mark Strong, Mike Doyle, Nick Jandl, Peter Sarsgaard, Ryan Reynolds, Temuera Morrison

Genre
Action, Comic, Sci-Fi
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Herstellungsland
USA




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