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Genesis| Kritik

Kinostart
2004



Wer sich gern Dokumentarfilme anschaut, erinnert sich sicher noch an Mikrokosmos - Das Volk der Gräser, den ersten Kinofilm von Claude Nuridsany und Marie Pérennou, der in zauberhaft schönen Bildern das Leben auf einer Sommerwiese beschrieb und 1996 in Cannes den Großen Preis für Technik gewann. Fast sechs Jahre dauerten die Arbeiten für Genesis, und auch diesmal sind einige ungewöhnlich schöne Bilder herausgekommen, auf die der Zuschauer bereits im Vorspann eingestimmt wird. Der Film erzählt die Geschichte der Entstehung des Lebens auf unserem Planeten - von den unwirtlichen, lebensfeindlichen Anfängen über die ersten Einzeller bis zum komplexen Leben, wobei das Leben der Säugetiere und die "Krone der Schöpfung" unerwähnt bleiben. Die Macher wollen den Kinozuschauern etwas bieten, was sie noch nicht in unzähligen TV-Dokumentationen gesehen haben, deshalb filmten sie Tiere, die dem Normalsterblichen nicht auf Schritt und Tritt begegnen: Reptilien, Vögel, diverse Meeresbewohner sowie Spermatozoen und Amöben. Die Bilder sind zum Teil unwirklich schön und werden von Bruno Coulais' Soundtrack - er schrieb u.a. die Musik zu "Die Kinder des Monsieur Matthieu" - perfekt choreographiert.

Mein Problem mit Genesis war der Erzähler. Mikrokosmos kam völlig ohne Erklärungen aus und ließ die Bilder für sich sprechen, während Genesis immer wieder von einem afrikanischen Schamanen (Sotigui Kouyaté) unterbrochen wird, dem Christian Brückner in der deutschen Synchronisation seine Stimme leiht. Das Wissen des alten Mannes um die Geheimnisse des Lebens und des Universums soll dazu dienen, die einzelnen Teile des Films miteinander zu verbinden, einen wirklichen Informationsgehalt hatten diese Einlagen für mich jedoch nicht. So bleibt vor allem die Erinnerung an die atemberaubenden Naturaufnahmen, die eigentlich keiner Worte bedürfen.


Filmkritik von Monika Hübner

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Steckbrief
Regie
Claude Nuridsany, marie perenno

Darsteller
Marie Pérennou

Genre
Dokumentation
Gastkritiken
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Herstellungsland
Frankreich, Italien




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