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Gegen jeden Zweifel| Kritik 6/10

Kinostart
04.02.2010



Handlung

Schon lange hat Staatsanwalt Mark Hunter (Michael Douglas) keinen Fall mehr verloren: Er ist berüchtigt für seine gewandte Beweisführung und kann so auf eine beeindruckende Bilanz rechtskräftig Verurteilter blicken. Doch der junge, ehrgeizige Journalist C. J. Nicholas (Jesse Metcalfe) misstraut Hunter. Er ist überzeugt, dass dieser Beweise fälscht und manipuliert. Um seine Theorie zu beweisen, manipuliert er seinerseits Beweismittel.


Filmkritik | Gegen jeden Zweifel

Regisseur Peter Hyams, der auch gleichzeitig das Drehbuch geschrieben hat, präsentiert seinem Publikum mit "Gegen jeden Zweifel" einen weiteren Gerichtsthriller. Die Geschichte basiert auf dem Film "Jenseits allen Zweifels" aus dem Jahre 1956 und Hyams versucht in seinem Remake ganz klar, dieser Tradition treu zu bleiben. "Gegen jeden Zweifel" hebt sich von anderen Gerichtsdramen vor allem durch die besonders düstere Stimmung ab, die sich durch den gesamten Film zieht. Leider ist diese dunkle Atmosphäre überwiegend dem gezielten Einsatz der Filmmusik zu verdanken und weniger der Geschichte selbst. Die Handlung ändert mehrfach abrupt die Richtung, wodurch der Film keineswegs an Spannung gewinnt, sondern nur sehr viel von seiner Glaubwürdigkeit verliert.

Hyams versteht es ausgezeichnet, mit Hilfe von Filmeffekten verschiedene Stimmungen zu erzeugen, hat aber für die Geschichte selbst keine neuen Ideen. Wenn zum Beispiel die Hauptdarstellerin in einem verlassenen Parkhaus bedroht wird, ist die Szene zwar gut inszeniert, trotzdem kommt nicht wirklich Spannung auf. Solche oder ähnliche Szenen hat jeder regelmäßige Kinogänger schon zu oft gesehen und sie zeugen weder von Einfallsreichtum noch von Originalität.

Für die Hauptrolle des Journalisten C.J. Nicholas wurde Jesse Metcalf besetzt, der große Probleme hat, diese auszufüllen. Der Schauspieler ist vor allem bekannt aus der Fernsehserie "Desperate Housewives" und das ist wohl auch das Problem. Während er für die Rolle des gut aussehenden Frauenschwarms sicherlich perfekt geeignet ist, hat er in ein Drama wie "Gegen jede Regel" nur wenig einzubringen. In den Szenen mit Michael Douglas gelingt es ihm nicht, sich gegen den erfahrenen Schauspieler durchzusetzen und so verblasst der Hauptcharakter des Film neben dem Antagonisten. Aber auch in den Szenen ohne Douglas überzeugt Metcalf nicht. Er ist mit der Aufgabe, einen glaubwürdigen und tief greifenden Charakter zu erschaffen, schlicht überfordert. Glücklicherweise hat Michael Douglas keine derartigen Probleme. Er erweckt die Rolle des skrupellosen Bezirksstaatsanwalts Mark Hunter zum Leben und verleiht der Figur Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft. Die Darbietung von Douglas gehört mit Sicherheit zu den Highlights dieses Films.

Obwohl der Film das kontroverse Thema der Selbstjustiz anschneidet, regt er nur wenig zum Nachdenken oder zu Diskussionen darüber an. "Gegen jeden Zweifel" ist ein durchschnittlicher Gerichtsthriller wie man ihn erwartet, der dem Zuschauer aber nicht lange im Gedächtnis bleiben wird. Der Film ist gut jedoch nichts Besonderes und bekommt.


Filmkritik von Gastautor

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Gegen jeden Zweifel

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