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Für immer Shrek| Kritik 5/10

Kinostart
30.06.2010



Handlung

Er hat sich einem bösen Drachen gestellt, eine wunderschöne Prinzessin beschützt und das Königreich der Schwiegereltern gerettet. Kann es da überhaupt noch eine neue Herausforderung für einen Oger geben? Nun, für Shrek heißt das neueste Abenteuer, ein gezähmtes Leben im Kreise seiner Familie zu führen, anstatt wie früher Dorfbewohner zu erschrecken. Doch tief in ihm ist noch das ursprüngliche Brüllen der Bestie. Getrieben von dem Wunsch, sich wieder wie ein richtiger Oger zu fühlen, lässt er sich von Rumpelstilzchen zu einem folgenschweren Pakt überreden. Auf einmal findet sich Shrek in einer verdrehten Version des Märchenlandes wieder: Dort werden Oger gejagt, Rumpelstilzchen ist der König und Shrek hat seine geliebte Fiona niemals kennengelernt. Nun muss er schleunigst das selbst verschuldete Unheil abwenden, wenn er seine Freunde retten, seine Welt wieder in ihren ursprünglichen Zustand und seine große grüne Liebe Fiona wieder in den Armen halten will.


Filmkritik | Für immer Shrek

Mit "Für immer Shrek" wird der neueste Animationsfilm aus dem Hause DreamWorks der vierte und nach eigenen Aussagen letzte Teil der Shrek-Reihe sein. Allerdings suggeriert  schon der Filmtitel eine fortwährende Legende über den grünen Oger. Und so würden wir uns sicher nicht wundern, wenn in den kommenden Jahren ein weiteres Machwerk in die Kinos kommen wird, in der uns Shrek, und sei es nur in einer Nebenrolle, erneut erscheint. Dank der neuen Kinogeneration dürfen wir uns im mittlerweile vierten Teil zum ersten Mal auf eine 3D-Visualisierung freuen. Und so fallen natürlich die Erwartungen und Meinungen zum Film ganz unterschiedlich aus.

Die verschiedenen Stationen in Shreks Leben waren immer abwechslungsreich und  turbulent. Vom Oger aus dem verbotenem Sumpf der, sich gern ein Schlammbad gönnt, zum glücklichen Ehemann von Prinzessin Fiona, Vater von grünen Ogerkindern, seinem besten Freund der Esel und dem mäusejagenden "gestiefelten Kater" hat Shrek alles in einem Ogerlebern erlebt, was es zu erzählen gibt. Und an diesem Punkt setzt nun der vierte Teil „Für immer Shrek“ mit der weiterführenden Frage nach dem Sinn des Lebens an. Zwangsläufig wird sich an diesem Punkt sowohl der kritische Kinobesucher wie auch der eingefleischte Fan fragen: Was mag da noch kommen?! Und schon während des Filmes wird einem deutlich vor Augen geführt, das wir inhaltlich irgendwie alles schon mal in den drei vorhergegangenen Teilen gesehen haben.

Diesmal ist es nicht die böse, "Gute Fee", die Shrek das Leben zur Hölle macht und sich das Königreich „Weit Weit Weg“ ergaunern will, sondern Rumpelstilzchen, der sich eben dieses Königreich durch eine List aneignet. Shrek befindet sich an einem Scheideweg seines Lebens. Er möchte seinen alltäglichen Verpflichtungen entrinnen, wieder ein furchteinflößender Oger sein und seinen alten, schmutzigen Sumpf zurück haben. Und Rumpelstilzchen hilft ihm wie durch einen Zufall bei diesem Problem weiter. Von unserem kleinen Freund in eine Parallelwelt katapultiert, begegnet Shrek seinen alten Freunden, die wir in den letzten drei Teilen lieben gelernt haben und muß sich ihre Freundschaft nun aufs Neue hart erarbeiten. Der Film ist weniger ein neues Abenteuer, als vielmehr die Fortsetzung des letzten Filmes und die damit verbundene Lösung einer Fehlentscheidung, sich der momentanen Situation zu entziehen und diese Entscheidung schon kurz darauf wieder zu bereuen.

Obwohl der Film wie bereits seine drei Vorgänger auf allseits bekannte Figuren aus den Märchen der Gebrüder Grimm und ähnliche Fabelwesen zurückgreift und diese hervorragend und bildgewaltig in Szene setzt, kann die eingesetzte 3D-Technik die eindeutigen Schwächen der Story leider nicht überdecken. Allerdings wartet auch der vierte Teil wieder mit einem grandiosen Soundtrack aus bekannten Klassikern auf.

Für die deutschsprachige Fassung von "Für immer Shrek" wurden neben den altbekannten Schauspielern, die den bunten Figuren ihre Stimme leihen, auch einige neue Synchronspreche engagiert. So spricht der Comedian Bernhard Hoëcker das hinterlistigen Rumpelstilzchen, während Sascha Hehn zum vierten Mal seine Stimme dem "brüllenden" Oger Shrek schenkt, und auch Ester Schweins als Prinzessin Fiona ist wieder mit von der Partie. Benno Fürmann spricht in bekannter Art und Weise den mittlerweile arg überfressenen gestiefelten Kater (im Original gesprochen von Antonio Banderas), und Marie-Luise Marjan (bekannt als Mutter Beimer aus der ARD-Serie "Lindenstraße") die Rolle der Königin Lillien, Fionas Mutter.

Weder Kosten noch Mühen wurden seitens der Veranstalter gescheut, die Werbetrommel für den vierten Shrek-Film kräftig zu drehen. Und so fand die Deutschlandpremiere einschließlich einer großen Shrek-Parade, einem hier natürlich standesgemäß grünem Teppich, auf dem sich zahlreiche Stars und Sternchen ablichten ließen und den Reportern Rede und Antwort standen, der Premierenvorführung des Filmes mit über 1800 geladenen Gästen und anschließend einem großem Barbecue, im Movie Park Germany in Bottrop statt.

Zum Schluss bleibt nur noch zu sagen, dass "Für immer Shrek" sicher nicht der Beste der insgesamt vier Shrek-Filme ist. Es fehlen hier die wahren Lacher, um mit einem Schmuzeln auf den Lippen und einem guten Gefühl im Bauch den Kinosaal nach Ende des Filmes wieder zu verlassen. Fans von 3D-Filmen werden jedoch aufgrund der großartigen Effekte garantiert auf ihre Kosten kommen.


Filmkritik von Fakir

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Bilder / Fotos

Für immer Shrek

© Paramount Pictures Germany GmbH

Shrek 4 Deutschlandpremiere

© Kulthit.de - "Grüner Teppich" im Movie Park Germany in Bottrop

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