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From Paris With Love| Kritik 4/10

Kinostart
25.03.2010



Handlung

James Reese (Jonathan Rhys Meyers) ist ein ehrgeiziger junger Agent, der – getarnt als Assistent des US-Botschafters in Paris – jedoch ein eher ruhiges Dasein führt. Das ändert sich schlagartig, als ihm für einen neuen Fall der ausgebuffte Agent Charlie Wax (John Travolta) zur Seite gestellt wird. Wax ist ein wahrer Albtraum: laut, ordinär und draufgängerisch. Sehr schnell jedoch begreift Reese, dass die unkonventionellen Methoden seines Kollegen sie selbst aus den ausweglosesten Situationen retten. Zunächst auf die Spur von Drogenhändlern angesetzt, erweist sich der Fall rasch als hoch brisant: ein Gipfeltreffen soll das Ziel eines Terroranschlags werden und Reese schöne Freundin Caroline (Kasia Smutniak) scheint darin verwickelt zu sein.


Filmkritik | From Paris With Love

Ein Filmtitel, der eigentlich eine Liebesgeschichte vermuten lässt und gedanklich ins Land des Weins und des Käses entführt, sich aber doch als knallharter Action-Thriller entpuppt. Nach "Ghetto Gangz – Die Hölle vor Paris", welcher 2004 erschienen ist, und "96 Hours", der 2008 auf den Markt kam, ist "From Paris With Love" der dritte Film von Regisseur Pierre Morel und Drehbuchautor/Produzent Luc Besson.

In den Hauptrollen: Jonathan Rhys Meyers (bekannt aus "Match Point" und "Die Tudors"), dessen Charakter James Reece für die amerikanische Botschaft in Paris arbeitet, eigentlich aber zum CIA will, und John Travolta als lauter, rüpeliger CIA-Agent Charlie Wax, der ganz genau weiß, was er will und sich den Weg bedingungslos frei schießt.

Die Geschichte klingt eigentlich vielversprechend und hat viel Potential, allerdings verschießt Regisseur Pierre Morel sein Pulver schnell und das sonst so gelungene Action-Rezept will bei "From Paris With Love" einfach nicht aufgehen. Größtes Problem sind hierbei die zwei Hauptcharaktere. Denn während John Travolta seine One-Man-Show abzieht, bleibt Jonathan Rhys Meyers weit hinter seiner gewohnten Schauspielleistung zurück und verschafft sich lediglich mit Prügeleien und Schießereien Gehör. Die Chemie zwischen den beiden stimmt einfach nicht und das merkt auch der Zuschauer recht schnell.

Zudem wird die Story von Minute zu Minute dünner und hat auch politisch gesehen einige fragliche Lücken. Bösewichte sind grundsätzlich Immigranten - Ob Asiaten, Muslime oder Osteuropäer spielt dabei keine Rolle - und müssen vernichtet werden. Warum James Reece und Charlie Wax jagen und kämpfen oder einen Terroranschlag verhindern sollen, wird aber nie so richtig deutlich. Motive sind erkennbar, werden aber nicht ausgefeilt, und die Geschichte wird somit zur Nebensache. Ebenso wie der Film selbst.

Alles in allem reicht "From Paris With Love" bei weitem nicht an seinen Vorgänger "96 Hours" heran und enttäuscht maßlos. Wer keinen Wert auf eine fundierte Story legt, kann sich die 90 Minuten-Action in der französischen Hauptstadt aber bedenkenlos ansehen. Travolta sorgt als klischeebehafteter Amerikaner zumindest für ein paar Highlights und spielt seine Rolle als durchgeknallter Irrer mit viel Hingabe.


Filmkritik von Gastautor

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From Paris With Love

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Steckbrief
Regie
Pierre Morel

Darsteller
Amber Rose Revah, Chems Dahmani, Farid Elouardi, John Travolta, Jonathan Rhys Meyers, Kasia Smutniak, Melissa Mars, Richard Durden

Genre
Action, Thriller
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Herstellungsland
Frankreich




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