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Fright Night| Kritik 8/10

Kinostart
06.10.2011



Handlung

Für Charley (Anton Yelchin) könnten die letzten Monate an der Highschool nicht besser laufen. Er gehört zu den coolen Kids der Schule und geht mit Amy (Imogen Poots), dem heißesten Mädchen von allen, aus. Kein Wunder, dass er seinen langjährigen – aber verschrobenen – Freund Ed (Christopher Mintz-Plasse) mit seinen Vampir-Geschichten nicht mehr besonders ernst nimmt. Doch das entpuppt sich schnell als Fehler, als in Charleys Nachbarschaft ein attraktiver Fremder namens Jerry (Colin Farrell) einzieht, mit dessen Auftauchen sich gleichzeitig Fälle von Vermissten häufen. Während nicht nur Charleys Mutter (Toni Collette) dem Charme des neuen Nachbarn erliegt, muss ihr Sohn schnell feststellen, dass Ed mit seinem Verdacht tatsächlich Recht hat: Jerry ist ein Vampir – und Charleys Umfeld sein Jagdgebiet. Weil niemand ihm Glauben schenkt, bleibt dem Schüler nichts anderes übrig, als die Sache selbst in die Hand zu nehmen und dem blutigen Treiben ein Ende zu bereiten. Jerry entgeht allerdings nicht, dass jemand hinter sein dunkles Geheimnis gekommen ist, so dass es für Charley, seine Mutter und seine Freunde bald selbst ums Überleben geht.


Filmkritik | Fright Night

Ein Horrorfilm – auch wenn es sich bei „Fright Night“ in erster Linie um eine gruselige Komödie handelt – lebt in der Regel von einem glaubwürdigen Antagonisten. „Batman“ ist zwar weder ein Horrorfilm noch eine Komödie, an diesem Beispiel wird jedoch ebenfalls deutlich, dass anhand eines überzeugenden Bösewichts die Qualität eines Films rapide steigen oder auch fallen kann. In „Fright Night“ ist Colin Farrell eben dieser Bösewicht. Kritikern des Films kann man zwar in dem Punkt zustimmen, dass „Jerry, der Vampir“ nicht unbedingt ein ehrfurchtgebietender Name für einen mordlüsternen Blutsauger ist, doch diesen Kritikern kann man zweifelsohne entgegnen, dass sie „Fright Night“ nicht verstanden haben.

Regisseur Craig Gillespie stand vor der Aufgabe, ein vernünftiges Remake des 80er Jahre Klassikers „Die rabenschwarze Nacht – Fright Night“ auf die Beine zu stellen, was ihm auch eindrucksvoll gelungen ist. Ein gutes Remake zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht nur versucht, Elemente des Originals aufzugreifen, ohne eigene Akzente zu setzen. Ein gutes Remake nämlich greift besonders gelungene Elemente wieder auf und versucht sie in die heutige Zeit zu übertragen. Wird dies versäumt, entsteht im beim fertigen Produkt der Eindruck, dass dem Film irgendetwas fehlt – die Seele sozusagen. Ein solches Schicksal ereilte beispielsweise das Remake von „A Nightmare on Elm Street“ aus dem Jahre 2010. Natürlich konnte man mit einigen beeindruckenden Effekten aufwarten, ansonsten blieb der Film aber äußerst blass und wird niemals auch nur in die Nähe des Originals von 1984 gelangen, niemals dessen Kultstatus erreichen.

Gillespie hat es jedoch in eindrucksvoller Weise geschafft, „Fright Night“ mit all seinen Feinheiten gekonnt in das Hier und Jetzt zu übertragen. Dabei bleibt der Charme 80er erhalten, ohne dass das Ergebnis gekünstelt oder altbacken wirkt. Das beginnt schon bei dem bereits erwähnten Antagonisten. „Jerry, der Vampir“ ist witzig, cool, bösartig und sexy zugleich. Er kleidet sich wie ein Rocker aus den 50ern, halbnackt – wie Edward Cullen in „Twilight“ etwa – ist er nicht zu sehen. Das ist auch gar nicht nötig. Wenn Collin Farrell etwas Ärmelloses trägt, wird das bereits ausreichen, um die Damenwelt in Verzückung zu versetzen. Farrell verkörpert den modernen Antagonisten einfach perfekt.
Dass die Handlung nicht unbedingt vor Komplexität strotzt, war gar nicht zu erwarten. Dennoch bietet sie keinen großen Anlass zur Kritik. Positiv ist, dass sich nicht zu sehr an die Vorlage gehalten wurde und der Film ein wenig anders als das Original funktioniert. Die Schauspieler machen ihre Sache ebenfalls ordentlich, tun das, was man von ihnen erwartet. Sie laufen weg, schreien, einem geht ein Licht auf und kommt dem Rätsel schließlich auf die Schliche.

Wer leichte Grusel-Kost erwartet, der ist mit “Fright Night” bestens bedient, da der Film für das, was er sein möchte, einfach alles richtig macht.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Fright Night

© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

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Steckbrief
Regie
Craig Gillespie

Darsteller
Anton Yelchin, Christopher Mintz-Plasse, Colin Farrell, Dave Franco, David Tennant, Emily Montague, Imogen Poots, Reid Ewing, Sandra Vergara, Toni Collette, Will Denton

Genre
Drama, Horror
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Herstellungsland
Großbritannian, USA




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