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Fluch der Karibik 4 - Fremde Gezeiten| Kritik 5/10

Kinostart
19.05.2011



Für Mitte 2011 ist der vierte Teil von "Fluch der Karibik" angekündigt. Wieder mit Johnny Depp in der Hauptrolle, doch diesmal ohne Orlando Bloom und Keira Knightley. Dafür werden Penélope Cruz und Keith Richards mit an Bord sein.


Handlung

Jack Sparrow (Johnny Depp), der berühmteste Pirat der Karibik, segelt wieder durch die Weiten des Ozeans. Mit ihm zurück sind auch all seine Laster. Der Alkohol und die Frauen - insbesondere eine Frau - versüßen ihm das Leben. Angelica (Penélope Cruz) ist eine alte Flamme als früheren Zeiten. Mit einem Wimpernschlag hat sie Sparrow um den Finger gewickelt und benutzt ihn auf der Suche nach einem Jungbrunnen. Aber auch Jacks Erzrivale Barbarossa (Geoffrey Rush) hat bereits die Segel gehisst um als erster den Schatz zu finden. Ein Wettlauf mit ungewissem Ausgang beginnt und Captain Jack Sparrow weiß nicht wer Freund und wer Feind ist...


Filmkritik | Fluch der Karibik 4 - Fremde Gezeiten

Jerry Bruckheimers berühmte Piratensaga „Pirates Of The Caribbean“ (kurz: POTC), frei nach der gleichnamigen Disneyland Themenfahrt, hat sich nach wie vor den Ruf einer süffigen Blockbusterreihe bewahren können. Auch dank ihrem Hauptcharakter Jack Sparrow (Johnny Depp), der selbst das überfrachtete und stupide Effektgewitter in „POTC: Am Ende der Welt“ noch einigermaßen erträglich gestaltete.

Trotzdem wollten die Macher die Fehler des Vorgängers nicht nochmals begehen. „Fremde Gezeiten“ sollte wieder an seine Ursprünge zurückkehren, mehr klassische Piraten- und Seefahrerluft verströmen und die ganzen digitalen Sperenzchen auf ein gesundes Maß reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde ein neuer, Effekt-unerfahrener Regisseur engagiert - Gore Verbinski, unter dessen Flagge noch die alte Trilogie fuhr, widmete sich stattdessen mit „Rango“ dem Westerngenre. Musicalspezialist Rob Marshall („Chicago“, „Nine“) übernahm das Steuer und sollte das Franchise wieder auf Kurs bringen. Um sicher zu gehen, wurden noch die Filmrechte an einem Piratenbestseller aus den 80er Jahren eingekauft, so fanden noch einige nicht irrelevante Elemente aus Tim Powers Roman „In fremderen Gezeiten“ ihren Weg in den Film - allen voran Blackbeard und die Quelle der ewigen Jugend. Doch bei allem inhaltlichen Streben nach Jugend und dem ewigen Leben, ging die Zeit nicht spurlos an dem Franchise vorbei. Aus Jack Sparrow, der ehemaligen Galionsfigur, wurde nun endgültig ein Pausenclown. Die Struktur und sogar eine Vielzahl von Szenen wurden direkt aus dem ersten Piratenfilm übernommen. Dasselbe trifft auf den Score von Hans Zimmer zu, der ohne nennenswerte neue Themen wie eine Extended Edition der ersten Filmmusikpartitur klingt - abgesehen von einigen spanischen Flamenco-Arrangements. Wirklich neu sind in diesem Film nur Ian McShane und Penélope Cruz. Zwei herausragende Schauspieler mit einem Problem: Ihre Rollen. Er sollte einen der gefürchtesten Piraten der damaligen Zeit mimen. Auf der Leinwand jedoch entpuppte sich Blackbeard als ein Räuber Hotzenplotz-Verschnitt in Frauenkleidern. Sie sollte Blackbeard und Jack Sparrow gleichermaßen Paroli bieten, verkam aber stattdessen zum Mannweib mit Vaterkomplexen. Dazu gesellten sich eine Meerjungfrau und ein Priester, die den Film mit ihrer reinen Anwesenheit an den Rand des Irrsinns trieben und ein Storyvakuum nach dem anderen erzeugten. Und da wäre noch der sagenumwobene 3D-Effekt, der dem Zuschauer ohne Unterlass daran erinnerte, dass er für die diversen Dolche, Säbel und Lanzen, die ständig in die Kamera gehalten werden, den überteuerten Ticketaufpreis bezahlte. Wo James Cameron die Tiefe der Leinwand auslotete, besann sich „POTC 4“ auf seine Themenparkursprünge und spielt mit billigsten Jahrmarkttricks.

Die Filmreihe lässt sich im Grunde mit einer Flasche Bacardi Rum vergleichen. Ein ziemlich billiger Fusel, der unter einem schicken Etikett versteckt, gekonnt beworben und verkauft wurde - aber mit genügend Zuckerwasser gestreckt durchaus genießbar. Aber die berauschende Wirkung verblasste nun endgültig und wich der Erkenntnis, dass selbst Spirituosen ein Verfallsdatum besitzen. Dass der Kahn nicht völligen Schiffbruch erlitt, verdankte er den Sympathiewerten, die man als Zuschauer der Reihe bislang noch entgegenbrachte. Schließlich mochte man einst diese Mixtur aus klassischer Swashbucklerromantik und modernen Blockbusterelementen, untermalt mit brachialen Orchesterklängen und Jack Sparrows metrosexueller Veranlagung. Zumindest bis und mit Teil 2.


Filmkritik von Orlindo Frick

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Bilder / Fotos

Fluch der Karibik 4 - Fremde Gezeiten

© Walt Disney Studios Motion Pictures

Kommentare


Bonnie
03.08.2013, 19:59:18
Im 5. Teil soll gefälligst die Stimme von Marcus Off verwendet werden und dann gibt es eine Neuauflage von Teil 4 mit eben dieser Stimme. Würde sich bestimmt lohnen. Ich mache wenn es so weit ist den Anfang .
Maley0807
23.06.2013, 21:46:42
Also erstmal was allgemeines:Man soll auf die Rechtschreibung und Grammatik achten (steht unter dem Satz "Einen Kommentar schreiben" Gibt es wirklich keine Leute mehr, die die Rechtschreibung beachten oder haut ihr einfach so in die Tasten ohne zu gucken was für einen Mist ihr da fabriziert? Kurtz, langweilich, blödt sind nur ein paar Beispiele. Oder: Wir werden alle als Herde oder dummer Mob behandelt. Bei diesem Text- JA. Wer so schreibt ,... Selbst wenn man "nur" einen Kommentar abgibt, dann kann man doch darauf achten, wie man sich den anderen präsentiert, oder? Ihr wollt nicht für dumm gehalten werden, dann schreibt auch nicht so. Ich will damit niemanden kritisieren, der vielleicht Legastheniker ist oder eine Le-Re Schwäche hat, aber ich weigere mich zu glauben, dass unser, doch eigentlich gutes Schulsystem, in den letzten 20-30 Jahren so viele Analphabeten hervor gebracht hat. Und falls doch, es gibt eine Rechtschreibprüfung. Die verhindert wenigstens die ganz üblen Fehler.^^ Und nun, wenn ihr euch genug über meine Meinung aufgeregt habt, zum Schluss noch meine Meinung zum Film. Man merkt halt, dass ein Kassenschlager unbedingt fortgesetzt werden soll. Und auch wenn Herr Depp gerne 20 Fluch der Karibik Filme machen möchte, so hoffe ich auf ein baldiges und ehrenhaftes Ende, denn mit weiteren Teilen würde es nur noch schlimmer werden. Man kennt das aber ja schon von anderen Kassenschlagern, wie z.B. Police Academy, wo der erste und eventuell noch der zweite Teil gut waren und man dann, auf Krampf komm raus Fortsetzungen dreht und die Handlung nur noch der letzte Mist ist.Ach so, noch eins: was ich diesem Kasper von Justin Bieber wünsche, würde unter das Jugendschutzgesetz fallen. :-)
Nanunana
15.04.2013, 12:33:06
Ich habe mich endlich überwunden, Fluch der Karibik einmal anzuschauen und hätte am liebsten gleich losgeheult. Fast alle Rollen, in denen man sich beim ersten Film 'verliebt' hat sind weg, bzw werden zu Nebenrollen heruntergespielt. babossa verrät sich selber, indem er zu einem Freibeuter wird, die Blackpearl ist untergegangen und mit ihr auch alles andere, was einen guten Fluch der Karibik Film ausgemacht hat. Man findet überhaupt keinen Bezug mehr zu der letzten Geschichte, die Dialoge kann man glatt weg vergessen und die Kampfszenen sind einfach nur lieblos hingeschmissen. Die Personen ergänzen sich nicht mehr gegenseitig, man kann zu ihnen keine richtige Beziehung mehr aufstellen und die neue Stimme von Jack ist einfach nur schlecht. Es ist so, als wäre Jack nicht mehr Jack. Mit der Blackpearl scheint auch die Liebe zum Detail versunken zu sein. All diese Kämpfe vom 1-3 Teil hatten irgendwas, irgendwas wo man das Gefühl von Freiheit vermittelt bekommen hat. Im Teil 4 bekommt man jedoch den Eindruck, dass man nur noch versucht, das letzte bisschen Saft aus einer längst zu Ende erzählten Geschichte zu pressen und dies geht wie befürchtet total schief. Das, wofür die Filme stehen, für Freiheit, Abenteuergeist, waghalsige Kämpfe, Träume und die Geschichte zwischen Kaptain Jack sparrow, babossa, will und Elisabeth, gibt es in diesem Teil nicht mehr, weshalb er für mich kein richtiger Fluch der Karibik Film mehr ist. Die Blackpearl ist untergegangen und damit auch alles, was diese Filme so besonders gemacht hat.
Bester Fan
24.02.2013, 15:11:47
Hallo, liebe Fans.
Ich liebe die ersten drei Filme. Ich sehe mir sie jedes Jahr ein Mal an. Manchmal mehr mals hinter einander. Der erste Film ist frisch und überraschend. Im zweiten ist die Story sehr gut, Abenteuer. Im dritten ist die Musik hinreißend. Der dritte Film ist komliziert, deswegen kann man mehrmals sehen. Das beste ist aber die deutsche Synchronisation von Jack.
Ich habe den Schreck bekommen, als ich die neue Stimme gehört habe. Ich wollte die immer ausschalten, bekam Übelkeit. Ehrlich ist die Stimme eine meiner Lieblingsstimmen, aber aus dem Mund Christian Bale(Harsh times) oder Paul Walker(fast and furious).
Keine neue Musikthemen!!! Alles aus der genialen Teil drei.
Der vierte Film ist langweilich, landweilich, langweilich. Unglaubwürdig.
Ich denke: wir werden alle als Herde oder dummer Mob behandelt.
sisi
15.04.2012, 14:24:47
ich hoffe in fluch der karibik 5 bekommt jack wieder seine normale deutsche stimme und die ganze crew kommt wieder zurück aus der flasche .

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USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Pirates of the Caribbean - On Stranger Tides


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