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Flash of Genius| Kritik 4/10

Kinostart
25.06.2009



Handlung

1967 ist es diese großartige Erfindung, hinter der alle amerikanischen Autohersteller her sind: dem Intervall-Scheibenwischer. Sein Erfinder, der Universitätsprofessor Robert Kearns (Greg Kinnear), will seine Erfindung vermarkten und verhandelt lange mit Ford, bis der Gigant aus Detroit kurzerhand die Verhandlungen absagt. Kurze Zeit später muss der geknickte Kearns miterleben, wie der Ford Mustang mit seiner Erfindung der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Kearns klagt und begibt sich in einen aufsehenerregenden Kampf um Anerkennung und Gerechtigkeit. Seine Frau Phyllis (Lauren Graham) und seine Kinder unterstützen ihn nach allen Kräften. Doch der riesige Konzern hat Geld, Macht und vor allem viel Zeit. Bald kommen Kearns Zweifel, ob es ihm überhaupt gelingen kann, den übermächtigen Gegner in die Knie zu zwingen?!


Filmkritik | Flash of Genius

Der Film „Flash of Genius“ zeigt die Geschichte eines kleinen, anständigen Mannes, der gegen das große böse Unternehmen "Ford" kämpft. Dabei wirkt diese Story teilweise naiv, denn dem Zuschauer wird vermittelt, dass der reine Wille und etwas juristisches Wissen grundsätzlich genügen, um diesen Kampf zu gewinnen.

Der Film ist die erste Regie des bisherigen Produzenten Marc Abraham und man merkt das auch. Marc Abraham hatte in der Vergangenheit seine Erfahrungen mit völlig anderen Filmen gemacht, wie etwa Horrorfilmen ("Dawn of the Dead"). Die Hauptfigur selbst, Robert Kearns wehrte sich auch dagegen, dass sein Leben verfilmt wird und schließlich konnten die Dreharbeiten erst nach seinem Tod 2005 beginnen. Teilweise kann man den Verlauf des Filmes bereits erahnen - etwa als Kearns für Regen betet. Man weiß, dass dieser traurigen Gestalt der Test des Scheibenwischers wieder nicht gelingen wird und tatsächlich: Es regnet zwar, allerdings so heftig, dass selbst die Scheibenwischer versagen.

Die ganze Handlung ist zu einfach aufgebaut und eine richtige Nebenhandlung fehlt gänzlich. Problematisch sind auch die Figuren. Dazu kann man sich Kearns Probleme mit seiner Frau Phyllis betrachten. Es wirkt völlig einseitig, denn Kearn wird andauernd in die Rolle des falsch verstandenen Ehemanns gerückt. Dabei werden die Probleme seiner Frau, einer mehrfachen Mutter, beinahe völlig ausgeblendet. Gerade ihre Emotionen hätten dem Film allerdings deutlich Dramatik verleihen können. Es gelingt Abraham nicht, dass der Zuschauer wirklich Sympathien für Kearn entwickelt und mitfiebert. Im Vorfeld des Films hätten sich die Verantwortlichen deutlich mehr mit dieser Figur auseinandersetzen müssen. Beim Protagonisten hat man daher oft sogar das Gefühl, dass er selbst schuld an seinen Problemen ist. Er wirkt stellenweise regelrecht wahnsinnig. Der Schauspieler Greg Kinnear legt sich zwar mächtig als Hauptdarsteller ins Zeug, kann aber die Schwächen des Filmes auch nicht überdecken. Was die einzelnen Personen wirklich ausmacht und was sie zu bestimmten Handlungen treibt, wird meist ausgeklammert. Die ganze Geschichte des Robert Kearns zog sich über Jahrzehnte hin, was im Film so umgesetzt wurde, dass viele Zeitsprünge das Geschehen dominieren. Zeitweise hat man das Gefühl, dass wichtige Details fehlen, während andere Punkte überbewertet sind. Aus der Geschichte hätte man sicherlich mehr machen können, als eine Aneinanderreihung von mehr oder weniger wichtigen Fakten.

Fazit: „Flash of Genius“ ist ein Drama der Mittelklasse. Während der Film deutliche Schwächen aufweist, schafft wenigstens die Besetzung mit hochkarätigen Schauspielern einen Mehrwert. Die Kritik am Industriekonzern Ford basiert kaum auf Fakten und das Ende des Films zeichnet sich leider zu früh ab.


Filmkritik von Gastautor

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