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Fish Tank| Kritik 8/10

Kinostart
23.09.2010



Handlung

Ausgesprochen gereizt und streitsüchtig ist Mia (Katie Jarvis), seit dem sie von der Schule geflogen ist. Sowohl zu ihrer Familie, als auch zu ihren Freundinnen. Als eines Tages ein fast nackter Mann in der Küche (Michael Fassbender) steht - der neue Freund ihrer Mutter (Kierston Wareing) - erwacht etwas in Mia. Wer ist der Mann und wie wird sich seine Beziehung zu Mia entwickeln? Stellt er einen Vaterersatz dar, einen Freund oder mehr als ein Freund? Mia muss sich ihrer unsicheren Gefühle klar werden...


Filmkritik | Fish Tank

Wo kann man noch hin, wenn man ganz unten angekommen ist? Regisseurin und Drehbuchautorin Andrea Arnold beantwortet genau diese Frage im Sozialdrama "Fish Tank", für das sie 2009 den Preis der Jury bei den Filmfestspielen in Cannes abgesahnt hat, auf höchst sensible, aber auch erschütternde Weise. Bereits 2006 konnte sie mit "Red Road" in Cannes überzeugen und sich eine Einladung in den Wettbewerb um die Goldene Palme sichern.

"Fish Tank" ist düster, deprimierend und beschönigt nichts. Die junge Mia (beeindruckend: Katie Jarvis, die über keinerlei Schauspielausbildung verfügt und von Arnold bei einem laustarken Streit mit ihrem Freund "entdeckt" wurde) präsentiert sich schon in den ersten Minuten des Films uncharmant, bettelt um Geld und führt durch ihre trostlose Welt. Hier findet der Zuschauer nichts, um was er die Protagonistin beneiden könnte. Die Handkamera unterstreicht die erdrückende und beklemmende Atmosphäre, die energiegeladene Hauptdarstellerin bringt, vielleicht durch ihre Unerfahrenheit, aber eine ungeheure Intensität rüber und macht ihre Rolle so mehr als glaubhaft. Ihr 'Fish Tank' ist ihr soziales Umfeld, in dem sie gefangen ist. Alkohol, Drogen, Arbeitslosigkeit. Und doch ist da immer wieder ein Hoffnungsschimmer am ewig grauen Himmel, der Bewegung und Licht in den Film bringt.

Neben Katie Jarvis sind Kierston Wareing als Mutter Joanne und Michael Fassbender ("300") als neuer Freund Connor zu sehen. Beide haben es schwer neben der sprühenden Katie zu bestehen, aber Fassbender schafft dennoch den Spagat zwischen leidenschaftlichem Verführer und einem, der scheinbar kein Wässerchen trüben kann. Das Zusammenspiel mit den Frauen um ihn herum funktioniert perfekt. Und auch der Soundtrack passt wie die Faust aufs Auge. Cassie, Ja Rule, Gang Starr oder Jesse McCartney gewähren mit ihrer Musik Einblick in die Seele von Mia, unterstreichen ihre Leidenschaft fürs Tanzen und sorgen dafür, dass der Film nicht im Einheitsgrau verschwimmt.

"Fish Tank" ist in jedem Fall ein sehenswerter Film fernab der "Hollywood-Realität". Es ist erfrischend, so authentische und lebendige Darsteller beobachten zu können, die sich ihren Weg aus der Tristesse des Lebens suchen. Wie schillernde Fische in einem Aquarium.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Fish Tank

© Kool Filmdistribution

Kommentare


Dominic
21.03.2011, 20:34:17
Ein echt sehr guter gelungener Film, klasse Handlung, interessante Geschichte und super Umsetzung

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Steckbrief
Regie
Andrea Arnold

Darsteller
Harry Treadaway, Katie Jarvis, Kierston Wareing, Michael Fassbender, Rebecca Griffiths, Sarah Bayes, Sydney Mary Nash

Genre
Drama
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Herstellungsland
Großbritannien, Niederlande




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