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Final Destination 5| Kritik 8/10

Kinostart
25.08.2011



Handlung

Der Tod schlägt erneut zu, als eine Gruppe von Arbeitern aufgrund einer Vorahnung rechtzeitig vor dem katastrophalen Zusammenbruch einer Hängebrücke gerettet wird. Doch diesen arglosen Seelen war es nie vorherbestimmt, das fürchterliche Unglück zu überleben: Weil sie nach wie vor dem Untergang geweiht sind, beginnt nun ein grausiger Wettlauf gegen die Zeit: Hektisch versuchen sie dem unerbittlichen Terminkalender des Todes zu entkommen.


Filmkritik | Final Destination 5

Wenn sie nicht gestorben sind, dann rennen sie noch heute. Kennt man einen Film der „Final Destination“-Reihe, kennt man sie alle. Die Unterschiede liegen im Kleingedruckten: Hier einige Jungdarsteller ausgewechselt, dort eine blutrünstige Vorahnung durch eine andere vertauscht und fertig ist die Fortsetzung von der Stange. Auch im fünften Teil heißt es wieder: „Leg dich nicht mit Gevatter Tod an!“ Ambitionierte Filmprojekte sehen definitiv anders aus, wäre da nicht ein ehemaliger Praktikant von James Cameron, der mit „Final Destination 5“ sein Regiedebüt feierte.

Natürlich war Steven Quale weit mehr als nur Praktikant. Er war ein enger Mitarbeiter von James Cameron, dem König der (Film-) Welt und begleitete ihn zunächst als Assistent bei „The Abyss“, arbeite sich später zum Second Unit Director für „Titanic“ und „Avatar“ hoch und besetzte am Ende sogar den Posten eines Visual Effects Supervisors. Technisch sollte er somit mit allen Wassern gewaschen sein und mit der originalen Cameron-Pace-3D-Kamera im Gepäck gab er sich der irrwitzigen Vorstellung hin, einem längst überholten Filmfranchise neues Leben einhauchen zu können. Das schockierende dabei, dieses Kunststück gelang dem Regisseur tatsächlich. Einerseits ist es erstaunlich, dass dem Regieneuling keine gröberen Fehler passierten. Er versteht, seine Zuschauer auf die Folter zu spannen und die Spannungsschrauben Millimeter für Millimeter durch Hinauszögern des Erwartungsmoments anzuziehen. Der Film geizt nicht mit Blut und sehr expliziten Tötungsszenen, hält konsequent und sauber auf alle nur erdenklich klaffenden 3D-Wunden drauf und tut alles dafür, dass die Unzulänglichkeiten des Drehbuchs nicht zu sehr ins Gewicht fallen. Zudem merkt der Zuschauer schnell, dass hier ein Mann am Werk ist, der sich mit der stereoskopischen Materie auskennt. Man ist fast gewillt, das Wort „geistreich“ im Umgang mit dem 3D-Effekt zu verwenden. Auch Quale kommt um altbekannte Jahrmarkttricks nicht herum, aber wenn er seine diabolischen Suspensefallen endlich zuschnappen lässt und sich der Zuschauer wieder für einige Minuten entspannt in den Sitz zurückfallen lassen kann, liegt das nicht zuletzt an der gekonnten Nutzung des 3D-Raums. Ganz wie bei Meister Cameron selbst, ist der stereoskopische Effekt nicht nur nativ, sondern verleiht dem Film erst seine bluttriefende Existenzberechtigung.

Kommentar am Rande: Die ungeschnittene Version von „Final Destination 5“ wurde von der FSK mit einem „Keine Jugendfreigabe“-Etikett versehen, jedoch wird der Film in limitierter Stückzahl auch als geschnittene FSK16-Fassung sein Unwesen treiben. Wer diese Version antrifft, tut gut daran - in bester „Final Destination“-Manier - hysterisch den Kinosaal zu verlassen - ausnahmsweise nicht, um dem Sensenmann von der Schippe zu springen, sondern um ihn bei der nächsten Gelegenheit in voller, blutiger Pracht erleben zu können.

Final Destination 5“, der Härteste Film des Jahres, der sich anfühlt, wie die beste Komödie des Jahres. "Back to roots" bekommt hier eine völlig neue Bedeutung und erinnert in manchen Momenten an „Scream 4“, der ähnlich kokett und mit neuentfachter Ironie seiner eigenen, totgeglaubten Reihe neues Leben einhauchen konnte.


Filmkritik von Orlindo Frick

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Bilder / Fotos

Final Destination 5

© Warner Bros. Pictures

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Steckbrief
Regie
Steven Quale

Darsteller
Emma Bell, Jacqueline Macinnes Wood, Miles Fisher, Nicholas D'Agosto, Tony Todd

Genre
Horror, Thriller
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Herstellungsland
USA


Filmreihe


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