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Fast and Furious - Neues Modell. Originalteile.| Kritik 3/10

Kinostart
02.04.2009



Handlung

Acht Jahre nach seiner Flucht aus den USA lebt Dominic Toretto (Vin Diesel) mit seiner Freundin Letty (Michelle Rodriguez) in der Dominikanischen Republik in einer Hütte am Strand. Sie halten sich mit dem Diebstahl von Tanklastern ganz gut über Wasser, jedoch wird Dominic immer noch per Haftbefehl gesucht. Um sie nicht länger in Gefahr zu bringen, verlässt er Letty schließlich. Sie geht zurück nach L.A., wo sie kurz darauf ermordet wird. Als Dominic von ihrem Tod erfährt, reist er kurzerhand, obwohl er dort immer noch vom FBI gesucht wird, ebenfalls in die Staaten. Auf der Suche nach Lettys Mördern kreuzt sich sein Weg bald mit seinem alten Kumpel Brian O'Conner (Paul Walker), der mittlerweile wieder in den Polizeidienst zurückgekehrt ist und somit auf der anderen Seite des Gesetzes steht. Beide sind jedoch hinter dem gleichen Mann her, dem mexikanischen Drogendealer Braga Double (Robert Miano). Sie schleichen sich in seine Organisation ein, um ihm gemeinsam das Handwerk zu legen...


Filmkritik | Fast and Furious - Neues Modell. Originalteile.

Der grundlegende Baustein bei Filmen vom Typ "Fast & Furious - Neues Modell. Originalteile." scheint der Gegensatz zwischen Mensch und Maschine zu sein. Sicher werden viele Zuschauer gebannt die Rennen verfolgen, doch bleiben die Akteure blass und unnahbar. Sie scheinen so emotional unberührbar zu bleiben, weil Reflexion nicht ihre bevorzugte Denkart ist. Zwar wird ein Protagonist schließlich erschossen, doch bringt dies die anderen auch nicht zu irgendwelchen Einsichten. Van Diesel serviert seine Muskel-Autos mit starkem Drive, doch die Schauspieler wirken angesichts dieser mechanischen Präzision deplatziert und fremd. Am Ende einer nicht so erfolgreichen Fahr-Sequenz zucken sie mit den Augenbrauen und das war es dann.

Es gibt eine Menge Mädchen, die in diesem Film geküsst werden, doch dies wird durch den Regisseur Justin Lin eher als visuelle Abkürzung für den Hedonismus einer moralisch aufgeräumten Welt inszeniert. Die Korrelation zwischen "Mädchen küssen" und unerträglicher Distanziertheit im emotionalen Erleben ist so offensichtlich, dass der Zuschauer davon nicht berührt werden kann.

Sex und Erotik kommen also in diesen Film trotz gegenteiliger Promotion nicht gut weg. Dies wird ergänzt durch die die Film-These, dass jede Gewalt einer staatlichen Einrichtung zwecklos ist und sinnlos bleiben muss. Die Polizisten sind machtlose Papiertiger, die zwar hart arbeiten, um das Publikum zu erfreuen, doch Undercover Agent Brian hat für alle Bemühungen nur einfach "Fuck you" wegen des wirkungslosen "Business as usual" übrig. In der gleichen Zeit werden die Gauner eingeweiht in bestimmte Feinheiten und Lifestyle Freiheiten, die zwar Neid hervorrufen, aber doch am Anlauf der vorprogrammierten Handlung nichts ändern können.

Im Jahr 2001 überraschte die erste Variante des Films noch mit neuen Perspektiven und einem innovativen Schwung. Davon ist jetzt nur in Ansätzen etwas zu spüren. "Es ist nur Auto-Kultur, spielt also keine Rolle für die Welt, wie sie wirklich ist", meint Protagonist Brian O'Conner. "Und das ist der Grund dafür, warum diese Art von Beschäftigung so uninteressant ist." Da hilft es auch nicht weiter, wenn die Wüste als Handlungsraum häufig und penetrant nach vorne gedrängt wird. Aber ein schöner Ansatzpunkt für Verfolgungsjagden und das Explodieren und Abbrennen von Tankfahrzeugen gibt das Szenario natürlich her.

Warum gehen Menschen zu Filmen wie diesem? Es müssen die Fantasy-Elemente sein. Denn die Welten, die hier erzeugt werden, sind eine Welt, in der keine Überzeugungen oder Übertretungen für die reale Welt Konsequenzen haben. Denn Fast & Furious gestaltet Aufgaben, die alle Protagonisten einfach umsetzen, die jeden Cliffhanger vermeiden und jeder tatsächlichen Herausforderungen aus dem Wege gehen.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Fast & Furious - Neues Modell. Originateile

© Universal Pictures International Germany GmbH

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