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Fanboys| Kritik 4/10

Kinostart
30.07.2009



Handlung

Wir befinden uns im Jahr 1998, der Star Wars-Hype ist wenige Wochen vor dem Kinostart von EPISODE I auf dem Höhepunkt. Gerade jetzt müssen die eingefleischten Fans Hutch (Dan Fogler), Windows (Jay Baruchel) und Eric (Sam Huntington) erfahren, dass ihr alter Schuldfreund Linus (Christopher Marquette) an Krebs erkrankt ist und die Premiere des heiß ersehnten Werks vermutlich nicht mehr erleben wird. Um ihm eine letzte Freude zu bereiten, schmieden die Jungs einen waghalsigen Plan: Sie wollen in George Lucas "Skywalker-Ranch" einbrechen, um eine Filmkopie von EPISODE I zu klauen und dem todkranken Luis vorführen zu können. Gemeinsam mit Fangirl Zoe (Kristen Bell) begeben sie sich auf eine aberwitzige Reise quer durch Amerika. Denn natürlich ist das Vorhaben schwieriger als zunächst erwartet. Unter anderem, weil die Truppe sich auf dem Weg zu Mr. Lucas mit übel gelaunten Star Trek-Freunden, durchgeknallten Bikern und anderen Hindernissen herumschlagen muss.


Filmkritik | Fanboys

Die Filmidee von „Fanboys“ hat etwas bestechendes. Vier total begeisterte Star-Wars-Filmfans begeben sich auf eine Reise gegen die Zeit zur Skywalk Ranch von George Lucas, um dort die „Episode 1“, die am 19. Mai 1999 Premiere haben wird, vor allen anderen zu sehen. Leider trägt diese Idee nicht einen abendfüllenden Spielfilm, zumindest diesen hier nicht. Den beiden Drehbuchautoren Ernest Cline und Adan F. Goldberg ist die Geschichte einfach zu dünn geraten. Sie hat dann auch Regisseur Kyle Newman, der auch den Teenie-Horror „The Hollow“ gedreht hat, nicht mehr vitalisieren können.

Fanboys“ krankt an allerlei. Vor allem ist dieser Film ein unausgegorener Stilmix aus Parodie, Hommage, Roadmovie und Teenie-Komödie. Dem Mix fallen logische Handlungsstränge und die Entwicklung der Figuren im Laufe der erzählten Geschichte zum Opfer. Den Erzählfluss hemmen die – mitunter selbstverliebten – Anspielungen und Gimmicks auf die Star-Wars-Saga und verwandte Episoden. So gerät „Fanboys“ zu einer schalen Nummernrevue.

Sketch reiht sich hier an Sketch, manche sind gar nicht so übel, aber 128 Filmminuten trägt das eben nicht. Da treten die Sicherheitskräfte der Ranch in eben jenem futuristischen Outfit auf, der aus „THX 1138“ stammt, dem Debütfilm von George Lucas 1971. Und als der sterbenskranke Linus unbedingt aus dem Hospital raus will und der behandelnden Ärztin seinen großen Traum von der Reise auf die Skywalk Ranch erzählt, fragt diese nur: „Was ist denn Star Wars?“ Ein schöner, aber auch genau so belangloser Insiderwitz, die Frau in Weiß wird von Carrie Fisher gespielt, die holde Prinzessin Leia aus den erste drei Star-Wars-Filmen der 70-er und 80-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

Das merkwürdige an „Fanboys“ ist es überhaupt, dass die Nebenrollen prominenter besetzt sind als die Hauptrollen. Star-Wars-Fans dürfen sich nämlich auch noch auf die Auftritte von Ray Park und Billy Dee Williams freuen. Sogar Captain Kirk aus „Star Trek“ verirrt sich in diesen Film. Wenn William Shattner aus dem Dunkel des Spielcasinos tritt, ist das eine von vielen Begegnungen der überraschenden Art. Die Hauptfiguren werden von den Nebenfiguren einfach an die Wand gespielt. Allein Kristen Bell („Veronica Mars“), das Girl in der Runde, kann Profil gewinnen.

Schließlich hat es „Fanboys“ auch nicht gut getan, dass Produzent Harry Weinstein ihn zwei Jahre lang immer wieder umschneiden und sonst wie überarbeiten ließ.
Fanboys“ ist eine erstaunlich brave Komödie, die man sich vom Stoff her doch ungleich schräger wünscht. Irgendwann auf der 2000 Kilometer langen Strecke von San Francisco zur Skywalk Ranch geht dem 93 Minuten langen Streifen die Puste aus. Zu viele Köche haben den Brei verdorben. Einige gelungene Sketche und Cameo-Auftritte bleiben im Gedächtnis. Das ist aber viel zu wenig.


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