Handlung
Viele junge Talente finden sich unter den Neulingen, die an der berühmten New York School of Performing Arts um ihren eigenen Weg kämpfen. Da ist der charismatische Marco (Asher Book), ein Italo-Amerikaner aus der Arbeiterklasse; oder Alice (Kherington Payne), die aus privilegierten Verhältnissen stammt und nun ihre Ballerina-Karriere vorantreiben will; der ambitionierte Sänger Malik (Collins Pennié), der seine Vergangenheit hinter sich lassen muss, um sein Können unter Beweis zu stellen; sowie die quirlige Joy (Anna Maria Perez de Tagle), die mit viel Herz und Courage ihren Weg bestreitet – und nicht zuletzt der scheue Filmemacher Neil (Paul Iacono), der sich nun der realen Welt stellen muss. Voller Energie und Enthusiasmus machen sich die ambitionierten Aufsteiger auf die Suche nach Erfolg auf und finden dabei zu sich selbst.
Filmkritik | Fame
Warum der Film "Fame" überhaupt in die Kinos kam und nicht gleich als DVD auf den Markt geworfen wurde, man weiß es nicht. Eigentlich kann man sich sogar die Frage stellen, warum er überhaupt gedreht wurde, so schlecht und überflüssig ist dieses Remake eines Mega-Erfolgs aus den 1980er Jahren. Nach seinem Erscheinen in den US-amerikanischen Kinos war der Streifen beim Publikum zwar recht erfolgreich, fiel aber bei der Kritik komplett durch. Jetz soll "Fame" sogar für die berüchtigte Goldene Himbeere, "Ehrenauszeichnung" für den schlechtesten Film der Saison, nominiert werden.
Die Handlung des Original-Films "Fame" von 1980 wurde mit ein paar zeitgemäßen Abänderungen 1 zu 1 übernommen: Ein Trüppchen ehrgeiziger Jungtalente macht sich auf den Weg nach Big Apple, um an der renommierten New York School of Performing Arts die knochenharte Aufnahmeprüfung zu bestehen. Manche scheitern, einige schaffen es, zwischendurch wird ausgiebig getanzt und gesungen, garniert mit Binsenweisheiten der Lehrer wie "Du hast Talent" oder "Du hast die Power". Fans von Sendungen wie "Deutschland sucht den Superstar" oder "Popstars" mögen ihre Freude an dem Streifen haben, der die Zuschauer mit bombastisch aufgeblasener Musik völlig zuschüttet. Ein rüder, liebloser Schnitt und eine uninspirierte Regie (Kevin Tancharoen) besorgen dem Film den Rest.
Das temporeiche und stimmige Original von Alan Parker war 1980 zu Recht für Golden Globe und Oscar nominiert geworden. Für den Titelsong gab´s sogar die begehrte Statuette und Hauptdarstellerin und Sängerin Irene Cara ("Flashdance") konnte eine Karriere als Popstar starten. Ob das ihrer Kollegin im Neuaufguss, Naturi Naughton, ehemalige Sängerin der R´n´B-Gruppe 3LW und mit Bühnenerfahrung in Musicals wie "Hairspray", gelingen wird, bleibt abzuwarten: Immerhin kam sie mit der Coverversion des Titelsongs in die Top 40 der britischen Charts.
Naturi Naughton ist die einzige, die mit Stimme und Ausstrahlung ein bisschen Pep in den öden Film bringt und deren Namen man sich merken sollte. Ihre Auftritte lassen erahnen, was aus dem Film vielleicht hätte werden können, wenn man zumindest bei der Auswahl der Darsteller auf mehr Qualität geachtet hätte. Doch die spielen bis auf Naughton allesamt hölzern und blass, teilweise überzogen und augenrollend, und erinnern an Schüler- oder Laientheater. Und Regisseur Kevin Tancharoen, ein Tänzer und Choreograph, der für Madonnas und Britney Spears´ Bühnenshows gearbeitet hat, möchte man zurufen: Schuster, bleib bei deinem Leisten!
Filmkritik von mkrispien