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Falco - Verdammt, wir leben noch!| Kritik

Kinostart
05.06.2008



Handlung

Bioepics über Musiker haben Konjunktur. Nach Filmen über Ray Charles, Johnny Cash, Bob Dylan, Pattie Smith und sogar Roy Black kommt mit "Falco - Verdammt, wir leben noch!" der Spielfilm über den österreichischen Pop-Star in unsere Kinos. Der Film von Thomas Roth (Drehbuch und Regie) erzählt eine Pop-Tragödie: Das Leben und Sterben des Johann Hans Hölzel, besser bekannt als "Falco", aus dem 5. Wiener Bezirk. Dieser Film spannt den Bogen von der Kindheit bis zum frühen Tod im Karibik-Paradies der Dominikanische Republik.

Falco, geboren am 19. Februar 1957, wächst in eher tristen Verhältnissen auf. Wie Mozart gilt auch er als "musikalisches Wunderkind". Der Vierjährige schwingt den imaginären Taktstock zum Radio so begeistert, dass ihm die Mutter Klavierunterricht vermittelt. Als er elf Jahre alt ist, verlässt der Vater die Familie, drei Jahre später stirbt die innig geliebte Großmutter. Zwei Ereignisse die den sensiblen Musiker und Menschen offenbar ein Leben lang verfolgt haben. Nach seinem internationalen Super-Hit "Rock Me Amadeus", der 1986 sogar die Spitze der US-Charts erobern konnte, klafft die Schere zwischen Starruhm und privater Verletzlichkeit immer stärker. Falco betäubt sich mit Alkohol, er dröhnt sich zu mit Drogen und rasch wechselnden Frauen. Ein Leben hart am Limit: Am 06. Februar 1998 kommt Falco bei einem tragischen Autounfall ums Leben.


Filmkritik | Falco - Verdammt, wir leben noch!

"Mondscheiner"-Sänger Manuel Rubey verkörpert im Film den "Falco" - ein Glücksfall. Denn Rubey zieht alle Register, er ahmt die Manierismen und Verschrobenheiten des Stars gekonnt nach, spielt ihn als arroganten, aber auch witzigen und poetischen Egomanen. Rubey, dessen Mondscheiner die Mitglieder von Falcos erster Band Hallucination Company mimen, schlug sich selbst jahrelang als Heurigen-Kellner und Schauspieler in Kindertheatern durch das Leben. Die Geschichte selbst teilt das Schicksal vieler Bioepics: Weil der Zuschauer die Handlung und vor allem das Ende schon kennt, gibt es keine Überraschungen mehr. Diese können allenfalls im Detail liegen. Doch Thomas Roth fällt filmisch nicht allzuviel ein. Der Regisseur erzählt die Geschichte etwas zu brav und bieder. Mehr Widerhaken - und die Geschichte würde stärker unter die Haut gehen.

"Verdammt, wir leben noch!" bezieht seinen Titel auf einen Song sowie auf ein posthum erschienenes Album. Der Soundtrack besteht aus zehn bislang unveröffentlichten Songs von Falco aus den Jahren 1987 bis 1997. Sie sind atmosphärisch hervorragend in das Spielgeschehen eingebettet. Und auch die beiden Club-Remixes, die Falco angeblich noch zu Lebzeiten abgesegnet haben soll, überzeugen: "Der Kommissar" und eben "Verdammt, wir Leben noch". Fazit: Ein Schauspielerfilm für Falco-Fans mit einem exzellenten Soundtrack. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Falco - Verdammt, wir leben noch!

© Drei-Freunde Filmverleih

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Steckbrief
Regie
Thomas Roth

Darsteller
Arno Frisch, Christian Tramitz, Julian Sharp, Manuel Rubey, Mola Adebisi, Patricia Aulitzky, Susi Stach

Genre
Biografie, Drama

Tags
Musik
Gastkritiken
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Herstellungsland
Deutschland, Österreich




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