Event Horizon - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Event Horizon| Kritik

Kinostart
1997



Handlung

Dem Wissenschaftler Dr. Weir (Sam Neill) gelingt es, ein Raumschiff zu bauen, das Raum und Zeit überwinden und schneller als das Licht zu entfernten Sonnensystemen reisen kann. Hierzu hat er den sog. Gravitationsantrieb entwickelt, mit dem es möglich werden soll, unermeßliche Entfernungen in kürzester Zeit zu überwinden. Die Event Horizon soll zum Alpha Centauri-System fliegen, verschwindet auf dieser Reise jedoch spurlos. Sieben Jahre später taucht sie plötzlich in der Umlaufbahn des Neptun auf, scheinbar unversehrt. Ein Rettungsteam wird ausgesandt, um nachzusehen, ob irgend jemand von der Crew überlebt hat und macht dabei einige schreckliche Entdeckungen...


Filmkritik | Event Horizon

Wer sich gern einmal einen völlig abstrusen Science Fiction-Streifen ansehen möchte, der sollte sich Event Horizon auf keinen Fall entgehen lassen. Allerdings sollte er keine Angst vor Schockeffekten haben, mit denen ausgesprochen verschwenderisch umgegangen wird. Hier fließt das Blut nicht liter-, sondern gleich hektoliterweise. Vielversprechend und spannend ist lediglich der Anfang, nach ca. einer halben Stunde befindet man sich unversehens in einer drittklassigen Horrorshow. Und dabei ist es eine so hübsche Idee, ein Raumschiff durch ein schwarzes Loch fliegen zu lassen. Eigentlich sollte das die Phantasie eines Drehbuchautors beflügeln, aber Philip Eisner hat vermutlich zu viele Schlächterfilme gesehen - wahrscheinlich ein Kindheitstrauma, das er durch dieses Drehbuch zu kompensieren versucht oder er steht schlicht und einfach auf Horrorfilme.

Die Hauptrollen sind mit zwei hervorragenden Schauspielern besetzt, denen man allenfalls vorwerfen kann, daß sie keine besonders glückliche Hand bei der Auswahl ihrer Drehbücher haben. Lawrence Fishburne spielt den Kommandanten des Rettungsschiffes, der versucht, zu retten was zu retten ist, jedoch im Endeffekt hilflos zusehen muß, wie der Konstrukteur der Event Horizon (Sam Neill), immer mehr dem Wahnsinn verfällt. Beide machen ihre Sache gut, aber selbst sie können die Schwächen des Skripts nicht kompensieren. Es ist einfach zu hanebüchen. Die beiden Frauen im Film dienen ausnahmsweise einmal nicht nur als hübsche Dekoration, sie müssen sich weder ausziehen noch für die Männer Kaffee kochen und Brote schmieren, aber auch sie kommen nicht richtig zum Zuge, wie alle Mitwirkenden an dieser filmischen Demonstration von (un)gewolltem Chaos. Die Musik von Michael Kamen verstärkt noch den Eindruck von Chaos - derartig nervtötende, hämmernde Klänge habe ich schon seit langem in keinem Kinofilm mehr gehört, und sie haben mich letztendlich lange vor Ende des Nachspanns aus dem Saal getrieben.

Fazit: Ziemlich danebengegangene, abstruse Geschichte einer Reise jenseits der Grenzen unseres Universums mit ein paar guten Ideen, die jedoch nicht zuende gedacht wurden.


Filmkritik von Monika Hübner

Sag es weiter



Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 10 * 6 - 19 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.




Steckbrief
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA, Großbritannien

Alternativ- bzw. Originaltitel
Am Rande des Universums




Benutzername

Passwort

Anzeige