Handlung
Ein paar Tage vor der Jahrtausendwende steigt Satan aus der Hölle empor, um in der Silvesternacht mit einer menschlichen Frau, die durch die Stunde ihrer Geburt auserwählt wurde, seinen Sohn zu zeugen. Natürlich will er außerdem sein Reich auf Erden errichten und den unbequemen Rivalen, der seit 2000 Jahren an der Macht ist, ein für allemal kaltstellen. Ein paar fanatische Priester versuchen, dies zu verhindern, indem sie die "Auserwählte" Christine York (Robin Tunney) beseitigen. Sie haben jedoch nicht mit dem Ex-Cop Jericho Cane (Arnold Schwarzenegger) gerechnet, der entschlossen ist, die junge Frau zu beschützen und den Antichristen zu besiegen. Natürlich lässt dieser sich nicht so leicht ins Handwerk pfuschen, und schließlich wird daraus die ungemütlichste Silvesterparty, die man sich nur vorstellen kann.
Filmkritik | End of Days
Arnie ist zurück, diesmal mit der Mission, die Welt vor dem Antichristen zu retten. Die Rolle des zynischen Höllenfürsten ist mit Gabriel Byrne bestens besetzt, so richtig zum Zuge kommt er aber irgendwie nicht. Peter Hyams spielt mit den Urängsten der Menschen, die auch in unserer modernen Zeit - obwohl bei den meisten tief vergraben - noch nicht ganz verschwunden sind. Diese Mischung aus modernem Technologiezeitalter und der mittelalterlichen Angst vor der Apokalypse hätte durchaus einen interessanten Film (inklusive aller nötigen Action) ergeben können, aber ähnlich wie bei "Das Relikt" wurde auch hier eine Menge Potential verschenkt und verpuffte buchstäblich im Engagement der Pyrotechniker. Eigentlich schade, denn das Thema an sich ist reizvoll und ließe sich mit heutigen Mitteln auf imposanteste Art und Weise auf die Leinwand bringen. An Stan Winstons Animationen gibt es auch grundsätzlich nichts auszusetzen, sie können den Film jedoch nicht retten. So verlässt man das Kino mit dem Gefühl, sich zwar zwei Stunden lang recht gut unterhalten zu haben, aber mehr auch nicht. Einen tieferen Eindruck hinterlässt das Höllenspektakel nicht, und letztendlich dürfte der Gedanke an das Versagen von Computern zum Jahreswechsel 1999/2000 den meisten mehr Kopfschmerzen bereiten als die Angst vor der Wiederkunft des Antichristen. Die Fans von Arnold Schwarzenegger dürften trotz allem auf ihre Kosten kommen, wer aber nicht unbedingt auf dieses Genre steht, kann ihn getrost auslassen.
Filmkritik von Monika Hübner