Handlung
Nach dem unglaublichen Erfolg des Streifens "Keinohrhasen" hat sich Til Schweiger, Schauspieler und Regisseur, ein weiteres Mal kreativ ins Zeug gelegt und präsentiert zusammen mit Christof Wahl und Torsten Künstler einen neuen Kinofilm.
Die Prinzessin Herzelinde, gespielt von der Jungdarstellerin Julia Dietze, wird von dem griesgrämigen und hinterhältigen Grafen Luitpold Trumpf, diese Rolle wurde dem Schauspieler Udo Kier zu teil, auf seine Burg entführt. Herzelindes Vater, der lebenserfahrene und vom Volk verehrte König Gunther (Thomas Gottschalk) setzt natürlich alles erdenkliche daran, seine Tochter wiederzufinden. Deshalb beauftragt er Ritter Lanze (Til Schweiger) und Ritter Erdal (Rick Kavanian). Ja Sie haben richtig gelesen: etwas weiter im Film erfährt der Kinozuschauer über den Migrationshintergrund des Ritters Erdal, nach seiner Tochter zu fahnden. So verschieden wie die beiden Ritter jedoch sind, verhalten sie sich anfangs sehr unbeholfen. Sie stiften ein Chaos nach dem anderen an und die Suche nach der geliebten Tochter des Königs scheint unüberwindbar. Doch auch die größten Pannen bringen das Duo nicht auseinander, Ritter Lanze und Erdal raffen sich zusammen, suchen erbittert nach Herzelinde und werden fündig! Sie befreien Herzelinde. Ritter Lanze, der währenddessen tiefe Gefühle für die Prinzessin entwickelt halt, kann sich nicht überwinden, ihr seine Liebe zu gestehen. Sein Gefährte Erdal hilft dabei dem schüchternen Ritter seine Geliebte zu erobern.
Filmkritik | 1 1/2 Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde
Und so nimmt der Film sein langweiliges Ende. Schon anfangs werden einige Zuschauer enttäuscht werden. Auch wenn die Rollenbesetzung hervorragend gelungen ist, viele einflussreiche und sehr gute Schauspieler an diesem Kinofilm beschäftigt sind, findet man eine 0815-Geschichte vor, die auf den Zuschauer trocken und öde wirkt. Neben dem erfolggekrönten und viel umjubelnden Film "Keinohrhausen" wirkt der neue Streifen "1 ½ Ritter - Auf der Suche nach der hinreißenden Herzelinde" leider umso schlechter gemacht. Auch die witzigen Gags, die immer wieder die Stimmung im Kinosaal zumindest für eine kurze Zeit aufheitern lassen, wirken die Assoziationen der neumodernen Zeit, wie beispielsweise das Auftreten der Boyband New Kids On The Block, auf den Zuschauer leider zu üppig und gewollt.
Und trotz allem beeindruckt das Auftreten vieler großer Berühmtheiten das Publikum. Neben Showmaster Thomas Gottschalk, bereichern auch Sänger Roberto Blanco oder Schauspieler Udo Kier das Geschehen. Fazit: Auch wenn man Til Schweiger ansieht, wie viel unheimliche Arbeit er in den Kinostreifen gesteckt hat, kann der Film seinem Vorgänger "Keinohrhasen" leider nicht das Wasser reichen.
Filmkritik von Gastautor