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Eine neue Chance| Kritik

Kinostart
29.05.2008



Handlung

Brian Burkes (David Duchovny) und Jerry "Sunny" Sunborne (Benicio Del Toro) sind seit vielen Jahren die besten Freunde. Auch wenn beide sehr unterschiedliche Charaktere haben, sind sie füreinander da. Während Jerry alleine lebt, ist Brian mit Audrey (Halle Berry) verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Audrey ist Jerry sehr negativ gegenüber eingestellt.

Eines Tages wird Brian erschossen. Er wollte eine Frau beschützen, die von ihrem Mann geschlagen wird. Mit dem Tod von Brian bricht die ganze heile Welt von Audrey in sich zusammen. Sie ist alleine mit ihren beiden Kindern. Obwohl Sunny harte Drogen nimmt, bittet ihn die junge Witwe um Hilfe. Er zieht bei der Familie seines verstorbenen Freundes ein. Konflikte müssen täglich zwischen dem Ersatzvater und den Kindern gelöst werden. Bald verliebt sich Audrey in Sunny. Er versucht für die Kinder da zu sein und vom Heroin loszukommen.


Filmkritik | Eine neue Chance

Zwei charismatische Oscarpreisträger in einem Film, ist ein gewagtes Experiment. Die dänische Regisseurin Susanne Bier zeigt in „Eine neue Chance“ wie sensibel eine Kameraführung sein kann. Teilweise ist der Zuschauer ganz nahe dran am Geschehen, aber in manchen Szenen hält die Kamera eine respektvolle Distanz zu den Protagonisten. Eine erkennbare Parallele zu ihrem Dogma Film „Brothers - Zwischen Brüdern“.

Leider trägt der Film in manchen Szenen zu dick auf. Eine solche ist die Schlüsselstelle als Brian ermordet wird. Ritterlich versucht der liebenswerte Ehemann und Vater eine hilflose Frau vor ihrem psychopatischen Gatten zu retten. Dabei geht dessen Pistole los. Das ist eindeutig zu schnulzig. Ein Verkehrsunfall wäre glaubhafter gewesen. Brian muss unerwartet aus dem Leben gerissen werden, die Frage ist nur, ob dies in „Eine neue Chance“ gelungen ist.

Halle Berry und Benicio Del Toro sind von Anfang an zwei perfekte Gegenpole. Sie möchte nicht, dass ihr Ehemann Brian die Freundschaft mit dem Heroinjunkie pflegt. Auch Sunny ist alles andere als ein Fan von ihr. Im Gegensatz zu seiner Darstellung als Che Guevara, überzeugt der Oscar Preisträger aus Puerto Rico. Benicio Del Toro kennt aus seiner eigenen Biographie, wie es ist einen Elternteil zu verlieren. Seine Mutter starb, als er neun Jahre alt war. Halle Berry hingegen spielt ein wenig zu extrem. Zuerst die totale Ablehnung von Sunny, dann der tiefe Fall als der geliebte Partner stirbt. Plötzlich will sie, aus der Not geboren, dem Junkie eine Chance geben. Leider ist nach dem Einzug von dem potenziellen Ersatzvater die Handlung in vielen Bereichen vorhersehbar. Besonders die Szenen als Sunny das Vertrauen der beiden Kindern gewinnen will, drücken zu sehr auf die Tränendrüse.

Ein Kassenschlager wird „Eine neue Chance“ nicht werden. Es fällt in vielen Sequenzen zu sehr aus dem üblichen Hollywoodrahmen. Das ist aber auch manchmal gut.


Filmkritik von Gastautor

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Eine neue Chance

© Paramount Pictures International Germany

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Steckbrief
Regie
Susanne Bier

Darsteller
Alexis Llewellyn, Alison Lohman, Benicio Del Toro, David Duchovny, Halle Berry, John Carroll Lynch, Micah Berry, Paula Newsome, Robin Weigert, Sarah Dubrovsky

Genre
Drama

Tags
Drogen, Familie
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
Großbritanien, USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Things We Lost in the Fire




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