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Ein Mann für alle Unfälle| Kritik

Kinostart
15.05.2008



Handlung

Die drei Jungs Emmit (David Dorfman), Ryan (Troy Gentile) und Wade (Nate Hartley) werden in der Schule ständig von älteren Schülern schikaniert. Da sie sich dagegen schwer wehren können, beschließen sie kurzerhand einen Bodyguard zu engagieren. Auf eine Zeitungsannonce melden sich einige komische Typen - nicht die richtigen. Dann stellt sich "Drillbit Taylor" (Owen Wilson) vor, ein smarter Draufgänger, der sich als Lehrer ausgeben und in die Schule einschmuggeln will. Dank seiner unkonventionellen Art, geben die Jungs ihr Schicksal in Taylors Hände.


Filmkritik | Ein Mann für alle Unfälle

Endlich! Nach „Roadtrip“ und den zu vielen Remakes von „American Pie“ beweist „Ein Mann für alle Unfälle“, dass es auch wirklich witzige Highschoolkomödien geben kann. Eigentlich bedienten sich das Erfolgsduo Judd Aptow und Seth Rogen ein wenig von dem 1980 verfilmten Streifen „My Bodyguard“. Die Mischung aus intelligentem Slapstick und kreativen Filmideen zeichnen „Ein Mann für alle Unfälle“ aus. Die Komödie ist kurzweilig und handelt von drei uncoolen Schülern, die auf dem Campus immer die Opfer von Hänseleien sind. Als Zuschauer ertappt man sich selbst dabei, wie man über den einen oder anderen derben Schülerstreich lacht, der dem Trio widerfährt, doch wollte man an seiner eigenen Schulzeit in dieser undankbaren Rolle sein? Ist es eigentlich nicht tragisch, wie wehrlos solche Teenager gegen Spott und Schulrowdys sind?

Diese Komödie beweist einen überraschenden Tiefgang, in dem sie mit der Schülergewalt ein aktuelles Thema aufgreift. Jedoch erhebt das Autorengespann Judd Aptow und Seth Rogen nicht den moralischen Zeigefinger: Die drei Außenseiter greifen in dem Film zur Selbsthilfe. Sie engagieren sich einen Bodyguard. Bezeichnenderweise holen sie sich keinen strahlenden Helden zur Hilfe, sondern einen Loser. Ihr Retter Drillbit Taylor (gespielt von Owen Wilson) ist obdachlos. Eher ein Thekenphilosoph als ein Rambo. Der Gescheiterte kommt den Gequälten zur Hilfe. Was für eine geniale absurde Idee!

Was bemerkenswert ist, wie sensibel Owen Wilson diese Rolle ausfüllt. Er spielt die drei jugendlichen Hauptdarsteller nicht an die Wand, sondern schafft es, ein gemeinsames Niveau mit ihnen zu finden. Das die Chemie am Set zwischen den Schauspielern stimmte, ist hier sicher kein PR-Gerücht. Man sieht es am überraschenden Ergebnis! Owen Wilson verkörpert in dem Film den großen Bruder, den sich jeder in der eigenen Schulzeit sicher mehr als einmal herbeigesehnt hat. Immer zur Stelle, wenn man ihn braucht. Lässig und unerkannt schleicht er sich sogar ins Lehrerkollegium ein.

Ein Mann für alle Unfälle“ verteilt auch ordentlich Seitenhiebe. So erfüllen die drei Jungs, welche von Drillbit Taylor beschützt werden sollen, alle Klischees die Außenseiter in einer Leistungsgesellschaft haben müssen: Übergewichtig, unattraktiv, unsportlich und naiv. Auch der Flut an exotischen Kampsportarten steuert der vermeintliche Bodyguard mit mexikanischem Judo eine weitere bei.

Diese Komödie ist kurzweilig. Die Besetzung überzeugt in allen Szenen. Selbst die Nebenrollen sind nicht schablonenhaft und blass, sondern ausgefeilte Charaktere. Das nachdenkliche Fazit dieses unterhaltsamen Films: Selbst an der Schule herrscht ein knallharter Wettbewerb und wer sich nicht wehren kann, geht zwangsläufig unter.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Ein Mann für alle Unfälle

© Paramount Pictures International Germany

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Steckbrief
Regie
Steven Brill

Darsteller
Alex Frost, Danny R. McBride, David Dorfman, Josh Peck, Leslie Mann, Lisa Ann Walter, Nate Hartley, Owen Wilson, Troy Gentile, Valerie Tian

Genre
Komödie

Tags
Schule
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Drillbit Taylor




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