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Ein Leben für ein Leben - Adam Resurrected| Kritik 9/10

Kinostart
19.02.2009



Handlung

Der ehemalige Kabarettist Adam Stein (Jeff Goldblum) überlebte die Schrecken des Konzentrationslagers unter Lagerkommandant Klein (Willem Dafoe) nur knapp. Für diesen musste der Häftling den Hund geben, musste bellen, auf allen Vieren kriechen und um sein Leben betteln. Immer in direkter Konkurrenz mit Kleins echtem Schäferhund. Der Deal zwischen den beiden Männern: „Ein Leben für ein Leben“.
Lange nach dem der Krieg zu Ende ist, lebt Adam gemeinsam mit anderen Opfern in einem Sanatorium in der Wüste in Israel. Sein Glaube an die Menschheit scheint verloren und noch immer kämpft er mit den Dämonen der Vergangenheit. Adam kann nicht mehr die Grenze zwischen Hund und Mensch ziehend: während seiner Liebelei mit der Oberschwester Gina Grey (Ayelet Zurer) wird das Ausmaß seiner psychischen Schäden deutlich. Wenn die beiden Sex haben, muss Gina eine unterwürfige, winselnde Hündin spielen. Adam zerfrisst seinen eigenen Körper aus Verachtung vor sich selbst, er kann nach Belieben bluten und einen Herzanfall heraufbeschwören. Erst durch Hilfe eines kleinen, zwölfjährigen Jungen, der sich für einen Hund hält, beginnt Adam den Weg zurück ins Leben.


Filmkritik | Ein Leben für ein Leben - Adam Resurrected

Der Regisseur Paul Schrader ist aus Filmen wie „Light Sleeper“, „Ein Mann für gewisse Stunden“ und „Der Gejagte“ bekannt. Der Film basiert auf dem Roman „Adam Hundesohn“ von Yoram Kaniuk. Der israelische Schriftsteller sorgte mit der Veröffentlichung seines Werkes 1969 in Israel für große Diskussionen. Aus dem Buch wurden vor allem der schwarze Humor und die feine Ironie übernommen, die die schwere Geschichte des Films erträglich machen.

Ein leben für ein Leben“ ist der erste Film über den Holocaust, indem deutsche und jüdische Darsteller zusammen arbeiten. Dieser Film sieht den Holocaust aus einer anderen Perspektive. Aus der Perspektive der gequälten Opfer und der Folgen mit denen diese seither zu kämpfen haben und plädiert für Respekt und Humanität. Die Bilder dieses Streifens sind nicht kitschig, aber berühren. Im Film geht es um Humor, doch komisch ist „Ein leben für ein Leben“ nicht. Es zeigt wie Lachen Schutz und Demütigung zugleich sein kann, ein sehr makaberer und grausamer Humor. In diesem Kinofilm geht es nicht nur um die Verwischung der Grenzen zwischen Mensch und Tier, sondern auch zwischen Täter und Opfer.

Jeff Goldblum als Adam Stein gibt in diesem Drama eine Galavorstellung. Er ist völlig authentisch und überzeugend.
Es lassen sich Parallelen zwischen „Ein Leben für ein Leben“ und dem Film von Roberto Benigni aus dem Jahr 1997 „Das Leben ist schön“ ziehen. Auch in diesem Film agiert der Titelheld ähnlich wie Adam Stein.
Dieser Film ist mutig, kompromisslos, ehrlich und schockierend. Dieser bringt Deutschland und Israel zusammen. Dieser Streifen will ein Zeichen setzen: gegen Anschuldigungen und Vorurteile, für Freundschaft und Versöhnung.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Ein Leben für ein Leben - Adam Resuurected

© 3L Filmverleih GmbH & Co.KG

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Herstellungsland
Deutschland, Israel

Alternativ- bzw. Originaltitel
Adam Resurrected




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