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Ein Einziger Augenblick| Kritik

Kinostart
19.06.2008



Handlung

Ethan Learner (Joaquin Phoenix) muss hilflos mit ansehen, wie sein 10-jähriger Sohn Josh überfahren wird. Seine anfängliche Trauer schlägt schnell in Rachegelüste um. Dazu kommt, dass der Täter Fahrerflucht beging, womit er nunmehr anfänglich, auf die Hilfe der Polizei angewiesen ist. Deren Ermittlungen scheinen aussichtslos und seine Versessenheit, den Mörder seines Sohnes ausfindig zu machen, stürzt ihn in eine private Krise. Von seiner Tochter Emma (Elle Fanning) und seiner Frau Grace (Jennifer Connelly), denen Josh`s Tod selbst sehr nahe geht, entfernt er sich mehr und mehr. Der Täter Dwight Arno (Mark Ruffalo) bringt es nicht fertig, sich der Polizei zu stellen. Zu groß ist seine Angst, seinen eigenen Sohn Luca (Eddie Alderson) an seine Ex-Ehefrau zu verlieren. Die Konfrontation in diesem Drama ist unausweichlich, als Ethan ausgerechnet Dwight als rechtlichen Beistand gestellt bekommt.


Filmkritik | Ein Einziger Augenblick

Mark Ruffalo, bekannt aus dem brilliant verfilmten Schocker „Zodiac - Die Spur des Killers“ von David Fincher, bewies bereits in dieser Rolle, welches schauspielerische Talent in ihm steckt. In „Ein einziger Augenblick“ pariert er abermals als ausgezeichneter Charakterdarsteller.
Ein großes Lob soll auch den beiden Drehbuchautoren John Burnham Schwartz und Terry George gegeben sein. Sie haben es verstanden, die anfängliche Gut-und-Böse-Geschichte in eine emotionale Schiene zu lenken. Dem Zuschauer werden menschliche Schwächen aufgezeigt, zwei Väter, jeder mit seiner eigenen Geschichte behaftet. Beide Hauptdarsteller habe eine familiäre Krise vor Augen. Bei Ethan ist es der Verlust des eigenen Kindes, woran die Familie zu zerbrechen droht, bei Dwight das Leben mit der Schuld ein „Mörder“ zu sein, aber es niemanden sagen zu können, da er dann seinen Sohn verlieren würde. Dramatischer und emotionaler kann man ein sogenanntes Schuld-Sühne-Drama kaum aufzeigen. Brillant auch die besetzten Nebenrollen, wie Jennifer Connelly, die es hervorragend versteht, dem Zuschauer die Rolle der verzweifelten Mutter und Ehefrau näher zu bringen.

Ein einziger Augenblick“ zeigt auf, dass es jedem Menschen passieren kann, dass seine heile Welt binnen von Sekunden zerbrechen kann. Alles was man sich aufgebaut hat, ist mit einem Schlag ein absolutes Chaos. Terry George schuf ein packendes Drama, welches den Zuschauer fesselt, emotional berührt und gleichzeitig durch hervorragende schauspielerische Leistungen besticht. Ein Film, beklemmend und auch subtil, der eine Unberechenbarkeit des Schicksals aufzeigt, die jeden zu jeder Zeit erreichen kann. Erschreckend vor allem, wenn im Nachgang beim Zuschauer die Frage aufkommt, wie man selbst reagiert hätte, wenn Hilflosigkeit und seelische Verzweiflung zu Dingen zwingt, zu welchen man sich unter normalen Umständen niemals bekannt hätte.


Filmkritik von Gastautor

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Ein Einziger Augenblick

© Tobis Film

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Steckbrief
Regie
Terry George

Darsteller
Cordell Clyde, Eddie Alderson, Elle Fanning, Jennifer Connelly, Joaquin Phoenix, Mark Ruffalo, Sean Curley

Genre
Drama, Thriller

Tags
Rache
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Reservation Road




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