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Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt| Kritik

Kinostart
1999



Handlung

Tom Witzky (Kevin Bacon) glaubt nicht an übersinnliche Dinge und Geister, bis zu dem Tag, an dem eine Freundin ihn während einer Party hypnotisiert. Tom wird nach dieser Erfahrung von seltsamen, angsteinflößenden Visionen heimgesucht, doch er ist nicht der einzige in der Familie, der Dinge sieht, die andere nicht sehen können: Sein kleiner Sohn Jake (Zachary David Cope) scheint diese Gabe zu haben, ohne dass ihn jemand vorher hypnotisiert hätte. Kurz nach der Party erscheint Tom ein junges Mädchen, das plötzlich neben ihm auf dem Sofa sitzt, während er fern sieht. Jake unterhält sich oft mit einer geheimnisvollen Samantha (Jenny Morrison), wenn gerade kein Erwachsener im Zimmer ist; Samantha scheint im selben Haus zu wohnen wie die Witzkys. Tom, der nicht glaubt, dass alles nur Spuk ist, versucht dem Geheimnis auf die Spur zu kommen und stößt dabei auf eine Tragödie, die sich in der Nachbarschaft abgespielt hat, bevor er mit seiner Familie dort eingezogen ist...


Filmkritik | Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt

Geister haben derzeit Hochkonjunktur, zumindest könnte man zu diesem Schluss gelangen, denn Echoes ist schon der zweite Film in diesem Jahr, in dem Gestalten aus der "Zwischenwelt" eine große Rolle spielen. Wie in The Sixth Sense ist es auch hier zunächst ein kleiner Junge, der Kontakt zu Verstorbenen hat, die ihre ewige Ruhe noch nicht gefunden haben. Beängstigend sind diese Kontakte jedoch nur für den "rationalen" Erwachsenen und nicht für das Kind, das sie ganz natürlich seiner eigenen Phantasiewelt zuzurechnen scheint. Sein Vater droht indessen nach und nach den Verstand zu verlieren, jedenfalls präsentiert es sich so für seine Frau, die sein völlig irrational erscheinendes Verhalten bald nicht mehr einordnen kann. Kevin Bacon spielt die Rolle des von schrecklichen Bildern heimgesuchten Mannes, der von Tag zu Tag besessener nach einem Ausweg sucht, recht überzeugend. Die Erkenntnis, dass er nicht fliehen kann, sondern nach einer Lösung suchen muss, lässt ihn für seine Umgebung nur umso verrückter wirken.

Wem Stephen Kings "Dead Zone" gefallen hat, der wird vielleicht auch diesen Film mögen, obwohl hier noch etwas mehr Wert auf Schockeffekte gelegt wird, ohne die man heutzutage anscheinend nicht mehr auskommt. Je mehr Blut auf der Leinwand spritzt, desto publikumswirksamer ist ein Film – zumindest könnte man diesen Schluss ziehen, wenn man sich die Erfolge ansieht, die Horror auf der Leinwand in den letzten Jahren hatte. Diejenigen Zuschauer, deren "Ekelschwelle" etwas niedriger liegt, sollten bei Echoes öfters einmal lieber wegschauen. Im Grunde hätte der Film das viele Blut nicht nötig gehabt, da das psychologische Moment im Vordergrund zu stehen scheint. Weniger wäre hier mehr gewesen, aber bedauerlicherweise müssen Filmemacher heutzutage alles visualisieren und wollen nichts mehr der Phantasie des Zuschauers überlassen.

Fazit: The Sixth Sense meets The Dead Zone, kein uninteressanter Film, der jedoch hätte besser sein können und beim Verlassen des Kinos ein Gefühl des déjà vu hinterlässt.


Filmkritik von Monika Hübner

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Steckbrief
Regie
David Koepp

Darsteller
Conor O'Farrell, Illeana Douglas, Kathryn Erbe, Kevin Bacon, Kevin Dunn, Liza Weil, Lusia Strus, Zachary David Cope

Genre
Mystery

Tags
Geisterhaus
Gastkritiken
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Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Stir of Echoes

Budget
12 Mio. US-Dollar




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