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Eat, Pray, Love| Kritik 7/10

Kinostart
23.09.2010



Handlung

Liz Gilbert (Julia Roberts) hatte alles, wovon eine Frau heutzutage träumt oder zumindest träumen sollte – einen Mann, ein Haus, eine erfolgreiche Karriere. Trotzdem fühlte sich Liz - wie viele andere Frauen auch – irgendwie verloren und ziellos. Als ihre Ehe geschieden wird, steht Liz plötzlich an einem Scheideweg: Sie beschließt, alles zu riskieren und ihr altes, wohlgeordnetes Leben hinter sich zu lassen, indem sie zu einer Reise rund um die Welt aufbricht, die zu einer Suche nach sich selbst wird. In Italien entdeckt sie die Kunst des Genießens und welch großes Vergnügen einem gutes Essen bereiten kann. In Indien lernt sie die Macht der Meditation kennen und in Bali erfährt sie, zu guter Letzt und völlig unerwartet, dass wahre Liebe inneren Frieden und Ausgeglichenheit beschert.


Filmkritik | Eat, Pray, Love

Wie bereits der deutsche Schriftsteller und Aphoristiker Erich Limpach sagte: „Auch das Fernweh ist nichts anderes als Sehnsucht der menschlichen Seele nach sich selbst.“ Genau diese Sicht der Dinge ist der Protagonistin, einer New Yorker Schriftstellerin Elizabeth Gilbert, eigen. Die von ihr autokommentierte Reise, in Form einer Sammlung von Kurzgeschichten im Stil eines Erlebnis- beziehungsweise Reiseberichts, ist unterhaltsam und zugleich sprachlich schön. Durch den Ich-Erzähler, der sich der Technik des Bewusstseinsstroms bedient, fällt es nicht schwer sich in der Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonistin zurechtzufinden. Der auf autobiografischen Fakten basierende Film orientiert sich an dem gleichnamigen Buch „Eat Pray Love – Eine Frau auf der Suche nach allem quer durch Italien, Indien und Indonesien“ aus dem Jahr 2006, das über sieben Millionen mal verkauft und in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde. Die dieses Jahr erschienene Verfilmung, mit Julia Roberts in der Hauptrolle, soll nun diesem Erfolgsbeispiel folgen.

Besonders interessant scheint der humorvolle Blick auf lebensphilosophische Fragen. Die Starbesetzung – Julia Roberts, James Franco, Richard Jenkins, Viola Davis, Billy Crudup, Javier Bardem – die wunderschönen Landschaftsbilder, ebenso wie die landesspezifischen Kostüme begeistern und entführen den Zuschauer auf eine imposante Reise. In Rom genießt die Protagonistin die sinnliche und wunderbare italienische Küche. In Indien begibt sie sich auf meditativem Wege auf eine Erkundungsreise des eigenen Ichs. Auf Bali findet sie schließlich, auf der Suche nach sich selbst, Felipe und die Liebe. Diese beeindruckenden Kulissen, Julia Roberts gefühlsbetonte Performance und die Tatsache, dass der Regisseur Ryan Murphy bei der Filmproduktion mit der Autorin Liz Gilbert zusammengearbeitet hat, überzeugen durch Authentizität. Die Soundtracks von Dario Marianelli, mit auf die landestypischen Töne abgestimmten Kompositionen, runden das Bild ab.

Besonders geeignet scheint diese Selbstfindungsreise für Menschen, die sich gerade selbst auf dem Weg der Veränderungen befinden. Vor allem durch die positive und hoffnungsvolle Botschaft, dass in jedem Alter so vieles möglich sei, kann man neue Hoffnung und Bestätigung schöpfen. Sinnvoll und vor allem inspirativ ist dieses Werk für all die, die ihre Sinneslust wiederentdecken und meditative sowie sexuelle Erneuerung erfahren wollen. Denn wie bereits der Schriftsteller und Philosoph Albert Camus sagte: „Das Reisen führt uns zu uns selbst zurück.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es zwar unwahrscheinlich scheint, dass diese Filmproduktion den Bestsellerstatus des Originalwerks toppen wird, umso wahrscheinlicher scheint jedoch der Erfolg bei Frauen – vor allem des mittleren Alters. Lebensphilosophische Themen werden mit viel Gefühl und einer guten Portion Spaß erörtert sowie durch erotische Momente untermalt. Wer Action oder Spannung erwartet wäre hier im falschen Film.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Eat, Pray, Love

© Sony Pictures Releasing GmbH

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Steckbrief
Regie
Ryan Murphy

Darsteller
Arlene Tur, Billy Crudup, James Franco, James Schram, Javier Bardem, Julia Roberts, Lidia Biondi, Richard Jenkins, Viola Davis

Genre
Drama
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Herstellungsland
USA




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