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Duplicity - Gemeinsame Geheimsache| Kritik 7/10

Kinostart
30.04.2009



Handlung

Ray Koval (Clive Owen) und Claire Stenwick (Julia Roberts) teilen beide das gleiche Schicksal: Über Jahrzehnte hinweg waren Sie Ihren jeweiligen Geheimdiensten stets ergeben und erfolgreich bei jedem ihrer Aufträge. Zu ihrem Glück hat sich jedoch auch die Liebe über die Jahre eingeschlichen, die die beiden zu einem alternden Pärchen werden ließ, welches nun ungestört von allen Geheimdiensten und Risiken einen ruhigen Lebensabend miteinander verbringen möchte. Und mittem im Kampf zweier Großkonzerne, für deren Waren sich längst ihre beiden Geheimdienste interessiert haben, plant das Pärchen ihren letzten, großen Coup: Mit einem teuflischen Plan allen beruflichen Pflichten zu entgehen und ihre Auftraggeber allersamt hinters Licht zu führen.


Filmkritik | Duplicity - Gemeinsame Geheimsache

Wer sich in "Duplicity - Gemeinsame Geheimsache" als Kinozuschauer setzt, sei direkt vorgewarnt: Ja, der Regisseur heißt auch dieses Mal wieder Tony Gilroy. Denn wer beim Thema Freud und Leid von Geheimdiensten automatisch an die Bourne Identity und seine Sequels denken muss, weiß direkt, was ihn auch dieses Mal wieder unter dem selben Regisseur erwarten kann. Rasante Action, ein komplexer Plot und jede Menge Spitzfindigkeiten gegenüber den Geheimdiensten dieser Welt sind auch dieses Mal wieder fester Bestandteil des Filmes. Genauso wie Gilroy wieder mit seinem heißgeliebten Spiltscreen arbeitet oder noch stärker die Spannung zwischen actionreichem Bild und ruhiger Musik sucht.

Dabei ist "Duplicity - Gemeinsame Geheimsache" bei weitem nicht einfach ein Abklatsch der vorangegangenen Erfolge von Gilroy. Gleich mehrere Faktoren sprechen dagegen, die der Zuschauer ziemlich schnell bemerkt: Das Erzähltempo bricht wieder sämtliche Schallmauern, jedoch bleibt die Story die ganze Zeit über übersichtlich und auch bei den vermeintlich komplexen Zusammenhängen zwischen Firmen und Geheimdiensten immer wieder überschaubar. Zudem brilliert Julia Roberts nach den "Ocean's Eleven"-Teilen auch dieses Mal wieder in einer eher härteren als emotionalen Rolle, die nicht nur sämtliche Nebendarsteller, sondern auch ihr männliches Gegenüber Clive Owen schauspielerisch in den Schatten stellt.

Doch genau dieser Mangel an Emotionen ist einer der Knackpunkte bei "Duplicity - Gemeinsame Geheimsache". So erfährt der Zuschauer zwar von der partnerschaftlichen Beziehung der beiden, wirklich präsentiert wird sie jedoch in äußerst wenigen Momenten, so dass man sich schwer vorstellen kann, dass die beiden wirklich als Paar den Rest ihres Lebens verbringen möchten. Zu sehr driftet der Film somit in die Sparte Action- und Spannungskino ab, auch wenn der Plot eigentlich auch starke emotionale Momente vorsieht. Technisch perfekt umgesetzt und auch in allen sachlichen Zusammenhängen gut präsentiert und recherchiert, geht dem Zuschauer bei aller Fülle an genialen Nebendarstellern und Nebenplots jedoch schnell der persönliche Kontakt zu den Charakteren verloren.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Duplicity - Gemeinsame Geheimsache

© Universal Pictures International Germany GmbH

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Herstellungsland
USA, Deutschland

Budget
60 Mio. US-Dollar




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