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Dragonheart| Kritik

Kinostart
1996



Handlung

König Einon (David Thewlis) ist ein blutrünstiger Tyrann, bei dem alle ritterliche Erziehung nichts genutzt hat. Schon sein Vater regierte in gleicher Weise und wurde schließlich von seinen Leibeigenen während eines Aufstandes getötet. Bei eben diesem Bauernaufstand wird auch Einon, der zu dieser Zeit noch ein Knabe ist, tödlich verwundet. Seine Mutter, die noch an das Gute in ihm glaubt, nimmt zur einzigen ihr bekannten Möglichkeit Zuflucht, um sein Leben zu retten: Sie bringt ihn in die Höhle eines Drachen, der ihm die Hälfte seines eigenen Herzens gibt, obwohl ihm (Drachen sind weise und wissen alles!) Einons verdorbener Charakter bereits bekannt ist. Er hofft, dass das halbe Drachenherz das Böse in Einon besiegen wird, was sich jedoch nicht bewahrheitet. Einons Lehrmeister, der edle Ritter Bowen (Dennis Quaid), ist überzeugt, dass das Drachenherz Einons Charakter verdorben hat und schwört, sich seinen Lebensunterhalt fortan als Drachentöter zu verdienen, und zwar so lange, bis er den Drachen mit dem halben Herzen zur Strecke gebracht hat.


Filmkritik | Dragonheart

So gehen einige Jahre ins Land, viele Drachen müssen dran glauben, aber den richtigen hat Bowen immer noch nicht gefunden. Eines Tages trifft er auf ein besonders geschicktes Exemplar, das ihm verkündet, er solle es sich gut überlegen, es zu töten, da es der letzte seiner Art sei. Der Kampf endet unentschieden, und da der Drache nicht sterben und Bowen nicht arbeitslos werden will, machen sie gemeinsame Sache. Der Drache stiftet in den Dörfern Unruhe, und Bowen bietet sich als Drachentöter an und befreit das Land von dieser Plage. Natürlich ist alles nur ein Bluff, der Drache stirbt nicht wirklich, und irgendwann fliegt die Sache auf, als er sich in einen Teich fallen lässt, in dem sich leider nicht genug Wasser befindet...

Ein nettes Märchen, das jedoch nur ein halbes Happy End bietet, das zudem noch recht rührselig ist. Also wohl nicht jedermanns Geschmack. Wer Jurassic Park gesehen und gemocht hat, dem werden allerdings die spektakulären SF-X von Industrial Light and Magic gefallen - immerhin handelt es sich hier um einen Film, dessen einer Hauptdarsteller voll digital ist. Der Drache ist rundherum gelungen, auch die deutsche Stimme (im Original leiht Sean Connery Draco seine Stimme) ist nicht schlecht gewählt. Leider ist das auch schon alles Positive, was man über Dragonheart sagen kann. Die Szenen zwischen den Auftritten des Drachen sind doch eher zäh und verbreiten insgesamt die Atmosphäre des bekannten Liedes: "Ja so warn's die alten Ritterleut". Hau drauf, das Blut spritzt, und so manchen juckt es sicher in den Fingern, Einon eine gehörige Tracht Prügel zu verabreichen.

Einzig Dennis Quaid und Pete Postlethwaite lockern die Sache etwas auf, vor allem letzterer scheint neuerdings auf recht skurrile Rollen abonniert zu sein. Sah man ihn im letzten Sommer als Großwildjäger in Steven Spielbergs Saurierspektakel VERGESSENE WELT, so produziert er sich in Dragonheart als aufsässiges Mönchlein Gilbert, das dem Drachentöter Bowen sowie seinem Geschäftspartner Draco tatkräftig zur Seite steht und sich insgesamt ziemlich unheilig benimmt. Der Star des Films ist aber Draco, voll computeranimiert und perfekt in den Film integriert. Leider kommt er erst auf einer entsprechend großen Kinoleinwand richtig zur Geltung, so dass der Film einen Großteil seines Charmes auf Video verliert - hier dürfte selbst ein 16:9-Fernseher nicht groß genug sein. Die Faszination, die Draco im Kino ausübte, wenn er über die Zuschauer hinwegfolg, vor allem in einem entsprechend ausgestatteten Saal mit dts-Ton, ist auf Video leider dahin, so dass Dragonheart wohl nur den echten Fans von Ritter- und Kostümfilmen zu empfehlen ist. Schade um die gute Idee und den wunderschönen Drachen.


Filmkritik von Monika Hübner

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Kommentare


Goliath
25.05.2012, 16:04:37
Dieser Film IST ein Meisterwerk. Er hat Action, er hat Spannung, er hat Humor und tolle Dialoge. Dazu noch super Schauspieler und kongeniale Effekte. Behalte deine jämmerliche Kritik nächstes mal für dich. Verdammter Möchtegern Roger Ebert. Du bist sicher auch einer von denen, die Avatar scheiße finden, weil da ja nuuuuur effekte vorkommen und üüüüüüberhaupt keine Handlung blablabla. [...]

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