Zynisch, egonzentrisch und schmerzmittelsüchtig ist Dr. Gregory House (Hugh Laurie), aber einer der besten Diagnostiker des Princeton-Plainsboro Teaching Hospital. Ansehen tut man es dem humpelnden Mittvierziger der seltenst einen Arztkittel trägt nicht an, aber dank seines analytischen Gedächtnisses ist er in der Lage aus den am trivialsten erscheinenden Kleinigkeiten auf die ungewöhnlichsten Krankheiten zu schließen. Mit gewöhnlichen Krankheiten würde sich Dr. House ohnehin nicht abgeben, ganz zum Missfallen seiner Vorgesetzten Dr. Cuddy (Lisa Edelstein). Ohnehin zieht es Dr. House vor, seinen Patienten nicht persönlich zu begegnen. Er vertritt die Meinung, dass jeder Patient lügt. Objektive Fakten wie Laborergebnisse sind sein Mittel der Wahl zur Diagnosefindung. Dennoch sollte man den Arzt aus psychologischer Sicht nicht unterschätzen. Er achtet ganz genau auf das Verhalten seiner Mitmenschen, nicht zuletzt um sie auf schroffe Weise auf ihre Unzulänglichkeiten hinzuweisen.
Dr. House arbeitet nicht alleine. Sein medizinisches Team besteht aus dem Neurologen Dr. Eric Foreman (Omar Epps), der Immunologin Dr. Allison Cameron (Jennifer Morrison) und dem Intensivmediziner Dr. Robert Chase (Jesse Spencer). Zudem zieht er bei fachlichen Unklarheiten des öfteren seinen Freund den Onkologen Dr. James Wilson (Robert Sean Leonard) zur Rate.
Die Ärzteserie "Dr. House" hebt sich erfrischend von anderen medizinischen TV-Serien ab, indem sie nicht nur einen zynischen Ekel als Protagonisten auffährt, sondern auch weil sie sich den Krankheiten und der detektivistischen Diaganosearbeit widmet, anstatt das Zwischenmenschliche Drumherum immer weiter auszubauen.
Belohnt wird das Konzept von David Shore mit hohen Zuschauerzahlen und mittlerweile vier Staffeln. In 2006 und 2007 hat Hugh Laurie jeweils einen Golden Globe als bester Schauspieler in einem TV-Drama gewonnen.