Handlung

Ein Virus mit dem Namen "Reaper" hat im Jahr 2008 mehr und mehr Bewohner Schottlands infiziert. Die Folgen des hoch virulenten Virus sind Mutationen und letztlich der Tod. Aus diesem Grund hat die Großbritannische Regierung einen Schutzwall errichtet, um eine Isolation zu garantieren. Doch ein junges Mädchen hat dank Aufopferung eines Soldaten überlebt. Und anscheinend ist auch der Reaper-Virus nicht gestorben, denn er taucht 25 Jahre später wieder in London auf und sorgt für Tod und Verderb. Dank der ständigen Überwachung von Glasgow und Edinburgh durch Satelliten wurden lebende Menschen auf den Straßen gesichtet. Das lässt für die Regierung den Schluss zu, dass es womöglich ein Impfstoff gegen den "Reaper Virus" gibt. Das Mädchen namens Eden Sinclair (Rhona Mitra) welches 2008 überlebte, ist inzwischen Major und arbeitet nun beim Departement of Domestic Security. Unter der Leitung von Chief Nelson (Bob Hoskins)soll sie mit einem Team nach Glasgow und den Impfstoff beschaffen. Doch dafür bleiben nur 46 Stunden Zeit.
Filmkritik | Doomsday - Tag der Rache
Grundsätzlich stehe ich Filmen die irgendetwas mit gefährlichen Viren zu tun haben misstrauisch gegenüber. Denn in diesem Genre gibt es nur sehr wenige gute Filme. Trotz anfänglicher Skepsis schaute ich mir den Movie an und war positiv überrascht. Anfangs war ich verwirrt, dass Rhona Mitra die Hauptrolle spielt, da ich sie nur aus einer Nebenrolle von "Ali G Indahouse" kannte. Sie überzeugt jedoch mit solider Leistung. Schon in den ersten Minuten kommt es zu einigen sehr netten Goreeinlagen welche glücklicherweise ohne CGI erstellt worden sind. Der Regisseur Neil Marshall schafft es frischen Wind in das Genre zu bringen. Schon die Tatsache, dass in dem Film keine Zombies vorkommen verdient Lob. Auch die verschiedenen Setwechsel bringen Abwechslung ins Geschehen. Dass einige Sprüche sehr gestellt wirken, tut dem Lauf des Filmes jedoch kaum Abbruch, da die positiven Seiten überwiegen.
Stark kritisieren muss man jedoch den Versuch Gesellschaftskritik einzubringen wie es Genreprimus George A. Romero seit jeher versucht. Es wirkt zu klischeehaft und überzeichnet und nimmt dem Film etwas Laune. Zu guter letzt muss der Soundtrack erwähnt werden. Den hat niemand geringeres als Tyler Bates zugesteuert, welcher für die epischen Klänge aus dem Blockbuster 300 verantwortlich war. Somit kann ich für Doomsday – Tag der Rache eine Empfehlung aussprechen. Auch Fans anderer Genre mit standhaftem Magen sollten einen Blick in dieses kleine Highlight des Monats werfen.
Filmkritik von Gastautor