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Die Welle| Kritik

Kinostart
13.03.2008



Handlung

Geschichtslehrer Rainer Wenger (Jürgen Vogel) behandelt das Thema Nationalsozialismus mit seiner Klasse. Da seine Schüler ihm nicht glauben, dass im modernen Deutschland wieder eine Diktatur entstehen könne, startet er einen Versuch. Mit scheinbar harmlosen Parolen über "Disziplin" und "Gemeinschaft" animiert er seine Schüler sich zu einer Bewegung zusammen zu schließen, eine Bewegung genannt Die Welle. Bereits nach einigen Tagen entwickelt das Experiment ein Eigenleben, seine Schüler beginnen "Andersdenkende" zu mobben. Die Situation gerät zusehends außer Kontrolle des Lehrers, er muss eingreifen bevor jemand ernsthaft zu Schaden kommt...

Das Kultbuch von Morton Rhues ist ein Klassiker der Schulliteratur. Regisseur Dennis Gansel transferiert die Handlung von "Die Welle" aus einer amerikanischen Highschool der 70er, Jahre in eine deutsche Schule der Gegenwart.


Filmkritik | Die Welle

Morton Rhues Romanvorlage "Die Welle" beruht auf einer wahren Begebenheit, die sich 1967 an der Cubberley-High School' in Palo Alto in den USA zutrug. Der damalige Lehrer Ron Jones bekam von seinen Klassenschützlingen ähnliche Meinungen zum Lehrplan zu hören, wie Jürgen Vogel in der Rolle des überaus schülernahen Lehrers Rainer Wenger. Ihm gelang es auf sonderbare und letzlich auch auf gefährliche Art und Weise wider Erwarten einen Faschismus in den eigenen Reihen zu erwecken.

Unkonventionelle Unterrichtsmethoden müssen von unkonventionellen Lehrern stammen schließen, den Jürgen Vogel ziemlich überzeugend spielt. Die Rolle Rainer Wengers, einem ehemaligen Aktivisten im politischen Linksspektrum, scheint ihm auf den Leib geschneidert zu sein. Christiane Paul in der Nebenrolle seiner schwangeren Frau setzt mit ihrer unscheinbaren Erscheinung weitaus weniger Akzente in diesem Film. Rainers Auftreten vor den Schülern hingegen ist äußerst locker, nahezu kumpelhaft. Diese Rolle wirkt stark stilisiert und manierisch. Die Art des Lehrers begeistert seine Schüler für ein Experiment, welches recht harmlos beginnt und in einem Chaos endet. Jennifer Ulrich in der Rolle Karos, der Schülerzeitungs-Chefredakteurin ist eine der wenigen, die den Ernst der Lage erkennen und versucht nun, das Experiment aufzuhalten. Rainer hat längst keine Kontrolle mehr darüber. Seine Kollegen und auch die Schuldirektorin übersehen die Gefahr und üben ebensowenig Kritik.

Diese Tatsache wirkt unglaubwürdig und auch die Aufmachung des Films wird von Dennis Gansel ziemlich überspitzt gestaltet. Der Jugendslang, die Subkulturen und Looks wirken zu gewollt und auch in den Schülerrollen sind vom Klassenclown, bis hin zum Klassendepp alle Klischees vertreten. Kameramann Torsten Breuer lässt seine Bilder ab und zu an einen MTV-Spot erinnern und auch der Soundtrack passt ins jugendliche Zielschema. Alles in allem ist auch die Handlung vorhersehbar und mit oberflächlichen Dialogen gespickt, allerdings kann man von den darstellerischen Leistungen sagen, dass sie durchaus überzeugend realisiert worden sind.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Die Welle

© Constantin Film Verleih GmbH

Kommentare


grobi
19.03.2008, 20:21:18
Oh gut, wollt mir den Film auch noch ansehen.
Lil-Kim
19.03.2008, 18:40:15
der film ist geil einfach nur geil...max riemelt(marco)spielt seine rolle so hammer das ende ist auch gelungen und sehr hart alles einfach nur hamma

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