Die Tribute von Panem - The Hunger Games - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Die Tribute von Panem - The Hunger Games| Kritik 9/10

Kinostart
22.03.2012



Handlung

In einer nicht allzu fernen Zukunft: Aus dem zerstörten Nordamerika ist der Staat Panem entstanden, das Kapitol regiert das ums überleben kämpfende Volk mit eiserner Hand. Um seine Macht zu demonstrieren, veranstaltet das Regime jedes Jahr die grausamen „Hungerspiele“: 24 Jugendliche, je ein Mädchen und ein Junge aus Panems zwölf Distrikten, müssen in einem modernen Gladiatorenkampf antreten, den nur einer von ihnen überleben darf. Als ihre kleine Schwester Prim für die Spiele ausgelost wird, nimmt die 16-jährige Katniss (Jennifer Lawrence) freiwillig ihren Platz ein. Der zweite Kandidat aus Katniss’ Distrikt ist Peeta (Josh Hutcherson), den sie seit ihrer Kindheit kennt. Kurz bevor das perfide Turnier beginnt, gesteht Peeta Katniss seine Liebe. Doch das Kapitol macht sie zu Todfeinden...


Filmkritik | Die Tribute von Panem - The Hunger Games

Die Buchlektoren, Filmschaffenden und Produzenten dieser Welt sind stets auf der Suche nach dem ganz großen Ding. Nach dem neuen „Twilight“, dem neuen Harry Potter, der nächsten Fantasyreihe, die sich global und medienübergreifend als Franchise verkaufen lässt und die Jugend in Begeisterung stürzen lässt. Vergleiche, die nur aus Köpfen von Medienschaffenden stammen können, die damit ihr tägliches Brot verdienen. Suzanne Collins, die Autorin der Panem-Trilogie, ließ sich von weitaus persönlicheren Motiven antreiben und träumte bestenfalls von einem Erfolg, ließ sich dadurch jedoch nicht beeinflussen und schrieb über Themen, die sie selbst fesselten und nicht, die sich zur damaligen Stunde gut verkauften. Ein Umstand, den Erfolgs- und Wahrscheinlichkeitsanalysten vielleicht nie verstehen werden.

Weder die literarische Vorlage, noch diese erste Verfilmung der Panem-Reihe ist in irgendeiner Art und Weise, weder substantiell noch geistig, mit den oben genannten Reihen verwandt. „Die Tribute von Panem“ ist eine klassische Sci-Fi-Geschichte mit starkem Survival-Einschlag eingebettet in einer dystopischen Zweitklassengesellschaft – aufgearbeitet für das sogenannte „Young Adult“-Publikum. Keine Fantasy-Elemente, keine Vampire, keine Zauberer. Wir Menschen lieben bekanntlich Vergleiche, aber dann bitte stimmige, die beiden Seiten gerecht werden und nicht bloß kommerzielle Tagträume sind. „The Hunger Games“ - so der englische Originaltitel des Buches - bietet die existenzielle und schonungslose Prämisse eines „Battle Royale“, die reflektierende Medienkritik einer „Truman Show“, einen medialen Überlebenskampf eines „Running Man“, entwickelt einen dystopische Hauch von „Gattaca“ und stürzt sich in die seelischen Abgründe seiner Teenagerprotagonisten. Die Medien- und Gesellschaftskritik des Films ist altbacken, aber wirkt bis heute. Vor allem wenn das voyeuristische (Scripted) Reality-süchtige Publikum auf eine solch Retro-futuristische "Jean Paul Gaultier trifft auf barocken Moebius"-Art die Narrenkappe aufgesetzt bekommt.

Die Tribute von Panem“ ist ein hoch spannendes und zutiefst menschliches Sci-Fi-Drama, das kräftig die Genreelemente verrührt und neu zusammensetzt. Das Kunststück des Films: Man liebt und versteht die Charaktere von der ersten Minute an, egal wie lange die eigene Pubertät schon zurück liegt. Jennifer Lawrence ist erneut eine Naturgewalt und Komponist James Newton Howard ("Waterworld“, „King Kong“) legte endlich wieder eine denkwürdige Filmmusik hin. Abzüge muss sich der Film für das übereilte Ende und die Tatsache gefallen lassen, dass der eigentliche emotionale Höhepunkt am Ende des 2. Aktes passiert. Wer nun befürchtet, dass trotz der schönen Worte, es bloß ein Teenagerflick über und für Jugendliche bleibt, sollte sich von der FSK12-Einstufung nicht täuschen lassen. Durch schnelle Schnitte und Handkamera wird versucht, die brutale Prämisse der Geschichte aufzufangen, was aber nichts an der blutigen Thematik ändert: Hier werden Kinder und Jugendliche zwecks Unterhaltung der Massen zur Schlachtbank geführt und zur Show gestellt. Eine nicht wirklich subtile Metapher, die nicht erst seit der „DSDS Kids“-Ankündigung auch dem deutschen Publikum zu Denken geben sollte.


Filmkritik von Orlindo Frick

Sag es weiter



Bilder / Fotos

Die Tribute von Panem - The Hunger Games

© STUDIOCANAL GmbH Filmverleih

Die Tribute von Panem - Sondermotive

© STUDIOCANAL GmbH Filmverleih

Kommentare


hauke xoxo
21.04.2012, 18:50:18
ich bin gerade aus dem kino gekommen und bin total begeistert der anfang hat sich ein wenig in die Länge gezogen vorallem als sich katniss und peeta im zug so lange angeguckt haben aber im Wald ist es richtig spannend geworden aber als urplötzlich die jägerwespen daher flogen...da hab ich mich schon sehr erschrocken..diese blöden killerwespen...unddd
aber die hauptdarsteller(katniss und peeta) haetten in der Höhle ruhig mehr machen können
was mich aber an diesem film vorallem gestört hat waren die leute vor uns es war wirklich furchtbar !!!!
da ich nur das hörspiel gehört haben (was ich übrigens scheisse fand weil die so viel wichtiges weggelassen haben wie zum beispiel das training und die punkte für das vorführen...:()
war ich sehr positiv überrascht danke Suzanne Collins für diese schöne vorlage
Miriam
10.04.2012, 11:36:33
Also ich kann nicht verstehen, warum dieser Film eine solch gute Kritik bekommen hat. Wer darauf steht wie sich Kinder und Jugendliche abschlachten ist in diesem Film richtig, für mich ist dies kein Kinder-/Jugendfilm.
Hmm
09.04.2012, 19:44:17
Mich übberascht diese Film rezension, da sie das enthält, was ich vom Film erwartet HÄTTE aber nicht zu sehen bekomen HABE.
Die Kritik an dem Medium Film kommt gar nicht zur geltung viel eher wird auf alte Horror Film Kliesches gesetzt, so das man den ein oder anderen Charakter dermassan nicht ausstehen kann, dass dessen Tod einen nicht wirklich berührt. (Böse Zungen sagen man könnt fast hoffen, dass die Hauptcharakteren den endlich töten.)Auch sind 24 Charatere einfach zu viel für einen 2 St. Film. Doch die mangelnde Vorstellung eben dieser, lässt das Mitgefühl der Zuschauer gen Null gehen. So erlebte ich eine Szene wie folgt: Oh ein neuer Char... oh tot naja der scheint nicht wichtig gewesen sein -..- Auch die Beweggründe der Handelnen Personen bleiben dermaßen unklar, dass man sich wundert das tausende(mil?) Menschen sich diese Show (+Losverfahren) antun. Warum keine Revolte wenn doch eh der Tod auf dem Spiel steht??
Alles in allem ein Teen Film mit einer über-"coolen" wie kalten Hauptdarstellerin (Heldin) der es versäumt wirkliche Medienkritik(und oder andere Form von Kritik) zu leißten und eher die alten Action/Teenhorror Kliesches aus dem Schrank räumt.
Am schluss noch die Frage: Die Spiele heißen Hunger-Spiele... warum sind die Charaktere angesichts aufgetürmter Essensberge derart apetitlos? Haben wohl in ihren Städten/Dörfern genung zu essen ??
Highrise
04.04.2012, 00:05:39
Also ich komm grad aus dem Kino und war von dem Film begeistert :)

Dazu muss ich sagen das ich die Bücher vorher nicht gelesen habe.

Die Darsteller haben überzeugend gespielt.
Nur ab und zu gab es den ein oder anderen Moment wo ich mich etwas gewundert habe ;)

Aber im grossen und ganzen fand ich Setting, Schauspielerische Leistung, Atmosphäre und Stimmung einfach grossartig :)

Von mir auf jedenfall einer der Filme der Pflichtkauf in der DVD/Blu-Ray Sammlung wird :)

8/10 Sternen von mir :)
Leviathan
02.04.2012, 16:44:09
Für mich einer der besten Filme der letzten Jahre.

Bin schon gespannt auf Teil 2 und 3, zieht sich leider bis 2014

Alle 7 Kommentare lesen

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 91 + 44 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.



Trailer abspielen
Trailer zu Die Tribute von Panem - The Hunger Games abspielen

Steckbrief
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA




Benutzername

Passwort

Anzeige