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Die Superbullen| Kritik 3/10

Kinostart
06.01.2011



Handlung

Die zwei Underdogs Tommie (Tom Gerhardt) und Mario (Hilmi Sözer) aus Köln-Kalk, sind die dümmsten Polizisten Deutschlands und stehen kurz vor ihrer Entlassung. Es drängt sich schon lange die Frage, wie zwei derartige Loser überhaupt zur Polizei kommen? Doch da naht ihr bislang größter Fall: Der Geißbock "Hennes", geliebtes Kult-Maskottchen des 1. FC Köln, ist entführt worden! Der Verein, die Spieler und natürlich die Fans sind am Boden zerstört. Ohne den Talisman können die Profis den Pokalsieg vergessen. Tommie und Mario, beide glühende FC-Fans, sehen endlich ihre Chance, sich als echte Superbullen zu beweisen und für alle Zeiten unkündbar zu mache. Eine hochchaotische Jagd quer durch Deutschland beginnt. Und schon bald glauben die beiden zu wissen, wo sich der Geißbock befindet: Er kann nur in München sein, nirgends anders als beim FC Bayern, dem Gegner im Pokalfinale.


Filmkritik | Die Superbullen

Über ein Jahrzehnt ist es nun her, dass Ulknudel Tom Gerhardt und Scherzkeks Hilmi Sözer mit ihren Komödien „Ballermann 6“ und „Voll Normaaal“ mehr als nur große Erfolge feierten. Für ihren neuesten Streifen „Die Superbullen“ taten sie sich wieder mit Hitproduzent Bernd Eichinger („Das Parfüm“) und Regietalent Gernot Roll („Werner - Eiskalt!“) zusammen, um scheinbar an diese Zeit anzuknüpfen. Leider ist das Resultat nur sehr dürftig geworden.

Bereits direkt zu Beginn hat man als Zuschauer das Gefühl, sprichwörtlich im „falschen Film“ gelandet zu sein. Manchmal fragt man sich, ob das alles nur eine Anreihung bekannter Sketch- und Comedy-Serien ist, wie man sie aus dem Abendfernsehen kennt – dann kommt wieder der Verdacht auf, dass man einen Film aus dem letzten Jahrzehnt vor sich hat. Eines steht fest: Gerhardt, Roll, Sözer, Eichinger und Co., haben versucht an den Erfolg der zurückliegenden Kassenklassiker anzuknüpfen: und das eindeutig mehr als nur krampfhaft. Das bittere Aufstoßen, welches viele Fans also schon nach dem Trailer heimgesucht hat, hält auch beim tatsächlichen „Filmgenuss“ stetig an.

Die Witze sind altbacken, langweilig sowie ausgelutscht und Gerhardt und Sözer wirken als schräge „Superbullen“ viel zu gewollt komisch, als dass man sie auch nur im Ansatz ernst nehmen könnte. Was bei einer Komödie wahrscheinlich nicht das bahnbrechendste Problem wäre, wenn die Gags und Pointen etwas weniger albern und derb, sondern wirklich amüsant wären. So ist man meistens eher genervt, als belustigt, wenn Tommie (Gerhardt) mal wieder in ein allzu offensichtliches Fettnäpfchen tritt und Mario (Sözer) versucht dieses wie immer herunterzuspielen. Somit gehen die meisten der Momente, in denen das Team versucht hat Spaß und Spannung zu erzeugen, gehörig daneben. Darüber kann weder die schwache und lieblose Story hinweg sehen lassen, noch die dürftigen Leistungen der Darsteller. Einzig Sözer stellt einen winzig kleinen Lichtblick dar – aber aus ehemaligen Werken (etwa „7 Zwerge“) wissen wir, dass er es eigentlich noch sehr viel besser kann. Gerhardt ist wie immer ganz er selbst: nämlich Hausmeister Krause, nur mit grüner Mütze und Uniform.

Unter Umständen wird „Die Superbullen“ vielleicht gefallen. Etwa, wenn man einen lockerleichten Abend mit Freunden macht, bei dem auch das eine oder andere Bierchen fließen darf – und nicht viel erwartet. Wirkliche Begeisterung kommt aber sicherlich eher auf, wenn man diesen zuhause mit einer DVD der Originale genießt, denen dieser Film zugrunde liegt. Leider lässt sich diese gewollt komische Komödie mit wenigen Worten sehr schnell umschreiben: schwach und missglückt. Tatsächlicher und hochkarätiger Filmspaß sieht eindeutig anders aus.


Filmkritik von Gastautor

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