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Die Stiefbrüder| Kritik

Kinostart
11.09.2008



Handlung

Hotel Mama ist immer noch am besten! Brennan (Will Ferrell) wohnt mit seinen 40 Jahren immer noch bei seiner alleinstehenden Mutter (Mary Steenburgen). Von ihr lässt er sich verhätscheln und zeigt wenig Motivation selbst sein Leben in die Hand zu nehmen. Gleiches gilt für Dale (John C. Reilly), er ist ebenfalls schon lange dem Teenageralter entwachsen und lebt mit seinem Vater (Richard Jenkins) zusammen. Die Mutter von Brennan und der Vater von Dale verlieben sich ineinander und gründen einen gemeinsamen Haushalt. Nun bekommt jeder der verwöhnten Söhne ungewollt einen Stiefbruder vorgesetzt. Beide können überhaupt nicht miteinander und so entsteht ein Krieg ums „Kinderzimmer“ der beiden 40 Jährigen. Als beide vor die Wahl gestellt werden, endlich einer Arbeit nachzugehen oder das Haus zu verlassen, verbünden sie sich.


Filmkritik | Die Stiefbrüder

Die US-Komödie „Stiefbrüder“ fällt hauptsächlich mit brachialem Humor auf. Der Regisseur Adam McKay und sein Hauptdarsteller Will Ferrell verfassten beide das Drehbuch zu diesem Film. Dabei bedienten sie sich an der Grundidee von „Tanguy – Der Nesthocker“. Dieser bitterböse französische Film hat alles, was dieser Hollywoodkopie fehlt: Facettenreichen Witz, eine intelligente Handlung und überzeugende Darsteller.

In „Stiefbrüder“ sind viele Slapstickszenen aneinander gereiht. Die Handlung des Films läuft dabei nebenher. Wer der Meinung ist, dass in der Originalversion zumindest die Dialoge intelligenter und witziger sind, irrt. Auch unsynchronisiert beherrschen pubertäre Ausdrücke und Fäkalsprache die Dialoge zwischen den beiden Stiefbrüdern wider Willen. Die beiden Stiefbrüder ärgern sich mit Streichen, die eher an die 70er Jahrestreifen „Die Lümmel von der ersten Bank“ erinnern und sind genau so wenig lustig wie originell. Grundsätzlich wirkt es albern und unglaubwürdig, wenn erwachsene Schauspieler sich wie Teenager benehmen.
Dabei hätten die beiden Figuren Dale und Brennan viel Potenzial für eine passable Komödie geboten. In vereinzelten, wenigen Szenen, blitzt die komödiantische Genialität auf. Beispielsweise, als beide von einem ganzen Schulhof voll von Kindern verprügelt werden. Auch die Vorliebe von Dale und Brennan für absolut unbrauchbaren Krimskrams, wie Starwarsmasken oder Nachbildungen von japanischen Schwertern machen in wenigen Szenen die beiden sympathisch.

Leider ist die Handlung von „Die Stiefbrüder“ sehr vorhersehbar. Das liegt daran, dass die wirklich originelle filmische Einfälle fehlen. Plötzlich in sich zusammenkrachende Betten werden bereits seit Stan Laurel und Oliver Hardy als Situationsgag in Hollywood verwendet. Die Nebendarsteller in diesem Streifen mühen sich, bleiben aber blass und Staffage. Aus den Filmfiguren der Mutter und des Vaters hätten mehr Handlungsimpulse herausgeholt werden können. Im Fall der Komödie „Die Stiefbrüder“ können 98 Minuten im Kino sehr lange werden.


Filmkritik von Gastautor

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Bilder / Fotos

Die Stiefbrüder

© Sony Pictures Releasing GmbH

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