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Die Säulen der Erde (Miniserie)| Kritik 8/10

Filmstart
15.11.2010



Es ist das meistverkaufte Buch des bekannten, britischen Schriftstellers Ken Follett. "Die Säulen der Erde" ist millionenfach über die Ladentheke gegangen und hat die Bestsellerlisten in der gesamten Welt erklommen. So war es vermutlich nur eine Frage der Zeit, bis der Stoff einen Weg auf die TV-Bildschirme findet.

Nun ist es so weit: Die Säulen der Erde wurde von der Münchener "Tandem Communications" als TV-Mehrteiler produziert. Viele bekannte, insbesondere britische Schauspieler konnten für die Miniserie gewonnen werden. So z.B. Ian McShane als "Waleran", Matthew Macfadyen als "Prior Philip" und Hayley Atwell als "Aliena". Gedreht wurde in Österreich und Ungarn.


Handlung

In Folletts Bestseller geht es um den Bau einer Kathedrale in dem englischen Städtchen "Kingsbridge". Spannend werden die Lebenswege der Baumeister, Geistlichen und Edelleute erzählt, die in den Bau des kirchlichen Ungetüms involviert sind. Ken Follett verwickelt seine Protagonisten in Intrigen, lässt sie die Gewalt und Willkür der damaligen Zeit erleben und sie für ihren Glauben und ihre Hingabe belohnen:

Im Jahr 1135 stirbt König Heinrich I. von England, wobei kein Nachfolger hinterlassen wird. Da er nur uneheliche Kinder hatte, da sein einziger legitimer Sohn durch ein Schiffsunglück starb, entfachte ein endloser Streit um die Krone. Währenddessen zieht ein Steinmetz mit seiner schwangeren Frau durchs Land, um nach Arbeit zu suchen. Nachdem die Frau von Steinmetz Tom Builder stirbt, findet er mit seinen Kindern Unterschlupf bei der komisch erscheinenden Ellen, die ebenfalls einen Sohn hat. Nun verliebt Tom sich in Ellen und sieht die einmalige Chance, eine Kathedrale zu bauen. Schnell wird ihm klar, dass er einen Spielball im Krieg der Reichen und Mächtigen darstellt.


Filmkritik | Die Säulen der Erde

Der Mehrteiler ist eine Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Ken Follett, welche aufwendiger kaum sein könnte. Überzeugen kann diese Filmreihe vor allem durch ihre außergewöhnlichen Schauwerte. Durch den enormen Erfolg von "Die Säulen der Erde" in den 90er Jahren wurde wahrlich eine Flut an Romanen mit historischem Hintergrund ausgelöst. Fans und Anhänger mussten jedoch lange auf die Verfilmung warten, nun ist es endlich soweit. Trotzdem war Follett stets gegen eine Verfilmung seiner geistigen Schöpfung. Er sprach sich dagegen aus, da er befürchtete, das Format könne Einschränkungen bewirken. "Die Säulen der Erde" ist somit zu einem Miniserie geworden, welche es durch ihre Länge ermöglichte, die vielen Handlungsstränge und Charaktere filmisch und die atmosphärisch umzusetzen.

Das Besondere an dieser außergewöhnlichen Produktion sind in jedem Fall die speziellen Schauwerte. An Kulissen und Ausstattung wurde nicht gespart - hier hieß es Klotzen statt Kleckern. Der damalige Regieassistent von Steven Spielberg, Sergio Mimica-Gezzan, setzt mit seinem gesamten Team auf detailreich ausgearbeitete und vor allem handgemachte Kulissen. Doch natürlich lässt sich auch hier nicht ohne CGI Effekte arbeiten, welche sich jedoch nahtlos in jedes Bild einfügen. Wer die Vorlage nicht kennt, könnte am Anfang Verständnisprobleme haben, jedoch wird die verstrickte Geschichte mit der Zeit immer klarer. Durch die Fülle der Charaktere kann man schnell den Überblick verlieren. "Die Säulen der Erde" ist international besetzt, denn Stars wie Donald Sutherland oder Rufus Sewell stellen Hauptfiguren dar. Obwohl teilweise ziemlich dick aufgetragen wird, ist der Zuschauer niemals überfordert. Eine herausragende Leistung bietet wieder einmal Ian McShane, der als Bischof Waleran alles für Macht und Kraft tut. Für "Die Säulen der Erde" ist es leicht, zahlreiche Zuschauer vor den Fernseher zu locken. Dies liegt jedoch nicht nur an der vielen Werbung und dem bekannten Titel, denn der Film ist wirklich exzellent ausgearbeitet und fasziniert sowohl Jung als auch Alt, sodass er nicht nur für Fans eine Empfehlung ist.


Filmkritik von Gastautor

TV-Ausstrahlung, DVD und Blu-ray Release

In den USA lief die "Säulen der Erde" Mini-Serie bereits am 23. Juli 2010 im Fernsehen. In Deutschland startet das Epos auf dem TV-Sender Sat 1 im November 2010. Aufgeteilt in vier Abschnitte je 90 Minuten.

Für Dezember 2010 wurde der DVD und Blu-ray Release von "Die Säulen der Erde" für Deutschland angekündigt. Zudem soll es eine "Special Edition" mit 3 Stunden Bonusmaterial geben.


Sag es weiter



Bilder / Fotos

Die Säulen der Erde

© Tandem Communications

Kommentare


Harald
17.07.2012, 11:27:22
Leider scheint der Verfasser der Kritik das Buch nicht gelesen zu haben oder tut es dem Regisseur gleich und legt nicht viel Wert auf die originalgetreue Handlung.
In der Tat glänzen die Kulissen und Handlungsorte durch ihren Detailreichtum und die erzeugte Stimmung, aber leider werden die Handlungsstränge wie die Charaktere im Film teilweise falsch dargestellt oder kunterbunt durcheinander gewürfelt.
Das man die Säulen der Erde nicht Wort für Wort verfilmen kann, sollte jedem Zuschauer klar sein, jedoch hätte ich mir eine originalgetreue Handlungsabfolge gewünscht, wodurch die Personen im Film auch die gleiche charakterlichen Züge erhalten wie im Buch.

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Steckbrief
Regie
Sergio Mimica-Gezzan

Darsteller
Anatole Taubman, David Oakes, Donald Sutherland, Eddie Redmayne, Götz Otto, Hayley Atwell, Ian McShane, Ken Follet, Liam Garrigan, Matthew Macfadyen, Natalia Wörner, Rufus Sewell, Sam Claflin, Tony Curran

Genre
Abenteuer, Drama

Tags
Mittelalter
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Herstellungsland
Deutschland

Alternativ- bzw. Originaltitel
The Pillars of the Earth


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