Die Reise zum Mittelpunkt der Erde - Filmkritik | kulthit.de 
Die Filmkritik Community!

Suche
Start » Filmarchiv » Filmkritik

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde| Kritik 5/10

Kinostart
05.03.2009



Handlung

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde ist eine Neuadaption der Fantasygeschichte von Jules Verne aus dem Jahre 1864.

Professor Trevor Anderson (Brendan Fraser) soll auf seinen 13-jährigen Neffen Sean (Josh Hutcherson) aufpassen. Dabei stößt er auf verschlüsselte Notizen seines vor zehn Jahren verschollenen Bruders Max (Jean Michel Paré), der fest an die Echtheit des Romans von Jules Verne glaubte. So machen sich Trevor und Sean auf den Weg nach Island, wo angeblich der Romanheld Professor Lidenbrock leben soll. Dieser ist allerdings bereits gestorben, seine Tochter Hannah Ásgeirsson (Anita Briem), eine erfahrene Bergführerin, ist allerdings anzutreffen. Sie begleitet Trevor und Sean zu einem Vulkan, wobei die drei in diesem verschüttet werden. Um sich einen Ausweg zu bahnen, gelangen sie immer weiter hinab in das Erdinnere und scheinen dem Mittelpunkt der Erde immer näher zu kommen!


Filmkritik | Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

Der Romanklassiker wurde als der erste digitale 3D-Liveaction-Film inszeniert. Dies klingt im ersten Moment faszinierend, scheitert aber trotz allem, da die spannenden Technologien nicht im Entferntesten ausgeschöpft werden. Die Animationen und Effekte mögen auf Kinder wirken, ein Erwachsener empfindet diese wohl allerdings eher als veraltet. Mit jedem weiteren 3D-Effekt rücken Ermüdungserscheinungen zunehmend in den Vordergrund. Springende Fische, JoJos und ausgespuckte Mundsprühwasser mögen zwar von der Idee gelungen sein, wirken in der Umsetzung allerdings kaum.

Die Figuren aus der Henry Levin-Version von 1959 wurden von drei Drehbuchautoren (Michael D. Weiss, Jennifer Flackett und Mark Levin) so verfremdet, dass sie kaum mehr Gemeinsamkeiten mit den eigentlichen Charakteren aufweisen. Regisseur Eric Brevig gelingt es kaum Struktur in die Auftritte der drei Hauptfiguren zu bringen. Zwar wirkt der zerstreute Professor Trevor Anderson (Brendan Fraser) im ersten Moment äußerst sympathisch, dies kann jedoch nicht in Spannung umgesetzt werden und flacht im Laufe des Films immer mehr ab. Der anfängliche Charme kann nicht wirklich gehalten werden und seine Begeisterung wirkt teilweise aufgesetzt. Seine Figur ist eindimensional und beeindruckt den Zuschauer nur gering. Josh Hutcherson allerdings glänzt in seiner Rolle. Die Wandlung vom gelangweiltem 13-jährigen zum begeisterten Abenteurer gelingt ihm sehr realistisch. Auch Anita Briem meistert ihre Rolle der nordischen Führerin ideal.

Die Story geht insgesamt leider ziemlich verloren und ist tendenziell lahm zu bewerten. Es ist deutlich zu merken, dass der Fokus des Regisseurs auf den 3D-Effekten lag und somit keine spannende Handlung hervorgebracht wird. Die Faszination des Ursprungsromans geht eher unter und fällt insgesamt ziemlich enttäuschend aus. Als Familienfilm kann „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ sicher akzeptabel sein, für mehr reicht er allerdings nicht. Eine Erweiterung des Horizonts kann nicht erwartet werden.


Filmkritik von Gastautor

Sag es weiter



Bilder / Fotos

Die Reise zum Mittelpunkt der Erde

© Warner Bros. Pictures Germany

Kommentare

Derzeit sind keine Kommentare vorhanden!

Einen Kommentar schreiben

Bitte beim Kommentieren auf Rechtschreibung und Grammatik achten!

Name
eMail (wird nicht veröffentlicht)
What is 146 - 50 =  
Bitte Sicherheitscode in das rechte Feld eintippen.



Trailer abspielen
Trailer zu Die Reise zum Mittelpunkt der Erde abspielen

Steckbrief
Regie
Eric Brevig

Darsteller
Anita Briem, Brendan Fraser, Giancarlo Caltabiano, Jane Wheeler, Jean Michel Paré, Josh Hutcherson, Jules Verne, Seth Meyers

Genre
Abenteuer, Fantasy
Gastkritiken
Anzeige

Filmfacts
Herstellungsland
USA

Alternativ- bzw. Originaltitel
Journey to the Center of the Earth

Budget
60 Mio. US-Dollar


Filmreihe


Benutzername

Passwort

Anzeige